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Donnerstag, 28. April 2011

Zum 90. Geburtstag von Joseph Beuys (12. Mai 1921 - 23. Januar 1986)

Rainer Rappmann (Hrsg.)
Denker, Künstler, Revolutionäre - Beuys, Dutschke, Schmundt, Schilinski: Vier Leben für Freiheit, Demokratie und Sozialismus
Mit Beiträgen von Joseph Beuys, Heinrich Böll, Wilfried Heidt, Karlheinz Flau, Henning Köhler, Walter Kugler, Rainer Rappmann, Ulrich Rösch, Peter Schilinski, Wilhelm Schmundt, Johannes Stüttgen und Ulle Weber.
FIU-Verlag, 180 S., 130 Abb., ISBN : 978-3-928780-13-1, 24,00 Eur[D] / 24,70 Eur[A] / 37,00 CHF

Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben: Diese qualitativen Unterschiede im Begreifen der Ideale der Französischen Revolution hat zum ersten Mal Rudolf Steiner vollzogen. An seine Forschungen als auch konkret realgeschichtlichen Bemühungen knüpften bewußt Wilhelm Schmundt und Peter Schilinski an, aber auch Joseph Beuys, der wiederum mit den beiden Letztgenannten intensive Erkenntnis- und Arbeitskontakte pflegte. Nicht mit Steiner, aber mit Schilinski und Beuys hatte Rudi Dutschke persönlichen Kontakt, der von demselben Geist, nicht aber von seiner identischen Auslegung, wie sie von Steiner vorgetragen wurde, angeregt war. Es bestand ein menschlich-schicksalhafter Zusammenhang zwischen den Genannten, und die hier angesetzte Betrachtung geht davon aus, daß die jeweilige Dreigliederungsauslegung und -ausführung die Erkenntnis und Tat jeweils einer ganz bestimmten Persönlichkeit ist. (Rainer Rappmann/Hrsg.).

Was verbindet die Namen Joseph Beuys, Rudi Dutschke, Peter Schilinski und Wilhelm Schmundt? Es ist der rote Faden eines emanzipatorischen Menschheitsimpulses, der geschichtlich in einem Fall als Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, in einem anderen in der Begrifflichkeit "Dreigliederung des sozialen Organismus", "Freier demokratischer Sozialismus" oder "Soziale Plastik" in Erscheinung getreten ist und der das Gesicht und die Handschrift unterschiedlichster Menschen getragen hat und trägt. Hierzu gehören nicht nur – aber doch in ganz besonderer Weise – die vier Menschen, um die es in dieser Publikation geht. Sie haben ihr Leben diesem Impuls gewidmet. – Das Buch verfolgt ihre Spuren von Mitte der 40er bis Ende der 80er Jahre, also über einen Zeitraum von über 40 Jahren und beleuchtet – insbesondere aus der Sicht von Weggefährten aber auch in Selbstzeugnissen – das WIE ihres Wirkens und Zusammenwirkens.

Aus einem Interview mit Joseph Beuys zur direkten Demokratie (Volksabstimmung)

Rappmann: Inwieweit wird eine zukünftige Gesellschaft von direktdemokratischen Formen geprägt sein?

Beuys: Eine zukünftige Gesellschaft muß selbstverständlich von direktdemokratischen Formen geprägt sein.

Rappmann: Es wird ja immer gesagt: Wir können nicht über alles und jedes abstimmen!

Beuys: Nein, das ist ja in dem Augenblick auch geklärt, wenn man eine Vorstellung vom sozialen Organismus hat – wie also das Recht im sozialen Organismus wirkt –, dann weiß man, daß nicht jedermann über alles abstimmen kann, sondern daß sich das Demokratische, d.h. das Rechtselement, abspielen muß nach verschiedener Weise, daß Grund- und Lebensrechte durchaus von der Mehrheit entschieden werden müssen, beispielsweise also, daß die Mehrheit durchaus partizipieren kann an der Herstellung einer Volksverfassung, einer demokratischen Verfassung, daß sie aber nicht Sach- und Fachfragen, wo Sachkenntnis die Voraussetzung für die Urteilsbildung ist, durch Mehrheitsbeschlüsse entscheiden kann, z.B. über das Schulrecht dieser oder jener Schule. Das kann nur ein Rechtselement sein, das von denen praktiziert wird, die substantiell diese Institute tragen, in Autonomie tragen. Das sind ja alles jetzt schon Zukunftsbilder; denn heute haben wir das Modell ja nicht. Die Waldorfschule ist ja auch keine autonome, sich selbst verwaltende Schule. Sie ist ja noch weitgehend abhängig und ist noch lange keine freie Schule. Aber ich meine, in dieser Vorstellung muß doch enthalten sein, daß demokratische Prozesse sich so abspielen und sich aus Mitgliedschaften abspielen. Mit 'Mitgliedschaften' meine ich ganz einfach aus Menschen heraus, die die Probleme am Ort dann kennen, die natürlich nicht plebiszitär rechtlich eingerichtet werden, sondern aus Eigeneinsichten sich rechtlich einrichten und dann natürlich nicht gegen die allgemeine Volksverfassung verstoßen dürfen, z.B. nicht gegen ein zukünftiges Finanzrecht verstoßen dürfen.

Das ist ja das große Bild der Rechtsform: der Stammbegriff der Rechtsform. Auf den müssen wir immer schauen. Das ist das, was die Volksverfassung ist, was die demokratische Verfassung ist. Sie bezieht sich ja gar nicht auf Vorgänge in den einzelnen Unternehmungen. Rechtsformen, die sich ja die einzelnen Unternehmungen für ihre Arbeit herstellen müssen, müssen also auf Eigentätigkeit der Mitgliedschaften an den jeweiligen Produktionsstätten ja geschehen. Also müssen demokratische Entschlüsse so und so plebiszitär in Gang kommen, aber auch durch die Unternehmungen in Gang kommen.

