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Mittwoch, 1. Juni 2011

Der Kidsproxy - ein Hilfsmittel für Eltern

Kinder sicher im Netz

Schon in sehr jungen Jahren bewegen sich unsere Kinder ins Internet und erobern spielerisch die Welten des World Wide Webs. Diese virtuelle Welt ist sehr informativ, hat für die Kinder einen hohen "Fun-Faktor" birgt aber auch einige Gefahren in sich. Werbung, Shops und Abo - Systeme sind ein beliebtes Mittel, um über die Kinder an die Geldbörse der Eltern zu gelangen. Selbst Kinderwebseiten sind heutzutage damit vollgepackt.

Für uns Eltern ist es daher nicht immer ganz leicht mit den neuen Medien mitzuhalten und ständig den Kids beim Surfen über die Schulter zu schauen. Dennoch ist unser Angebot nicht als "Parkplatz vor dem PC" gedacht und die medienpädagogische Aufklärung können wir Ihnen als Eltern leider auch nicht abnehmen. Reden Sie daher öfters mal mit Ihren Kindern darüber!

Der Kinder-Proxy gibt Ihnen die Möglichkeiten, dass:

   1. Ihr Kind anonym surfen kann,
   2. Ihr Kind nur auf zugelassene Kinderwebseiten kommt
   3. Sie als Eltern diese Webseiten festlegen können,
   4. Sie die Internet-Zeiten sehr detailliert regulieren können,
   5. Sie die PC-Zeiten bestimmen können und
   6. Sie zusätzliche Tipps für einen sicheren Kinder - PC erhalten.

Der Kinder-Proxy arbeitet nach einem sogenannten "Whitelisten-Prinzip". Das heißt, Ihr Kind erreicht nur geprüfte Webseiten aus der echten Suchmaschine für Kinder & Teenager Loopilino® oder aus der Suchmaschine für Mädchen und Jungs und/oder von Ihnen speziell zu löschende bzw. beantragte URLs.

Freitag, 20. Mai 2011

Kinder verstehen

Frank und Gundi Gaschler
Ich will verstehen, was du wirklich brauchst
- Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern.
Ppb., Brosch., 144 S., ISBN: 978-3-466-30756-2, € 14,95 [D], € 15,40 [A], CHF 24,90
Sagen, was mich stört, ohne dabei Vorwürfe zu machen. Offen zuhören, auch wenn der andere laut wird: Mit Einfühlung und Empathie gelingt es, sich auch in schwierigen Situationen aufrichtig auszudrücken und gleichzeitig dem Gegenüber respektvoll zu begegnen.
• Eine der erfolgreichsten Kommunikationsformen der letzten Jahre
• Konfliktlösung, bei der alle gewinnen
• Ein Ratgeber für Eltern, ErzieherInnen, Lehrkräfte

"Seit mir klar geworden ist, daß ich nicht nur die Rolle »Papa« verkörpere, sondern auch ein Mensch bin, der Bedürfnisse haben darf – und diese auch sättige –, hat sich in unserer Familie sehr  viel  verändert.  Es  ist  ein  Miteinander  anstatt  ein  aufopferndes Füreinander. Ich gebe, weil ich es tun will, und nicht, weil ich muß. Wenn ich nicht bereit bin, es zu geben, dann gibt es vielleicht jemand anderes. Wenn ich es tue, dann ist es ein Geschenk – ohne Gegenleistung, Verpflichtung oder Schuld. Es ist mir eine Freude zu schenken und ich genieße es, sehen zu können, wie herrlich ich täglich von meinen beiden Mädchen genauso beschenkt werde. Heute halte ich die Absicht, mit der wir miteinander kommunizieren, für den Schlüssel zur Haltung der Gewaltfreien Kommunikation schlechthin. Reden wir miteinander, um die eigenen Ziele zu erreichen, Recht zu bekommen, zu überzeugen, zu gewinnen? Oder wollen wir verstanden werden und den anderen verstehen? »Worum geht es mir eigentlich, wenn ich mit dir rede?«"


Donnerstag, 28. April 2011

Zum 90. Geburtstag von Joseph Beuys (12. Mai 1921 - 23. Januar 1986)

Rainer Rappmann (Hrsg.)
Denker, Künstler, Revolutionäre - Beuys, Dutschke, Schmundt, Schilinski: Vier Leben für Freiheit, Demokratie und Sozialismus
Mit Beiträgen von Joseph Beuys, Heinrich Böll, Wilfried Heidt, Karlheinz Flau, Henning Köhler, Walter Kugler, Rainer Rappmann, Ulrich Rösch, Peter Schilinski, Wilhelm Schmundt, Johannes Stüttgen und Ulle Weber.
FIU-Verlag, 180 S., 130 Abb., ISBN : 978-3-928780-13-1, 24,00 Eur[D] / 24,70 Eur[A] / 37,00 CHF

Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben: Diese qualitativen Unterschiede im Begreifen der Ideale der Französischen Revolution hat zum ersten Mal Rudolf Steiner vollzogen. An seine Forschungen als auch konkret realgeschichtlichen Bemühungen knüpften bewußt Wilhelm Schmundt und Peter Schilinski an, aber auch Joseph Beuys, der wiederum mit den beiden Letztgenannten intensive Erkenntnis- und Arbeitskontakte pflegte. Nicht mit Steiner, aber mit Schilinski und Beuys hatte Rudi Dutschke persönlichen Kontakt, der von demselben Geist, nicht aber von seiner identischen Auslegung, wie sie von Steiner vorgetragen wurde, angeregt war. Es bestand ein menschlich-schicksalhafter Zusammenhang zwischen den Genannten, und die hier angesetzte Betrachtung geht davon aus, daß die jeweilige Dreigliederungsauslegung und -ausführung die Erkenntnis und Tat jeweils einer ganz bestimmten Persönlichkeit ist. (Rainer Rappmann/Hrsg.).