Das ist ja auch der totalisierte Kunstbegriff und damit bin ich ja auch ganz eng mit (Wilhelm) Schmundt zusammen, auf eine ganz andere Art und Weise zwar; denn in dem Augenblick, wo sich der Kunstbegriff totalisiert, bezieht er sich ja nicht nur auf die Kultur, sondern bezieht sich auf jede menschliche Tätigkeit: „Jeder Mensch ist Künstler!" D.h. die Kunst wird zum Modell des Gestaltens. Die Frage des Gestaltens ist also eine universelle und ist nicht nur interessant für Künstler etwa, sondern ist für jedermann interessant, aber ist auch die Frage, um zu Neugestaltungen in den verschiedenen Kraftfeldern der Gesellschaft zu kommen, eben im Kraftfeld der Freiheit, im Kraftfeld der Gleichheit und im Kraftfeld der Brüderlichkeit. Wenn sich dieser Kunstbegriff totalisiert, ist damit der Ökonomiebegriff totalisiert (vgl. hierzu J. Beuys: Das Museum, Wangen 1993, S. 44 ff).

Ja, das ist ganz klar. Das ist ein automatischer, selbstverständlicher Verlauf, wenn ich den Kunstbegriff sich nicht mehr beziehen lasse auf die Künstler oder die Kultur alleine, sondern sich beziehen lasse auf jedermanns Lebensformen, Gestaltungsfragen von jedermann und auf das ganze Problem des zu gestaltenden sozialen Organismus, dann ist dies die Weise der Produktion, ganz allgemein. Und damit ist geklärt, daß auch der Ökonomiebegriff sich totalisieren muß; denn er läuft ja gleich. Das ist ja ein sich integrierender Begriff.

Also, wenn ich jetzt die Kunst totalisiere über alle Kraftfelder des sozialen Organismus hinweg, springt mir von selbst der Begriff der Ökonomie zurück über alle Kraftfelder der Gesellschaft hinweg. Und es kann nur noch die Rede von 'Gestaltungen' sein: diese Gestaltung, diese Gestaltung und diese Gestaltung; diese Produktionsweise, diese Produktionsweise und diese Produktionsweise; diese Art der freien Unternehmen, diese Art der freien Unternehmen und diese Art der freien Unternehmen, nicht?

Und dann ist natürlich letztlich die Frage zu klären, wie sich das organisiert, wie das den Organismus durchzieht …

Sonntag, 27. März 2011

Raffaels Madonna di San Sisto

Raffaels Sixtinische Madonna: Literarische Zeugnisse aus zwei Jahrhunderten.
Gesammelt und erläutert von Michael Ladwein
240 S., 5 farbige und zahlreiche s/w-Abbildungen, br., ISBN 978-3-85636-159-4, EUR 18.00,CHF 29,00 
Ursprünglich als Altarbild für eine Klosterkirche in Piacenza gemalt, gelangte Raffaels Madonna di San Sisto 1754 nach Dresden und beeinflußte in den folgenden Jahrhunderten nicht nur Künstler und Gelehrte, sondern entfaltete auch eine ungeahnte Popularität quer durch alle Schichten der Bevölkerung. Raffaels Madonna fand ihren Platz in den Herzen der Menschen und wurde zur Inspirationsquelle für Generationen von Malern, Schriftstellern, Musikern und Philosophen.

Ausgewählte literarische Fundstücke und Bilddokumente vermitteln die einzigartige Wirkungsgeschichte eines der bedeutendsten Meisterwerke der italienischen Renaissance und bilden zugleich einen Querschnitt durch mehr als zwei Jahrhunderte deutscher Kulturgeschichte.

Kenntnisreich und mit dem Blick für fesselnde Details hat Michael Ladwein literarische Fundstücke und Bilddokumente aus mehr als zwei Jahrhunderten gesammelt und zu einem Gesamtbild zusammengefügt, das die einzigartige Wirkungsgeschichte eines der bedeutendsten Meisterwerke der italienischen Renaissance vermittelt.

"Hat denn Raphael was anders, was mehr gemahlt als eine liebende Mutter mit ihrem Ersten, Einzigen? und war aus dem Sujet was anders zu mahlen? und ist Mutterliebe in ihren Abschattungen nicht eine ergiebige Quelle für Dichter und Mahler aller Zeiten?" (Goethe)

Sonntag, 13. Dezember 2009

"Jeder Mensch ein Künstler" Joseph Beuys

Wolfgang Zumdick
PAN XXX ttt - Beuys als Denker. Sozialphilosophie – Erkenntnistheorie –Anthropologie
100 S., 20 Abb., Klappenbroschur, ISBN 3-932386-56-6, EUR 12,80 (D), EUR 13,30 (A), sFr 23,40
»Es kommt eine Zeit, in der der Zeit- und Wärmebegriff den Raumbegriff erweitert.« Joseph Beuys
Beuys’ wohl berühmtester Satz: Jeder Mensch ist ein Künstler, war niemals nur als Provokation oder als Sprengsatz gegen den »Materialismus«, gegen den er zeitlebens kämpfte, gedacht. Er ist die Essenz einer im Grunde lebenslangen Wesensbetrachtung: einer, fasst man diesen Begriff nicht zu eng, durchaus philosophisch zu bezeichnenden Wesensbetrachtung des Menschen und der Welt. Die hier vorliegende Schrift ist der Versuch einer Rekonstruktion. Sie geht zurück auf drei Vorträge, die der Verfasser in den letzten Jahren zu diesem Thema hielt. Er verfolgte mit ihnen niemals nur eine rein dokumentarische Absicht. Die neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen im Bereich der sogenannten »Gentherapie« und der Embryonenforschung zeigen erschreckend deutlich, dass das zeitgenössische Denken trotz seiner scheinbaren Dynamik auch weiterhin mechanistisch verharrt. Beuys war der Meinung, dass der Rubikon in dieser Hinsicht schon überschritten sei. Dass wir uns ihm zumindest nähern, zeigt die noch nachklingende philosophische Debatte um Peter Sloterdijk, der ja keineswegs in dem Rufe steht, ein »positivistischer« Denker zu sein. Die Therapie durch ein anderes, dem Menschen trotz all seiner Mängel zugewandten, aufbauenden Denkens ist aktueller als jemals zuvor.
Es war auf den Kriegsschauplätzen der Krim, wo Beuys als Bordfunker eines Sturzkampfflugzeuges den Notruf-Code PAN XXX ttt immer wieder senden musste.
Zwanzig Jahre später, er ist inzwischen Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, taucht das Kürzel in einer seiner spektakulären Kunstaktionen wieder auf. Etwa zeitgleich mit dem Bau der Berliner Mauer prägt Beuys ein Zeichen, das zum Symbol einer ganzen Generation hätte werden können. Beuys künstlerische Morsezeichen entstanden vor einer Szenerie des Untergangs. Er sandte sie gleichsam aus dem Cockpit einer in den Tod stürzenden Moderne hinaus. Und als solche wurden sie von den Zeitgenossen verstanden. Kaum anders wäre es zu erklären, dass Beuys inzwischen unbestritten als einer der einflussreichsten und bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt.
Das Buch zieht die Gedankenkreise noch einmal nach, in denen Beuys seine Kunst entfaltet. Denn was nur wenigen bekannt ist: Seine spröde und verstörende, sich erst allmählich erschließende Kunst gründet in einer sokratischen Liebe zur Wahrheit und Erkenntnis, weswegen man Beuys nicht nur als einen Künstler, sondern mit gleichem Recht auch als einen Philosophen bezeichnen kann. Er selbst hat sein Denken weder ausgearbeitet noch als geschlossenes System überliefert, denn das hätte seiner Forderung nach Offenheit widersprochen, hätte vermutlich sogar seinen künstlerischen Ansatz konterkariert. Aber die Fragmente lassen sich zu einem Bild zusammensetzen, und dieses lautet: PAN XXX ttt.
Inhalt: • Einführung • Ein neugeborenes Kind als Direktor • Vom Ursprung der Freiheit als dem Grund der Kunst • Gong: h = der Mensch • Anmerkungen • Literaturhinweise • Register - Mehr zu Joseph Beuys: "Alles ist Skulptur"

Freitag, 4. Dezember 2009

"Narrenhände ..." oder Schülerkunst

Ute Reeh
Schulkunst - Kunst verändert Schule
192 S., brosch., ISBN 978-3-407-62632-5, EUR 24,90
Schüler/innen malen die Schultoilette nach ihren Vorstellungen aus – ein wirksames Konzept gegen Vandalismus, das Spaß macht. Und eine Form von Schulkunst: selbst gesteuertes, soziales und fächerübergreifendes Lernen, das auf die Erfahrungswelt der Schüler bezogen ist. So lässt sich das Klima an einer Schule nachhaltig zum Besseren verändern. Dieses Buch zeigt, wie das gelingt.
Ute Reeh hat als „Schulkünstlerin“ solche Projekte an einer Düsseldorfer Gesamtschule angestoßen und begleitet. Das reich bebilderte, durchgängig vierfarbige Buch zeigt nicht nur die beeindruckenden Ergebnisse: „Schulkunst“ gibt auch ganz konkrete Hinweise für Lehrer/innen aller Fächer, wie sie an ihren Schulen Veränderungsprozesse durch Kunst anstoßen können – vom Rezept für selbst gemachte Pastellkreide bis hin zu Vorschlägen für ganze Unterrichtsreihen.
Es liegt auf der Hand: - Wer die Schultoilette selbst zur Galerie macht, lässt zukünftig den Edding zuhause. - Wer dabei erlebt, dass er tatsächlich zeichnen kann, wird dieses Selbstbewusstsein auf andere Bereiche schulischen Lernens übertragen. - Wer selbst einen Pausenkiosk im traditionellen Fachwerkstil errichtet (und ihn dann eigenverantwortlich bewirtschaftet), hat zu Trigonometrie und Prozentrechnen auf einmal ein ganz neues Verhältnis.
Rezension Lernklick (Auszug): " ... In einer gekonnten Mischung aus generellen Überlegungen zum Thema Schulkunst bis zu vielen konkreten Beispielen und Anleitungs- oder Umsetzungsvorschlägen schafft dieses Buch Vertrauen in den Gestaltungswillen von Schülern und zeigt die positiven Konsequenzen von einem zielgerichteten Miteinander ... " Zur Rezension