Was verbindet die Namen Joseph Beuys, Rudi Dutschke, Peter Schilinski und Wilhelm Schmundt? Es ist der rote Faden eines emanzipatorischen Menschheitsimpulses, der geschichtlich in einem Fall als Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, in einem anderen in der Begrifflichkeit "Dreigliederung des sozialen Organismus", "Freier demokratischer Sozialismus" oder "Soziale Plastik" in Erscheinung getreten ist und der das Gesicht und die Handschrift unterschiedlichster Menschen getragen hat und trägt. Hierzu gehören nicht nur – aber doch in ganz besonderer Weise – die vier Menschen, um die es in dieser Publikation geht. Sie haben ihr Leben diesem Impuls gewidmet. – Das Buch verfolgt ihre Spuren von Mitte der 40er bis Ende der 80er Jahre, also über einen Zeitraum von über 40 Jahren und beleuchtet – insbesondere aus der Sicht von Weggefährten aber auch in Selbstzeugnissen – das WIE ihres Wirkens und Zusammenwirkens.

Aus einem Interview mit Joseph Beuys zur direkten Demokratie (Volksabstimmung)

Rappmann: Inwieweit wird eine zukünftige Gesellschaft von direktdemokratischen Formen geprägt sein?

Beuys: Eine zukünftige Gesellschaft muß selbstverständlich von direktdemokratischen Formen geprägt sein.

Rappmann: Es wird ja immer gesagt: Wir können nicht über alles und jedes abstimmen!

Beuys: Nein, das ist ja in dem Augenblick auch geklärt, wenn man eine Vorstellung vom sozialen Organismus hat – wie also das Recht im sozialen Organismus wirkt –, dann weiß man, daß nicht jedermann über alles abstimmen kann, sondern daß sich das Demokratische, d.h. das Rechtselement, abspielen muß nach verschiedener Weise, daß Grund- und Lebensrechte durchaus von der Mehrheit entschieden werden müssen, beispielsweise also, daß die Mehrheit durchaus partizipieren kann an der Herstellung einer Volksverfassung, einer demokratischen Verfassung, daß sie aber nicht Sach- und Fachfragen, wo Sachkenntnis die Voraussetzung für die Urteilsbildung ist, durch Mehrheitsbeschlüsse entscheiden kann, z.B. über das Schulrecht dieser oder jener Schule. Das kann nur ein Rechtselement sein, das von denen praktiziert wird, die substantiell diese Institute tragen, in Autonomie tragen. Das sind ja alles jetzt schon Zukunftsbilder; denn heute haben wir das Modell ja nicht. Die Waldorfschule ist ja auch keine autonome, sich selbst verwaltende Schule. Sie ist ja noch weitgehend abhängig und ist noch lange keine freie Schule. Aber ich meine, in dieser Vorstellung muß doch enthalten sein, daß demokratische Prozesse sich so abspielen und sich aus Mitgliedschaften abspielen. Mit 'Mitgliedschaften' meine ich ganz einfach aus Menschen heraus, die die Probleme am Ort dann kennen, die natürlich nicht plebiszitär rechtlich eingerichtet werden, sondern aus Eigeneinsichten sich rechtlich einrichten und dann natürlich nicht gegen die allgemeine Volksverfassung verstoßen dürfen, z.B. nicht gegen ein zukünftiges Finanzrecht verstoßen dürfen.

Das ist ja das große Bild der Rechtsform: der Stammbegriff der Rechtsform. Auf den müssen wir immer schauen. Das ist das, was die Volksverfassung ist, was die demokratische Verfassung ist. Sie bezieht sich ja gar nicht auf Vorgänge in den einzelnen Unternehmungen. Rechtsformen, die sich ja die einzelnen Unternehmungen für ihre Arbeit herstellen müssen, müssen also auf Eigentätigkeit der Mitgliedschaften an den jeweiligen Produktionsstätten ja geschehen. Also müssen demokratische Entschlüsse so und so plebiszitär in Gang kommen, aber auch durch die Unternehmungen in Gang kommen.

Das ist ja auch der totalisierte Kunstbegriff und damit bin ich ja auch ganz eng mit (Wilhelm) Schmundt zusammen, auf eine ganz andere Art und Weise zwar; denn in dem Augenblick, wo sich der Kunstbegriff totalisiert, bezieht er sich ja nicht nur auf die Kultur, sondern bezieht sich auf jede menschliche Tätigkeit: „Jeder Mensch ist Künstler!" D.h. die Kunst wird zum Modell des Gestaltens. Die Frage des Gestaltens ist also eine universelle und ist nicht nur interessant für Künstler etwa, sondern ist für jedermann interessant, aber ist auch die Frage, um zu Neugestaltungen in den verschiedenen Kraftfeldern der Gesellschaft zu kommen, eben im Kraftfeld der Freiheit, im Kraftfeld der Gleichheit und im Kraftfeld der Brüderlichkeit. Wenn sich dieser Kunstbegriff totalisiert, ist damit der Ökonomiebegriff totalisiert (vgl. hierzu J. Beuys: Das Museum, Wangen 1993, S. 44 ff).

Ja, das ist ganz klar. Das ist ein automatischer, selbstverständlicher Verlauf, wenn ich den Kunstbegriff sich nicht mehr beziehen lasse auf die Künstler oder die Kultur alleine, sondern sich beziehen lasse auf jedermanns Lebensformen, Gestaltungsfragen von jedermann und auf das ganze Problem des zu gestaltenden sozialen Organismus, dann ist dies die Weise der Produktion, ganz allgemein. Und damit ist geklärt, daß auch der Ökonomiebegriff sich totalisieren muß; denn er läuft ja gleich. Das ist ja ein sich integrierender Begriff.

Also, wenn ich jetzt die Kunst totalisiere über alle Kraftfelder des sozialen Organismus hinweg, springt mir von selbst der Begriff der Ökonomie zurück über alle Kraftfelder der Gesellschaft hinweg. Und es kann nur noch die Rede von 'Gestaltungen' sein: diese Gestaltung, diese Gestaltung und diese Gestaltung; diese Produktionsweise, diese Produktionsweise und diese Produktionsweise; diese Art der freien Unternehmen, diese Art der freien Unternehmen und diese Art der freien Unternehmen, nicht?

Und dann ist natürlich letztlich die Frage zu klären, wie sich das organisiert, wie das den Organismus durchzieht …

Samstag, 16. April 2011

"Man sieht nur mit dem Herzen gut" (Antoine de Saint-Exupéry)

Sandra Schuster-Böckler, Illustrator: Florian Schuster-Böckler
Zauberwaldtrilogie, Band 1 - Zu Besuch bei Mantelbart
Für Kinder ab dem 5. Lebensjahr zum Vorlesen und für Jugendliche und Erwachsene, die das Herzen-Sehen nicht verlernen wollen
Informationslücke-Verlag 2011, gwb., 36 S., ISBN: 978-3-905955-17-0, 14,90 EUR, 25,00 CHF
Geschichten aus dem Zauberwald! Die Existenz der Zauberwälder ist bedroht. Die Menschen verlieren immer mehr ihre Gabe, das Herzen-Sehen. Die zwölfjährige Sarah wird diese Schulferien niemals vergessen. Nach ihrem Besuch bei Schneider Mantelbart fasst sie einen Entschluss. Sie will die Zauberwälder retten! Die Zauberwaldbewohner legen ihr Schicksal in Menschenhand - das hat es noch nie zuvor gegeben …


"Hallo Du, ja Dich meine ich, mein Name ist Oleandra, ich wohne im Zauberwald. Candelia ist meine Schwester. Ich möchte Dir eine Geschichte erzählen, sie handelt vom Herzen-Sehen und warum diese Gabe bedroht ist. Zuerst erzähle ich Dir von dem lieben Schneider Mantelbart, der in einem Fingerhut wohnt.Wenn Du Dir den Schneider genau anschaust, siehst Du, dass sein Schnurrbart auch gleichzeitig das warme Fell an seinem Mantel ist. So ist Mantelbart nie kalt, weil sein langer Schnurrbart kuschelig ist und ihn immer wärmt. Mantelbart ist schon sehr alt, mindestens 300 Jahre. Er wohnt im Zauberwald, dort wo alle leben, die ein gutes Herz haben und barmherzig sind. Der Zauberwald ist ein freundlicher Wald, alle Bäume und Blumen sind liebenswürdig und heißen jeden Gast willkommen. Auch die Elfen und Waldgnome freuen sich über Besucher.

Die Zauberwaldgemeinde feiert ein Mal im Monat ein Fest. Alle Bewohner machen sich dann besonders hübsch und treffen sich auf der großen Lichtung, die direkt hinter Mantelbarts Fingerhuthaus liegt. In den Vollmondnächten wird die Waldlichtung zum Festplatz ... “ (Mehr zum Buch)

Zu einem Projekt der Autorin: Bei meinen Recherchen zu dem Amoklauf in Winnenden fiel mir auf, dass es meist die Erwachsenen sind, die erklären, was in unseren Kindern vorgeht ... In den Medien überschlugen sich die Meinungen zu Präventivmaßnahmen, es war die Rede von Waffengesetze verschärfen, Computerspiele verbieten und mehr Sicherheit an Schulen…

WER FRAGT EIGENTLICH DIE KINDER, WAS SIE WIRKLICH BRAUCHEN? Aus diesem Ansatz heraus entstand das

Dienstag, 22. März 2011

Kinderbuch-Tauschbörse auf www.kinder-armut.de

Eltern sollen das Kinderbuch oder die Kinderbücher beurteilen

Die Freude am Lesen - das begeisterte, unersättliche Verschlingen von guten Kinderbüchern, ist für Kinder sicher genauso wichtig, wie gesunde Ernährung oder Bewegung. Bücher sind eine Quelle der Freude in einer vielleicht nicht sehr liebevollen Umgebung, ein Tor in andere Welten, ein Schlüssel zum Glück.

Es geht beim Lesen von Kinderbüchern nicht - oder nur am Rande - um die Diskussion zur sogenannten Lesekompetenz. PISA, der internationale Schulleistungsvergleich, hat deutsche Schüler als sehr mäßige Leser erfasst. Nicht alle Schüler, die die Grundschule hinter sich lassen, können lesen und schreiben. Es gibt 4 Millionen Analphabeten in Deutschland! Mäßiges Lesevermögen ist also kein gesellschaftliches Randproblem. Aber, wie gesagt, es geht uns hier nicht um das Problem des Textverständnisses allein, das durch ein gutes Lesevermögen behoben werden soll.

Lesen ist viel mehr. Lesen ist Denken lernen. Wer liest, lernt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, lernt Mitgefühl, lernt, Fremdartiges zu verstehen.

Und: Lesen ist eine Möglichkeit um in eine Welt der Phantasie einzutreten, um durchzuatmen und sich zu entspannen.

Lesen bedeutet gleichzeitig auch Sprechen, denn Lesen ist das innere Gespräch mit sich selbst. Das Buch liefert die Fragen, das Kind gibt die Antworten, das Kind reagiert: es freut sich, es zittert mit dem Helden der Geschichte, es ärgert sich - viele Gefühle offenbaren sich dem lesenden Kind. Das Kind findet sich in den Büchern wieder, es erkennt sich selbst und gleichzeitig reist es in andere Welten und wieder zurück in die Wirklichkeit.