Dienstag, 1. Dezember 2009

Begleitetes Malen mit Kindern

Christina Studer
Kinderwerkstatt Malen - Mit Kindern auf dem Weg der eigenen Bilder
128 S., Ca. 80 farbige Reproduktionen von Kinderzeichnungen, geb. Pappband, ISBN 978-3-85502-877-1, EUR D 19.90, CHF 34.90, EUR A 20.50
Auf der Grundlage ihrer mehr als 20-jährigen Erfahrung hat die Autorin das begleitete Malen mit Kindern weiterentwickelt und reiche Erfahrung damit gesammelt. Anhand konkreter Beispiele schildert sie, wie sie in ihrer pädagogischen Arbeit den unausgesprochenen Fragen der Kinder nachspürt und zusammen mit ihnen und ihren Bildern nach ureigenen Antworten sucht. Entscheidend ist dabei die Grundhaltung: Statt sich dem Kind gegenüberzustellen, setzt sie sich mitfühlend und zuhörend neben das Kind. So werden dessen Botschaften verständlich, ohne dass seine Bilder psychologisch interpretiert werden.
Kurze kommentierende Zwischentexte geben Hinweise auf die pädagogischen Zusammenhänge und Hintergründe. Vielfältige Bezüge zur Erlebniswelt des Kindes und zur Dynamik in der Familie lassen die Lektüre zu einer Reise zu den eigenen kindhaften Seiten werden. Ein Buch für alle Pädagogen und Pädagoginnen wie auch für alle Eltern, die eine wahre Begegnung mit ihren Kindern suchen und sie auf ihrem eigenen Weg begleiten wollen.
Aus dem Inhalt: Der Malraum – eine vorbereitete Umgebung. Kinder in die Stille führen. Pädagogik – Ein Weg der Loslösung. Von der kindlichen Fähigkeit, glücklich zu sein. Konfliktbewältigung durch Kommunikation. Vom Aufbau einer Beziehungsbrücke. Heilender Humor. Überlebensstrategien. Der Weg aus Angst und Enge. Ausgrenzung und Integration. Die Familie als Beziehungsnetz. Unerwünschte Sehnsucht und eingeschlafene Träume
Rezension im malen-befreit-Blog (Auszug): " ... Ein wunderschön gemachtes Buch aus der Praxis. Christina Studer erzählt in vielen anschaulichen Episoden aus ihrem reichen Erfahrungsschatz im begleiteten Malen mit Kindern. So ganz nebenbei wird damit auch ein Verständnis dafür geweckt, was diese Art zu malen für die teilnehmenden Kinder bedeutet ... " Zur Rezension ... Webseiten der Autorin

Freitag, 20. November 2009

Mit den Augen "hören" ...

Albert Soesman
Rembrandt - Spuren des Genius. Heilende Kräfte in der Bildkomposition
durchgehend farbig, brosch., 180 S., ISBN-10: 3-8251-7490-5, ISBN-13: 978-3-8251-7490-3, 32,00 EUR
Eine neue Sicht auf das Werk Rembrandts und anderer bedeutender Künstler von Grünewald über Raffael bis van Gogh: Albert Soesman lenkt sein Augenmerk auf bisher wenig beachtete Kompositionsmerkmale, deren grundlegende Bedeutung für Bildaufbau und Bildwirkung am Beispiel von 24 Meisterwerken der Malerei und Zeichenkunst veranschaulicht wird. In der Begegnung mit seinem Werk nehmen wir Rembrandt auch 400 Jahre nach seiner Geburt weniger als Repräsentant einer vergangenen Epoche wahr denn als Pionier moderner Kunstauffassung, von der unser eigenes ästhetisches Urteil auch noch im 21. Jahrhundert maßgebend geprägt wird. Doch wo in seinen Bildern findet sich dieses »Maß«, durch das sich der künstlerische Genius manifestiert und zugleich unserem Begriffsvermögen entzieht? Nach welchen Gesetzmäßigkeiten lässt sich die nicht nachlassende Intensität und Lebendigkeit seiner Figuren erklären und deuten?
Das Geheimnis Rembrandts und anderer großer Meister, Form und Inhalt zu einer höheren Einheit zu verschmelzen, wird in der Verwandtschaft künstlerischer Gestaltungsprinzipien mit Formkräften und Maßverhältnissen, die auch im Menschen und in der Natur wirksam sind, offenbar. Der Weg zu den Quellen künstlerischer Schönheit führt hier zugleich zum Ursprung einer gesundenden, »hygienischen« Wirkung der Kunst auf den Menschen. Überraschende Einblicke in die Werkstatt des künstlerischen Genius machen dieses Buch zu einer Bereicherung für jeden Kunstliebhaber und bieten wertvolle Anregungen für Künstler, Lehrer und Therapeuten. »Dieses Buch soll dazu beitragen, eine auf akustischem Gebiet vorhandene Gabe, die Wohllaut und Missklang voneinander unterscheiden lässt, auch für unser Sehvermögen zu erschließen, damit wir in der Lage sind, mit dem Auge zu ›hören‹ oder musikalisch zu ›sehen‹.«
Folgende Werke Rembrandts werden in dem Buch behandelt: Der barmherzige Samariter - Die anatomische Vorlesung des Dr. Nicolaes Tulp - Die Rückkehr des verlorenen Sohns - Eine junge Frau im Bett - Die Kreuzaufrichtung - Christus in Emmaus - Christus im Sturm auf dem See Genezareth - Die Vorsteher der Tuchmachergilde (Staalmeesters) - Selbstbildnis mit Kreisen - Isaak und Rebekka (Die Judenbraut) - Danae - Der Sündenfall - Anbetung der Hirten - Maria und die Schlange - Tobias heilt seinen Vater
Des weiteren von folgenden bedeutenden Künstlern: Fra Angelico: Verkündigung - Raffael: Die Heilige Familie mit dem Lamm - Grünewald: Isenheimer Altar - van Gogh: Die Kartoffelesser

Montag, 26. Oktober 2009

Goethe im Unterricht

Gerd Cichlinski
Goethe für Kinder! - Unterrichtsideen für Kinder ab 9 Jahren
Auer Verlag, 104 S., DIN A4, kart., Bestell-Nummer: 03666-1, EUR 18,80
"Man soll jeden Tag wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen ist, einige vernünftige Worte sprechen." (Goethe)
Goethe in der Grundschule, geht das? Ja, es geht! Der Band enthält mehrere praxiserprobte Unterrichtsprojekte zu dem Klassiker der deutschen Literatur. Nach einer methodisch-didaktischen Einführung in das Thema schließen sich Materialkapitel mit Kommentar und Kopiervorlagen an. Die Materialkapitel gliedern sich in:
Aus Goethes Leben - Mit Goethe Texte schreiben - Sprechen und Spielen von Goethetexten - Gestalten mit Goethe - Musik zu Goethes Zeit - Mit Goethe Medien erkunden sowie - Lernspiele rund um Goethe.
Ein Anhang mit hilfreichen Adressen und Literatur rundet das Buch ab. Die handlungs- und produktionsorientierten Materialien verknüpfen dabei die verschiedenen Lernbereiche des Deutschunterrichts mit den Bereichen Kunst, Geschichte und Musik. Auf verschiedenstem Wege setzen sich die Kinder intensiv mit dem Klassiker auseinander. Lebendige Anregungen rund um Goethe, die die Kinder neugierig machen!