Wie aber wird nun ein Kind zum Bücherfreund? Da helfen sicher keine Vorträge der Eltern, Erzieher oder Lehrer. Das Kind überzeugen und für sich gewinnen wird nur der Inhalt des Buches selbst. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen, liebe Eltern, und Euch, liebe Kinder, auf diesen Seiten Kinderbücher vorstellen, von denen (nicht nur) wir meinen, dass sie empfehlenswert sind. Es sind Bücher, die bereits tausende von Kindern gelesen haben, Bücher, die von vielen Pädagogen besprochen und empfohlen worden sind, Bücher, die wir selbst gern gelesen haben und die unsere Kinder gern lesen.

Kinderbücher sind für uns Bücher, die vom Autor für ein kindliches Publikum verfasst wurden, die ein versöhnliches, hoffnungsvolles Ende haben, die auf Gewalt, Horror und Sex verzichten, Bücher, durch die man den Eindruck gewinnt, dass der Autor sein Publikum ernst nimmt, Bücher, die eine gute Sprache, Hintersinn, Witz und Ironie besitzen, die nur wenige oder keine Klischees bedienen.

Unsere Auswahl ist nichtsdestotrotz eine subjektive Auswahl. Es gibt viele Kinderbücher, die sicherlich ebenso gut sind, wie die hier aufgeführten. Aber unsere Auswahl wächst und wir möchten Sie zur Mithilfe animieren...


mit der INITIATIVE TAUSCH-BÜCHER

Samstag, 19. März 2011

Kinder psychisch kranker Eltern

Sigrun Eder, Petra Rebhandl
Annikas andere Welt
Edition Riedenburg, Salzbug 2011, Pb., ca. 120 S., zahlreiche farbige und s/w-Illustrationen von Evi Gasser; etliche Arbeitsblätter für Kinder, ISBN 978-3-902647-35-1; EUR 19,90 [D], EUR 20,50 [A]
Sind Erwachsene psychisch krank, dann leiden sie vorwiegend an Ängsten, Depressionen, Manien, Essstörungen, Suchterkrankungen, Schizophrenien oder Zwängen. Bei zunehmendem Problemdruck verdichten sich Suizidgedanken und Selbsttötungsversuche häufen sich.

Für Partner und Angehörige stellt die Bewältigung des Alltags mit psychisch Kranken eine enorme Belastung dar, wobei das Zusammenleben infolge ausbleibender Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft zusätzlich erschwert wird. Richtig kompliziert wird es, wenn psychisch kranke Erwachsene minderjährige Kinder haben. Denn die psychische Krankheit erzeugt Unklarheit, Ängste, Schuldgefühle und verändert die Eltern-Kind-Beziehung meist ungünstig, weil Kinder oftmals vernachlässigt werden, seelische Gewalt erleben, einem Geheimhaltungsgebot ausgesetzt sind oder aufgrund stationärer Aufenthalte und Fremdunterbringung von ihren Bezugspersonen getrennt werden. Nicht selten wird dadurch die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes maßgeblich gefährdet.

Das Sachbuch „Annikas andere Welt“ teilt sich in drei Abschnitte: Im ersten erhalten Kinder Informationen über die psychische Krankheiten der Eltern, deren Anzeichen und Auswirkungen auf sie selbst, die Eltern-Kind-Beziehungen sowie das Familienleben. Auch werden Ideen vermittelt, wie Kinder Gleichaltrigen die Krankheit erklären und wie sie selbst damit besser klarkommen können. Zahlreiche Arbeitsblätter laden zusätzlich zur Selbstreflexion, zum Entdecken eigener Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien sowie zur Entwicklung eines differenzierten Familienbildes ein. Die Unterlagen im Buch eignen sich auch für die psychologische, psychotherapeutische, ärztliche und pädagogische Begleitung.

Im zweiten Teil bekommen Eltern, Angehörige und psychosoziale Helfer Informationen zum kindlichen Erleben, Folgeproblemen, Risikofaktoren, Fremdunterbringung und wie sie trotz Krankheit gut für ihre Kinder sorgen können.

Für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen? finden sich im dritten Abschnitt Anregungen für die Arbeit mit psychisch kranken Eltern und deren Kinder.

Samstag, 16. Januar 2010

Alkohol mit zwölf - und dann?

Steffen Flügler
Treppe in die Dunkelheit - Eine Suchtgeschichte
Books on Demand, Ppb., 240 S., ISBN 978-3-8370-8115-2, 14.95 Euro
Dieses Buch basiert auf der authentischen Geschichte des Autors. Es beschreibt seine über 17 Jahre dauernde Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Alles beginnt mit einem Bier, das der damals Zwölfjährige dazu benutzt, um sich Mut anzutrinken. Seinen dramatischen Höhepunkt findet diese Geschichte, als sich der dann 29-jährige, einem letzten Kampf gegen die Sucht in einem Krankenhaus stellt.
Die beschriebenen Gefühle, Ausdrucksweise und Jargon der Drogenszene verleihen diesem Buch höchste Authentizität und sprechen den Leser unmittelbar an.
Jedes Kapitel wird durch ein Zusatzkapitel ergänzt, das schon fast poetisch nuanciert wirkt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und vermag der Sucht, durch seinen metaphorischen Stil, eine Gestalt zu geben.
Der Autor: Steffen Flügler wurde am 27.02.1966 in Mannheim geboren. Von seinem 12. bis 29. Lebensjahr war er alkohol- und drogenabhängig. Danach arbeitete der Autor als Verkäufer und später sieben Jahre als gewerbliche Führungskraft in der Logistikbranche. Während dieser Zeit versuchte er immer wieder als Musiker, Songwriter, Manager, Schauspieler oder Stuntman im Showgeschäft Fuß zu fassen. Nach einem 30-monatigen Studium, erhielt er im November 2008 die Zulassung zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie und schrieb im gleichen Jahr das Buch „Treppe in die Dunkelheit“. Seit 2009 arbeitet Steffen Flügler psychotherapeutisch in einer Praxisgemeinschaft, als Dozent, Schriftsteller und hält Suchtprävention an Schulen.
Rezension im Blog "malen befreit": " ... Diese autobiografische Ebene ist brutal und drastisch geschildert und wirkt dadurch deutlich abschreckender als beispielsweise “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”. Allerdings erklärt das allein nicht meine Faszination.
Auf einer zweiten Erzählebene greift Flügler immer wieder das Bild der Treppe in die Dunkelheit auf und schafft es hier mit wenigen und einfachen Worten aufzuzeigen, was die Sucht mit dem Süchtigen macht. Er personifiziert die Sucht und gibt ihr Worte, die das Unbegreifliche fassbar machen.
Was sind die Gründe dafür, dass jemand immer wieder zu Alkohol und Drogen greift, was verspricht er sich davon? Oder genauer – was verspricht ihm die Sucht? Was fehlt dem Süchtigen? ... " - Zur Buchbesprechung
Interview mit dem Autor auf "malen befreit": " ... Gerade bei Kindern ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass immer mehr immer früher zu Alkohol greifen, bis hin zur ausgewachsenen Alkoholvergiftung mit Krankenhauseinweisung. Was sind Warnsignale, bei denen Eltern oder Lehrer aufmerksam werden sollten?
Als Warnsignale würde ich folgende Punkte beachten:
-Wechsel des Freundeskreises
-Schulischer Einbruch
-Vernachlässigung der Interessen (z.B. früher nachgegangenen Hobbys)
-Extreme Unzufriedenheit, Aggression, Niedergeschlagenheit oder ähnliche Emotionen
-Stimmungsschwankungen
-Rückzug aus dem sozialen Umfeld
-Geheimniskrämerei
-Lügen
-Chronischer Geldmangel
Solche und weitere Signale werden oft in verschieden starker Ausprägung bereits am Anfang von Alkohol-bzw. Drogenmissbrauch sichtbar. Da aber viele dieser Erscheinungsbilder und Veränderungen gerade gehäuft in der pubertären Phase auch ohne Rauschmittelkonsum auftreten, ist es auch hier sehr schwierig abzugrenzen.
Ich würde auf jeden Fall dazu raten, ob Eltern oder Lehrer, den Jugendlichen bei Verdacht sofort darauf anzusprechen ... " - Zum Interview

Dienstag, 1. Dezember 2009

Begleitetes Malen mit Kindern

Christina Studer
Kinderwerkstatt Malen - Mit Kindern auf dem Weg der eigenen Bilder
128 S., Ca. 80 farbige Reproduktionen von Kinderzeichnungen, geb. Pappband, ISBN 978-3-85502-877-1, EUR D 19.90, CHF 34.90, EUR A 20.50
Auf der Grundlage ihrer mehr als 20-jährigen Erfahrung hat die Autorin das begleitete Malen mit Kindern weiterentwickelt und reiche Erfahrung damit gesammelt. Anhand konkreter Beispiele schildert sie, wie sie in ihrer pädagogischen Arbeit den unausgesprochenen Fragen der Kinder nachspürt und zusammen mit ihnen und ihren Bildern nach ureigenen Antworten sucht. Entscheidend ist dabei die Grundhaltung: Statt sich dem Kind gegenüberzustellen, setzt sie sich mitfühlend und zuhörend neben das Kind. So werden dessen Botschaften verständlich, ohne dass seine Bilder psychologisch interpretiert werden.
Kurze kommentierende Zwischentexte geben Hinweise auf die pädagogischen Zusammenhänge und Hintergründe. Vielfältige Bezüge zur Erlebniswelt des Kindes und zur Dynamik in der Familie lassen die Lektüre zu einer Reise zu den eigenen kindhaften Seiten werden. Ein Buch für alle Pädagogen und Pädagoginnen wie auch für alle Eltern, die eine wahre Begegnung mit ihren Kindern suchen und sie auf ihrem eigenen Weg begleiten wollen.
Aus dem Inhalt: Der Malraum – eine vorbereitete Umgebung. Kinder in die Stille führen. Pädagogik – Ein Weg der Loslösung. Von der kindlichen Fähigkeit, glücklich zu sein. Konfliktbewältigung durch Kommunikation. Vom Aufbau einer Beziehungsbrücke. Heilender Humor. Überlebensstrategien. Der Weg aus Angst und Enge. Ausgrenzung und Integration. Die Familie als Beziehungsnetz. Unerwünschte Sehnsucht und eingeschlafene Träume
Rezension im malen-befreit-Blog (Auszug): " ... Ein wunderschön gemachtes Buch aus der Praxis. Christina Studer erzählt in vielen anschaulichen Episoden aus ihrem reichen Erfahrungsschatz im begleiteten Malen mit Kindern. So ganz nebenbei wird damit auch ein Verständnis dafür geweckt, was diese Art zu malen für die teilnehmenden Kinder bedeutet ... " Zur Rezension ... Webseiten der Autorin

Sonntag, 15. November 2009

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ADHS

Konferenz ADHS ist ein freier und unabhängiger Internet-Zusammenschluss von engagierten Zeitgenossen, die die gegenwärtige Entwicklung unserer Kinder im Zusammenhang mit ADHS - dem sog. Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom - mit Sorge verfolgen. Die Sorge bezieht sich nicht nur auf die erschreckend zunehmende Medikation mit einschlägigen Psychopharmaka, sondern vor allem auch auf die zugrunde liegende Auffassung eines unreflektierten Verhaltensbiologismus und einer dazu passenden wissenschaftlich fragwürdigen nosologischen Entität bzw. "Krankheit" namens ADHS.
Konferenz ADHS steht für alle Mitmenschen offen, die diese Sorge teilen und mitwirken möchten, seien sie Einzelpersonen, Eltern, Lehrer, Erzieher, Fachleute oder Wissenschaftler. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Eine Mitgliedschaft kann jederzeit frei begonnen oder beendet werden.
Konferenz ADHS arbeitet nicht-kommerziell und sowohl finanziell als auch fachlich unabhängig. Die Konferenz steht in keiner irgendwie gearteten Verbindung mit anderen Vereinigungen, Gruppierungen, Sekten, Kirchen oder Wirtschaftsunternehmen ... Zu den Webseiten der ADHS-Konferenz ... siehe auch Forum Gesundheit