Samstag, 17. Oktober 2009

Mit Kindern malen und zeichnen

Thomas Wildgruber
Malen und Zeichnen - 1. bis 8.Schuljahr
375 S., durchgehend farbig, geb., ISBN-13: 978-3-7725-2198-0, 29,90 EUR
Mit Kindern zu malen und zu zeichnen kann eine große Freude sein. Nicht aus einem Mangel heraus, nicht zu einem Nutzen, einfach in den Tag hinein schaffen sie ihre Werke. Die Bilder fließen aus einem Überfluss, sind immer ein Neuanfang; sind sie getan, sind sie schon vorbei. Ihre Spuren hinterlassen sie in den Schöpfern selbst: in ihrer seelischen und leiblichen Bildsamkeit.
Thomas Wildgruber bietet dem Lehrer für jedes Schuljahr wichtige Gesichtspunkte und konkrete Hilfestellungen. 280 detaillierte Aufgabenstellungen, illustriert durch etwa 800 Schülerbilder, geben ihm eine Fülle von Anregungen zu einem gelungenen Kunstunterricht. Alle Aufgaben sind menschenkundlich und fachlich-künstlerisch erklärt und werden durch Kompetenzprofile für die jeweiligen Altersstufen ergänzt. Dabei ist der Ansatz, der aus den Kunsttheorien der Klassischen Moderne entwickelt wurde, so allgemein gehalten, dass auch Kursleiter und Eltern, die mit Kindern malen wollen, mit Gewinn auf das Buch zurückgreifen können.
Inhaltsverzeichnis: Die malerischen Mittel in der Kunstdidaktik | Cézanne, Matisse, Goethe, Hölzel, Itten, Kandinsky, Steiner | Das Metaphysische im Kunstwerk | Kompositionsanalysen. Synästhesien: Der Sehsinn und die Leibsinne | Zwölf Übungen nach Lajos Boros: Ein Kurs für Erwachsene | Formenzeichnen: Von der Linie zur Fläche | In die neue Dimension | Freies und angeleitetes Zeichnen | Tafelbilder: Vorbild und Nachahmung | Malen mit Spielregeln | Kunstunterricht – Lebensschulung | Der Kunstunterricht von der 1. bis zur 8. Klasse. 280 praktische Aufgabenstellungen

Freitag, 16. Oktober 2009

Wie führt man Kinder an Kultur ...

Gregor Dolak
Bühnenhits für Kids - Die 33 schönsten Opern und Theaterstücke für Kinder und Jugendliche. Ein Ratgeber für Eltern, Erzieher und Theaterleute
112 S., 28 farbige und 1 s/w-Abb., brosch., ISBN 978-3-89487-599-2, EUR [ D ] 14.90, SFR 27,90, EUR(A) 15,40
Wie führt man Kinder an Kultur, an Theater und die Oper heran? Selbst theaterbegeisterte Eltern fühlen sich hier oft überfragt. Konkrete und praktische Antworten liefert dieser neue Focus-Schule-Ratgeber. Nach Altersgruppen (4 bis 15 Jahre) und Genres gegliedert, stellt der ebenso informative wie vergnüglich zu lesende Führer von Focus-Kulturredakteur Gregor Dolak 33 Opern und Theaterstücke aus dem gängigen Repertoire vor, die für ein junges Publikum besonders geeignet sind. Eine ausführliche Einleitung verrät Wissenswertes zu allen Fragen rund um die Bühne, ein Glossar erläutert die wichtigsten Fachbegriffe. Fotos von bekannten Inszenierungen und liebevoll gezeichnete Illustrationen sorgen für eine abwechslungsreiche Innengestaltung. Eine wertvolle Orientierungshilfe für Eltern, Erzieher und Theaterleute - aber auch ein guter Überblick für erwachsene Einsteiger in die Welt der Bühne.
Rezension in 'Focus Schule online' (Auszug): "Komm mit hinter den Vorhang!" Endlich gibt es einen Theater- und Opernführer für Kinder und Jugendliche. Experte Gregor Dolak hat ihn für die Buchreihe von FOCUS-SCHULE geschrieben ... Oskar hat mehr gesehen als ich. Viel mehr. Dabei bin ich Bühnenkritiker mit professionellem Blick, und er ist mein vierjähriger Sohn, der noch nie zuvor im Theater war. Aber während ich nur die durchgesessenen Sitze bemerkte, mich über die abgetragenen Kostüme wunderte, schaffte Oskar es, die schmuddelige Realität zu übersehen. Er nahm die zauberhafte Welt dahinter wahr. „Alles echt“, staunte er. Die Kuh, der Rabe, der Hase, dargestellt von Schauspielern – alle echt. Ihre Ställe, Höhlen, Nester, die der Bühnenbildner mit Sesseln vom Sperrmüll witzig möbliert hatte – alle echt. So viel wirklich wahre Wahrhaftigkeit, das war nicht wenig für Oskars ersten Theaterbesuch ... " - Zur Rezension

Dienstag, 13. Oktober 2009

Werke von Künstlerinnen und Künstlern mit geistiger Behinderung

Lebenshilfe-Kalender SEH-WEISEN 2010 - Von der Alm nach Afrika
Zum Preis von 13,90 Euro (zuzüglich Porto und Verpackung) sind die SEH-WEISEN 2010 bei allen örtlichen Lebenshilfen erhältlich oder direkt zu bestellen bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Raiffeisenstraße 18, 35043 Marburg, Email: vertrieb @ lebenshilfe.de, Fax: 06421/491-623, Der Erlös kommt der Lebenshilfe-Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung zugute.
Wer diese Reise macht, kann viel erleben. Im Januar darf man sich in einer Hängematte niederlassen, im Februar die Bäume am Weg bewundern. Das Titelblatt nimmt uns mit auf die Alm und im März geht es nach Afrika. Der SEH-WEISEN-Kalender 2010 der Bundesvereinigung Lebenshilfe enthält 13 Werke von Künstlerinnen und Künstlern mit geistiger Behinderung. Bunt, exotisch und fröhlich präsentieren sie ihre Sehweise auf die Welt. Und schlagen damit eine Brücke von Mensch zu Mensch, ob mit oder ohne Behinderung.
Auf den Rückseiten der Kalenderblätter melden sich die Künstlerinnen und Künstler selbst zu Wort und geben einen Einblick in ihr Leben. Viele von ihnen arbeiten schon seit Jahren erfolgreich in Ateliers unter künstlerischer Leitung, einige können sogar auf eigene Ausstellungen stolz sein. Der 30 mal 39 cm große Lebenshilfe-Kalender enthält acht heraustrennbare Postkarten mit einer Auswahl der Kalendermotive. - lebenshilfe.de

Sonntag, 11. Oktober 2009

Kunst mit Kindern in Unterschleißheim bei München

Maryna Mudra ist gebürtige Ukrainerin, lebt und arbeitet als Künstlerin in Unterschleißheim bei München
Ihre Schwerpunkte: Malerei: Acryl, Öl, Aquarell, Gouache, Stift etc. Gestaltung: Glas, Mosaik etc. Floristik, Gartengestaltung.
"Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Kunsterziehung und gebe Kunstunterricht für Kinder von 3 bis 6 Jahre alt. Wir beschränken uns in diesen Kursen nicht auf eine bestimmte Technik oder Stil, sondern probieren alles aus. Es ist mir wichtig, Kinder in ihrer kreativen Entwicklung zu unterstützen, künstlerischen Blick und Fähigkeiten fördern, unabhängig von der Begabung. Es bereitet mir Freude zu sehen, wie die Kinder danach staunen, dass sie so etwas schönes schaffen können."
Warum ich hier auf sie hinweise? - Sie hat mir verraten, daß sie an einem Kinderbuch arbeitet, "das künstlerisches Verständnis und einige Begriffe in Form von einer Geschichte an Klein- und Vorschulkinder vermitteln soll" - aber darauf müssen wir noch ein wenig warten :-) - Maryna Mudras Webseiten

Donnerstag, 15. Januar 2009

Löwenherzen - ein Kinderhospiz LEBT

Natalie Metzger
Dem Tag viel Leben geben - Bildband über die Arbeit im Kinderhospiz Löwenherz in Syke
Bethel Verlag, 160 S., 99 Fotos, ISBN 978-3-935972-15-4, Euro 39,90
"Auszug aus dem 160-seitigen Fotoband mit 99 Fotos, deren Aussage von Zitaten der Mitarbeiter unterstützt wird.
In der heutigen Gesellschaft weckt der Begriff ,,Hospiz“ meist Gedanken an Tod und Sterben. Die Zielsetzung eines „Kinderhospizes“ ist jedoch eine andere. Der Begriff „Hospiz“ ist zwar enthalten, aber hier steht das Leben im Mittelpunkt – auch wenn der Gedanke an den vorzeitigen Tod der Kinder bleibt.
Das Leben ist irgendwie anders und doch ganz normal. Vorlesen, hören, fühlen. Den Tag erleben, Geborgenheit fühlen und Gleichgewicht erfahren. Alles hat seine Zeit. So wird jeder Tag zu einem Gewinn ... ZIELSETZUNG Auf der menschlichen Ebene über die Existenz dieser Einrichtung zu informieren und die Angst zu nehmen vor Krankheit und Tod – am Beispiel des Kinderhospizes „Löwenherz“ in Syke bei Bremen. Fotografisch ein so stark emotionalisiertes Thema in allen Farben zu präsentieren. Denn das Leben ist bunt, immer anders und nie gleich ..." Mehr zum Buch und Bilder - Webseiten des Kinderhospizes Löwenherz

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Liza Dorogova - Лиза Дорогова: 15 Jahre (лет)

"Seit Kinderjahren male ich sehr gerne
Я с детства люблю рисовать"

"Hallo, liebe Freunde! Ich heisse Liza Dorogova. Ich bin 15 Jahre alt. Seit Kinderjahren male ich sehr gerne. Ich beschäftige mich mit Aquarell- und Ikonenmalerei. Ich hab' die Malschule "Blagogowenie" beendet. Mein Lehrer ist V. A. Owod. Die Weinachtsferien 2007-2008 hab' ich in Deutschland verbracht. Einen Monat lebte ich bei meinen Gasteltern Carola Bussemas und Rene Unger ...
Привет! Меня зовут Лиза Дорогова. Мне пятнадцать лет. Я с детства люблю рисовать. Занимаюсь акварелью и иконописью. Я закончила художественную школу "Благоговение". Мой учитель - В. А. Овод ..." -
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Liza schreibt auch Gedichte. So hat sie auch ein Birkengedicht geschrieben:

Nenn mich bitte “meine Birke",
Birke aus dem Russenlande”.
Und die Blätter deiner Birke
Nimm zu ihrer Liebe Pfande.

Nimm den weissen Birkenstamm,
Nimm die reinen Birkenblätter
Nimm mir alles, was Du willst,
Nimm den grünen Birkenflätter.

Nur das Einz'ge lass der Birke,
Birke aus dem Russenlande,
Lass ihr dummes Mädchenherzlein,
Mädchenherzlein – Gottes Herzlein.

Nenn mich bitte “meine Birke",
Birke aus dem Russenlande”.
Und mein dummes Mädchenherzlein
Lass' zu meiner Freiheit Pfande.


Liza habe ich "kennen gelernt" in der aktuellen Ausgabe der "Lese-Drehscheibe" vom Papierfresserchens MTM-Verlag, in dem von Liza auch schon Bilder, Gedichte, kleine Geschichten erschienen sind.