"Hartzhaft"-Kochbuch

Das “Hartzhaft, aber lecker!”-Kochbuch gibt es für 8,80 €, Versand innerhalb Deutschlands 2,00 €. Versandpauschale für bis zu 3 Kochbüchern 2,00 €.
In “Hartz-haft, aber lecker!” erwarten Sie 70 meiner Lieblingsrezepte, von “Suppen & Eintöpfen” über “Schnelle Küche” bis hin zu “Kuchen & Süßes”… Alle Gerichte sind leicht nachzukochen, Sie müssen dafür kein Kochprofi sein! Maximaler Preis pro Gericht und Person = 3 Euro! (soll zutreffen) - Das Tolle an meinen Rezepten ist, dass Sie die Zutaten in allen Supermärkten kaufen können.
Ich wurde so oft von Freunden gefragt, warum ich meine Rezepte nicht aufschreibe… Im Jahr 2007 fing ich damit an und nun ist es endlich fertig - mein erstes eigenes Kochbuch! Alles, was Sie aus meinem Kochbuch nachkochen, kann also bei Ihnen genauso lecker aussehen und schmecken!
Inhaltsverzeichnis (hier nur die Hauptkapitel): Suppen & Eintöpfe - Ohne Fleisch - Fleisch - Festtagsküche (soll etwas mehr als 3 € kosten) - Schnelle Küche - Exotische Küche - Salate & Saucen - Kuchen & Süßes - Küchen - ABC
Webseiten: * Allgemein * Über mein Kochbuch * Über mich * Bestellen * Inhaltsverzeichnis meines Kochbuches * Kontakt/Anfragen * Presse * Rezept des Monats * Sparleitfaden * Wie macht Kochen Spaß? Zu den Webseiten - November-Rezept 2009 “Hühnerbeine im Bratrohr”

Ein Hinweis in unserem Jugendbuch-Blog
Weihnachtsaktion 2009/2010
Gegen Kinderarmut

Samstag, 14. November 2009

Aus Biancas AdventPodcast-Werkstatt

Bald ist es soweit - und Bianca, die Initiatorin dieses "sozialen Adventskranzes", twittert gerade, daß sie sich die ersten Einsendungen anhört und sich freut: "Das wird super! Wahnsinn!!" :-)
Aber ich will hier doch mal darauf hinweisen, welche Arbeit sich Bianca unentgeltlich seit dem Sommer mit diesem Podcast macht. Bianca schreibt dazu: " ... Dieses Projekt soll zeigen, das Spendensammlung auch ohne großes Budget möglich ist: Mit Social Media und Social Networking. Sollte dem Zuhörer das kleine Werk nur einen einzigen Euro wert sein, so können wir für jede Organisation wahrscheinlich schon ein paar Hundert zusammen bekommen. Und das PRO Tag ... " - Mehr dazu im

Dafür sage ich persönlich vorab:
"Danke, Bianca"



Aus dem AdventsPodcast 2008:
Der gestrenge Frost - Ein russisches Volksmärchen
Nigina erzählt die Geschichte sowohl in deutsch als auch auf russisch

Donnerstag, 12. November 2009

Gewaltprävention

Gewaltprävention in Grundschule und Sekundarstufe

Gewaltprävention in der Grundschule: Grundlagen - Lernfelder - Handlungsmöglichkeiten. Bausteine für die praktische Arbeit
Auch die Grundschule wird von Konflikten und Gewalt in vielfältigen Formen nicht verschont. Wenngleich das Ausmaß im Vergleich zu anderen Schularten (noch) geringer ist, so stellt Gewalt doch auch hier ein gravierendes Problem dar. Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperliche Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens- und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg in Frage. Lernen kann nur in einem Klima der Sicherheit und Anerkennung gelingen.
Schulische Lernerfolge sind nicht nur von kognitiven Fähigkeiten und Leistungen abhängig, sondern immer auch von sozialen Gegebenheiten. Deshalb berührt Gewaltprävention und Umgang mit Konflikten die Basis des Lernens. Wenn soziales Lernen gefördert, die Kommunikation verbessert und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden, so wirkt sich dies unmittelbar auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler aus. Darüber hinaus wird Schule zu einem Ort des gewaltfreien Miteinanders, an dem man sich wohlfühlen kann.
Das hier vorgestellte Konzept zur Gewaltprävention an Grundschulen geht weit über herkömmliche Präventionsprogramme hinaus. Es umfasst, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, einen ganzheitlichen Ansatz, der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, aber auch Schulstrukturen einschließt. Verhaltensänderungen sind oft nur möglich und erreichbar, wenn sich auch Verhältnisse, die dieses Verhalten stabilisieren, verändern. Beides muss im Blickfeld sein.

Gewaltprävention in der Sekundarstufe: Grundlagen - Lernfelder - Handlungsmöglichkeiten
Bausteine für die praktische Arbeit. In 19 Kapiteln werden die zentralen Aspekte der Gewaltprävention aufgegriffen und für den Einsatz in Schule und Jugendarbeit dargestellt. Ein Grundlagenteil führt in den Diskussionsstand der Gewaltprävention ein und greift insbesondere Jugendgewalt und Gewalt in der Schule auf. Als zentrale Lernfelder werden die Bereiche Kommunikation, konstruktive Konfliktbearbeitung, Demokratie und Werteerziehung, interkulturelles Lernen, Sport und Medien thematisiert. Die Rolle der Eltern, des kommunalen Umfelds sowie der Entwicklung der Schule im Prozess der Gewaltprävention werden in eigenen Kapiteln untersucht. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Handlungsmöglichkeiten in Gewaltsituationen. Hierzu gehören Zivilcourage, Mobbing, rechtsextremistische Gewalt sowie Amoklauf an Schulen. Da der Band modular angelegt ist, ist jeder Themenbereich – obwohl aufeinander aufbauend und sich gegenseitig ergänzend – in sich abgeschlossen ... PDF-Datei (19,3 MB) - Homepage für Grundschule und Sekundarstufe