Außerdem sind wir dem Verlag sehr dankbar dafür, daß er in seiner "Lese-Drehscheibe" unsere heilpädagogische Schule "Talisman" vorstellt: herzlichen Dank! Die Zeitschrift (1,9 MB) mit vielen weiteren Artikeln und Anregungen für Kinder und Jugendliche können Sie sich hier herunterladen

Sonntag, 14. September 2008

Kinder, Kunst und Kreativität

Kulturelle Bildung in der Praxis
Kindertagesbetreuung als frühkindliche Bildung? - Einflüsse von Migration und Bildungsstatus / Künste machen Kinder kompetent - Einführung von Bildungs- und Erziehungsplänen in Kindertageseinrichtungen / Kunst und Kreativität von Anfang an - Zur Bedeutung frühkindlicher ästhetischer Bildung in Deutschland / Aller Anfang ist leicht - Jugendkunstschulen als Akteure frühkindlicher Bildung / Weg vielfältiger Selbstbildung - Rhythmisch-musikalische Erziehung im Vielklang der aktuellen Bildungspolitik / Mit Musik ins Leben - Musikalische Bildung von Anfang an / Geknautscht und gelesen - Schwerpunkte der Stiftung Lesen im Bereich frühkindliche kulturelle Bildung - PDF-Datei

Dienstag, 9. September 2008

"Der Sixtus ist an Künsten reich ..."

Das Albert-Sixtus-Archiv geht online
(openPR) - Endlich ist es soweit: Albert Sixtus, einer der wohl bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren der 20er und 30er Jahre erhält einen Platz im Internet.
Neben seinem beliebtesten Bilderbuch „Die Häschenschule“ schuf der Dichter zahlreiche andere Werke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Obwohl einige seiner erfolgreichsten Bilderbücher bis heute verlegt werden, sind Fakten über ihn und sein Schaffen kaum bekannt. Doch manchmal geschehen noch Wunder. Vor einger Zeit fand man völlig unerwartet einen großen Teil seines Nachlasses. Dabei handelt es sich um zahlreiche Bücher, unveröffentlichte Schriften, Manuskripte, Verlagsverträge und Briefe. Wertvollster Fund: die handschriftliche Urfassung der Häschenschul-Verse.
In mühevoller und zeitaufwändiger Kleinarbeit widmete sich das neu gegründete Albert-Sixtus-Archiv der Aufarbeitung dieses kostbaren Nachlasses und stellt nun für alle Fans und Interessierte die neu gewonnenen Erkenntnisse über den Autor auf www.albert-sixtus.de zur Einsicht. Der Inhalt dieser Seite umfasst sowohl eine Biographie Albert Sixtus` als auch eine umfangreiche Werksübersicht sowie einige Hintergrundinformationen zu seinen bekanntesten Werken „Die Häschenschule“ und „Das Geheimnis des Riesenhügels“. Im Aufbau befindet sich eine Rubrik aktueller Buchempfehlungen. openPR-Meldung und >>> Zum Albert-Sixtus-Archiv

Mittwoch, 13. August 2008

MUS-E - Hauptprojekt der Yehudi Menuhin Stiftung

MUS-E - Ich spreche Muse, was sprichst Du?
Das Hauptprojekt der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland ist MUS-E, ein europaweites künstlerisches Programm für Schulen. Ziel ist es, über die Arbeit mit Künstlern die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen zu entfalten, ihre Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu fördern und ihre soziale Kompetenz zu stärken. Einmal pro Woche bestreiten Künstler aus Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst zwei Schulstunden im Kernbereich des Unterrichts unter Mitwirkung der Lehrer. MUS-E eröffnet insbesondere Kindern in sozial benachteiligten Stadtteilen den Zugang zu Kunst und macht erfahrbar, dass Vielfalt von Individualität und kultureller Herkunft jede Gemeinschaft bereichert. - Yehudi Menuhin Stiftung

DEM HIMMEL EIN STÜCKCHEN NÄHER: „Wir werden geboren mit dem Gedächtnis unserer Art und einem Gespür für kommende Möglichkeiten. Solange diese Möglichkeiten lebendig sind und am Leben erhalten werden, ist die Kindheit wie eine lange, fast ewige Morgendämmerung.“ Yehudi Menuhin - Mehr zu MUS-E (pdf)

Samstag, 12. Juli 2008

Norbert Knitsch: Theaterpädagogik

Knitsch, Norbert
Theaterpädagogisches Handeln
in psychosozialen Prozessen als Gegenstand der Forschung

2006, 158 S., 24,00 €
In dieser Studie wurden die sozialen Strömungen untersucht, die im Interaktionsraum zwi-schen den Akteuren Theaterpädagoge/-pädagogin und psychosozial gefährdeten Kindern und Jugendlichen ihre Wirkung zeigen. Dazu wurden die Einrichtungen untersucht, in denen die Klientel beschult, therapeutisch behandelt oder gesetzlich einer erzieherischen Maßnahme zugeordnet wird: - Kinder- und Jugendpsychiatrie - Schule für Lernhilfe - Neue Ambulanten Maßnahmen (NAM - Gerichtshilfe). Der Autor stellt deshalb die These auf, dass die gesammelten institutionellen Erfahrungen der Klientel, produziert und provoziert allein durch den sozialen Organismus der Institution selbst, nicht ohne Wirkung auf den Heilungsprozess bleiben können.
Der Autor Dr. Norbert Knitsch (geb. 1954), Diplom-Sozialpädagoge und Theaterpädagoge, ist Mitbegründer des Instituts für Theaterpädagogik Ostfriesland (TAG) und Lehrbeauftragter, u. a. an der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Emden. Leseprobe - Inhaltsverzeichnis und Warenkorb (Bestellung)

Theater der Stille - Theaterpädagogik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
2002, 185 S., 16,00 €
In seinem zweiten Buch berichtet Norbert Knitsch über seine Erfahrungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei gelingt es ihm auf beeindruckende Weise, auf die therapeutische Kraft der Theaterpädagogik aufmerksam zu machen. "Mit seiner eigenen Interpretation, der eigenen Wortwahl und der Wortwahl der Patienten beschreibt er sehr plastisch und ansteckend, was er macht und wie seine Arbeit entsteht. Es gelingt ihm der Spagat zwischen der Vergangenheitsbewältigung und der Lösung in der Zukunft dadurch, dass er die jungen Protagonisten da abholt, wo sie stehen. Das macht er mit einer Fülle von Beispielen deutlich, was sein Buch zu einem angenehmen Lesebuch macht, das gleichzeitig Spaß macht und theoretisches Wissen vermittelt." In der Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Spielleiter zeigt er, wie wichtig das Relativieren der eigenen Position im Umgang mit Menschen ist. Damit erhält das Buch eine weitere Dimension: Man wird als Leser eingeladen, sich in seiner eigenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu hinterfragen und in den Spiegel unseres unsichtbaren Theaters zu schauen ... Leseprobe - Inhaltsverzeichnis und Warenkorb

Die Kraft des Theaterspiels
2000, 111 S., 12,00 €
Knitsch erzählt über seine schauspielerischen und theaterpädagogischen Erfahrungen und Erkenntnisse aus Theaterprojekten und Inszenierungen der letzten Jahre. Dazu gehört die Arbeit mit kriegsgeschädigten Kindern und Jugendlichen in Sarajevo, Spielzeiten in Peru und Kolumbien und Theaterarbeiten mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Seine Erlebnisse schildert er nicht nur für Theaterspieler und Theaterpädagogen, sondern auch für diejenigen, denen das Theater bisher fremd geblieben ist. Dieses Buch ist ein Fachbuch, das zu einer interessanten Lesereise einlädt. Leseprobe - Inhaltsverzeichnis und Warenkorb

Dienstag, 1. Juli 2008

Praxisforschungsprojekt – Leben lernen

Praxisforschungsprojekt - Leben lernen
Im Praxisforschungsprojekt - Leben lernen ("Woher wir kommen, wohin wir gehen") werden in verschiedenen "Projekt-Laboratorien" neue Lern- und Bildungsformen erarbeitet und untersucht, im Hinblick auf eine gemeinsam von Jugendhilfe/Jugendarbeit, Kunst/Kulturvermittlung und Schule/Unterricht gestaltete ganzheitlichen Ganztagsbildung. Gemeinsam mit Partnerschulen, Schülern und Eltern werden kulturelle Projekte entwickelt und durchgeführt, um eine lebendige Lernkultur zu schaffen. - Leben lernen

Donnerstag, 5. Juni 2008

Karin Soika: Kunst und Wissenschaft in Schulen

Über das Projekt
Nicht erst seit der PISA-Studie ist bekannt, dass für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auch sinnliche Erfahrungen wichtig sind. Die aktive Auseinandersetzung mit Musik, bildender Kunst, Theater, Tanz, Literatur, Film und neuen Medien ist eine Grundvoraussetzung, um selbst kreativ und verantwortungsbewusst handeln zu können.
Wir vereinen in unserer Gesellschaft viele Mitglieder, die in diesen künstlerischen Bereichen arbeiten und dabei gerne als Partner für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen bzw. hier bereits aktiv sind. Die Datenbank KiS - Kunst in Schulen möchte die so wichtige Vernetzung von Künstlern/Künstlerinnen und Kulturschaffenden auf der einen und lehrend und erzieherisch Tätigen auf der anderen Seite erleichtern. Das Ziel ist eine umfassende Datenbank, die Theater- und Filmschaffende, Autoren und Übersetzer, Musiker, Tänzer und bildende Künstler mit ihrem persönlichen Angebot für die Arbeit mit Kindern und jungen Menschen vorstellt.
Wir laden Sie herzlich ein, die Datenbank KiS - Kunst in Schulen zu nutzen - denn sie ist ein Hilfsmittel, das erst durch seinen praktischen Einsatz sein volles Potential entwickeln kann. Künstler und Künstlerinnen können sich hier kostenfrei in die Datenbank von KiS - Kunst in Schulen eintragen. - Kunst in Schulen

Über das Projekt
Vor ca. 2 Jahren startete die die Datenbank KiS - Kunst in Schulen (http://www.kunst-in-schulen.de), ein non-profit Projekt, das Kunstschaffende mit ihrem persönlichen Angebot für die Arbeit mit Kindern und jungen Menschen vorstellt und so die Kontaktaufnahme zwischen Kunst- und Kulturschaffenden einerseits und Schulen und Jugendeinrichtungen andererseits vereinfacht. Die Datenbank hat sich mittlerweile gut etabliert.
Mit den Erfahrungen von KiS - Kunst in Schulen im Hinterkopf hatte ich dieser Tage Gelegenheit, mit einigen Wissenschaftlern des Geoforschungszentrum Potsdam und der Universität Leipzig zu sprechen , und mir fiel auf: Wissenschaftler sitzen ja im selben "Elfenbeinturm" wie Künstler, d. h. weit weg und schier unerreichbar für die Bürger.
So kam mir die Idee, das es eigentlich Sinn machen würde, ein Paralleluniversum schaffen: eine Datenbank Wissenschaft in Schulen, die ähnlich wie KiS funktioniert: Schulen und Jugendeinrichtungen können wissenschaftliche Bildungsangebote per Detailsuche durchforsten und alle Ansprechpartner sind per Mausklick verfügbar. Auch diese Wissenschaftsdatenbank soll wieder als unabhängiges non-profit Onlineprojekt funktionieren (Finanzierung der Umsetzung und Technologiesponsoring sind bereits geklärt und zugesagt). - Wissenschaft in Schulen