Kinder stark und selbstbewußt machen WSD pro Child

Infos und Hintergründe zu Krieg und Frieden für Kinder, Eltern und Erzieher Frieden-fragen

Mittwoch, 11. November 2009

Der Heilpädagoge Henning Köhler

Vom Wunder des Kindseins
TB, 80 S., ISBN-10: 3-7725-1266-6, ISBN-13: 978-3-7725-1266-7, 8,90 EUR
Ich glaube, dass in viel mehr Fällen als wir denken, die voreilige Vermutung, es liege Erziehungsversagen oder eine Entwicklungsstörung vor, sobald sich ein Kind ungewöhnlich benimmt, einen Teufelskreis in Gang setzt, und dass in vielen Fällen erst diese Vermutung und alles was aus ihr folgt, zu den wirklich krank machenden Prozessen führt. (Henning Köhler )
Henning Köhler macht in diesem Buch darauf aufmerksam, wie wichtig es gerade heute ist, wirklich Kind sein zu können. Dies gilt in besonderem Maße auch für die so genannten Sorgenkinder, denen er sich in seinen Überlegungen zum Thema Therapie, Erziehung und Heilung im neuen Teil dieses Buches widmet: Die Idee der Kindheit – welchen Auftrag bringen Sorgenkinder mit?
Die Kraft des Verstehens ist die eigentlich heilende Kraft. Alle Maßnahmen sind sinnlos, wenn nicht die Kraft der Liebe wirkt. Und Liebe ist nicht etwas Verschwommenes und Sentimentales … Liebe heißt nämlich zunächst einmal Interesse. Und Interesse, Aufmerksamkeit sind Qualitäten, die man erringen kann.

Schwierige Kinder gibt es nicht - Plädoyer für eine Umwandlung des pädagogischen Denkens
geb., 179 S., ISBN-10: 3-7725-2164-9, ISBN-13: 978-3-7725-2164-5, 10,00 EUR
In Erziehungsfragen breitet sich heute eine Krisenstimmung aus, die sich manchmal bis zu Kassandrarufen einer bevorstehenden Katastrophe steigert. Das Unbehagen rührt vor allem daher, dass immer mehr Kinder so genannte Verhaltensstörungen oder –auffälligkeiten zeigen und als erzieherisch schwer führbar gelten. Henning Köhler geht der Frage nach, ob tatsächlich die Kinder immer schwieriger werden oder ob die allgemeine Bewusstseinslage und die gesellschaftlichen Verhältnisse auf eine für Kinder unerträgliche Situation zutreiben: Wer oder was ist hier eigentlich «schwierig»?
Köhler stellt gewohnte Denkschablonen in Frage und umreißt in Grundzügen einen spirituell vertieften Erziehungsbegriff, der aus der gegenwärtigen Sinnkrise herausführen könnte. Henning Köhler zeigt auf, dass die Schwierigkeiten der Kinder im Grunde die Schwierigkeiten der Erwachsenen und die zunehmende Entfremdung in unserer Umwelt sind. Er stellt herkömmliche Erklärungsmusterin Frage und plädiert für eine am Kind, weniger am Willen der Erwachsenen orientierte Pädagogik. Ein wichtiges Buch für alle Eltern.
»Sehr oft stehen wir vor dem Problem, dass Eltern sich ihrer privilegierten Rolle als unersetzliche Vertrauenspersonen des Kindes gar nicht bewusst sind. Sie lassen die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, dann brachliegen.« (Henning Köhler)

War Michel aus Lönneberga aufmerksamkeitsgestört? Der ADS - Mythos und die neue Kindergeneration
kt., 296 S., ISBN-10: 3-7725-1937-7, ISBN-13: 978-3-7725-1937-6, 18,50 EUR
«ADS», Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, so lautet die häufigste Diagnose in kindertherapeutischen Sprechzimmern. Doch Vorsicht:Hinter dieser Feststellung verbirgt sich nur allzu oft eine auf physikalisch-chemische Prozesse reduzierte Sichtweise, die an der eigentlichen Realität der Kinder vorbeigeht. Henning Köhler zeigt die Schwächen und Widersprüche dieses eindimensionalen Menschenbildes auf und macht den Eltern Mut, ihre Kinder liebevoll wahrzunehmen und zu einer wesensgemäßen Therapie beizutragen.
Immer häufiger hören Eltern, die mit ihrem «Zappelphilipp» in die Sprechstunde kommen, die Diagnose «ADS». Was ist ADS eigentlich, warum wird es immer häufiger diagnostiziert und mit Medikamenten «therapiert»? Diesen, viele besorgte Eltern umtreibenden Fragen geht Henning Köhler in seinem neuen Buch nach. Er betrachtet dabei kritisch die gegenwärtige Medizin, die auffälliges Verhalten mit gehirnphysiologischen oder chemischen Prozessen identifiziert und dabei das Wesen einer neuen Kindergeneration vollständig ignoriert. Köhler diagnostiziert in der ADS-Symptomatik eine Signatur unserer immer mehr in materialistische Sichtweisen verfallenden Zeit. Im zweiten und dritten Teil seiner Darstellung gibt Köhler den Eltern Hilfestellung für das Verständnis und die Therapie der so genannten «ADS-Kinder». Dabei gilt es sowohl Begabungen zu erkennen und zu fördern wie auch Schwächen liebevoll wahrzunehmen und zu heilen.

Von ängstlichen, traurigen und unruhigen Kindern - Eine Orientierung für Eltern und Erzieher
7.Auflage für Oktober 2009 geplant, geb., 154 S., ISBN-10: 3-7725-1186-4, ISBN-13: 978-3-7725-1186-8, 17,50 EUR
Henning Köhler beschäftigt mit Erziehungsproblemen des ersten und zweiten Jahrsiebts. Dabei wendet er sich in einer klaren, eher dem Beratungsgespräch angelehnten Sprache direkt an die Eltern und Erzieher. Es geht ihm besonders um die Problematik der ängstlichen, traurigen und unruhigen Kinder. Anhand dieser entwickelt er aber auch eine Grundfrage jeglicher Erziehung: Welche Beziehung hat das Kind zu seinem höheren Wesen, zu seinem Engel? Ist es möglich, daß der Erzieher diese Beziehung wahrnehmen und unterstützen kann?
Henning Köhler macht deutlich, daß gerade beim unruhigen und ängstlichen Kind eine gestörte Beziehung des Kindes zu seinem höheren Wesen vorliegt. Eine grundlegende Hilfestellung bietet Köhler dadurch an, daß er die Eltern und Erzieher darauf aufmerksam macht, wie eine gesunde Beziehung des Kindes zu seinem höheren Wesen wiederhergestellt werden kann. Dies geschieht insbesondere dadurch, daß das Kind zu seinen Leibessinnen (Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn) in ein gesundes Verhältnis gebracht wird. Es läßt sich nämlich feststellen, dass gerade bei unruhigen, traurigen und ängstlichen Kindern diese Beziehung empfindlich gestört sein kann. Erst wenn das Kind in ein harmonisches Verhältnis zu seiner Leiblichkeit und insbesondere den Leibessinnen gebracht wird, kann es wieder den Anschluß an sein höheres Wesen finden.

Die stille Sehnsucht nach Heimkehr - Zum Verständnis der Pubertätsmagersucht
kt., 240 S., ISBN-13: 978-3-7725-1560-6, 18,90 EUR
»Alles, was dazu geforscht und entwickelt wurde, ist hier sorgfältig zusammengetragen und durchgehend mit den persönlichen Erfahrungen des Autors verknüpft.« (info3)
»Henning Köhler gelingt es in einer sympathisch-bescheidenen Weise, seine langjährigen Erfahrungen in der Therapie mit magersüchtigen Mädchen erlebbar darzustellen.« (Erziehungskunst)



Jugend im Zwiespalt - Eine Psychologie der Pubertät für Eltern und Erzieher
kt., 256 S., ISBN-13: 978-3-7725-2519-3, 15,90 EUR
Henning Köhler zeigt die Ursachen der Pubertätskrise auf und gibt Eltern und Erziehern Anregungen, wie man durch eine gesprächsbereite und selbstkritische Haltung den jungen Menschen in diesem Lebensabschnitt helfen kann.
Inhaltsverzeichnis:
Spurensuche. Jugendfrage und Menschenbild: Entwicklung zwischen
Bedingtheit und Freiheit. Das Ich: fixe Idee oder Realität?
Der Weg zum Herzen. Die Pubertätskrise im Licht der frühen Kindheit: Vorbemerkungen zur Symptomatologie. Wandlungen der Selbst- und Welterfahrung
Anatomie einer Krise. Seelische Beobachtungsresultate aus der Jugendarbeit und Ratschläge für Eltern und Erzieher: Güte, Schönheit, Wahrheit?
Schattenreiche. An die Eltern
Anhang. Drei Kolumnen und ein Märchen

Vom Rätsel der Angst - Wo die Angst begründet liegt und wie wir mit ihr umgehen können
Ln., 171 S., ISBN-10: 3-7725-1061-2, ISBN-13: 978-3-7725-1061-8, 15,90 EUR
Angst ist für die meisten Menschen ein Zustand, den sie tunlichst vermeiden oder möglichst schnell beseitigen möchten. Henning Köhler geht mit sorgsamer seelischer Beobachtung auf dieses Phänomen ein und stellt dabei fest, dass wir die Angst für ein gesundes Seelenleben sehr wohl benötigen: Angst befähigt uns, unsere Beziehungs- und Zuwendungsfähigkeit zu steigern und zu vertiefen. Gefährlich und krank machend wirkt hingegen die Angst vor der Angst.
Henning Köhler macht deutlich: Stärkung der Seele gegenüber der Angst bedeutet nicht, die Angst zu beseitigen, sondern vielmehr, sich ihr aussetzen, sie als einen Bestandteil in das Seelenleben integrieren zu können.
Inhaltsverzeichnis:
Vom Wesen der Angst
Umriss der Fragestellung: Ist Angst etwas Schlechtes?
Die Unheimlichkeit des Seins
Der Mut zur Niederlage: Vom wahren Wohlstand oder: Jeder ist mal ein Feigling gewesen
Angst – Schlaf – Kindheit: Die Belehrung des Wachbewusstseins durch das Schlafbewusstsein

Vom Ursprung der Sehnsucht - Die Heilkraft von Kreativität und Zärtlichkeit
geb., 218 S., ISBN-10: 3-7725-2163-0, ISBN-13: 978-3-7725-2163-8, 10,00 EUR
Eine engagierte Darstellung der schöpferischen Sehnsuchtskräfte im Menschen. Henning Köhler beschreibt die lebendigen Prozesse zwischenmenschlicher Beziehungen und den Aspekt der Liebe als Qualität des Verstehens.
Henning Köhler zeigt die krank machenden Gewohnheiten und gesellschaftlichen Verhaltensweisen unserer Gegenwart auf und fragt nach der Qualität des Eros, die ursprünglich in der Jugendzeit erwacht. Eros ist diejenige Kraft im Menschen, die Kreativität und Zärtlichkeit miteinander verbindet. Zugleich führt sie zu einem unmittelbaren Verstehen des anderen Menschen. Diese heilende, eine Wesensbeziehung stiftende Kraft wiederzuentdecken und im therapeutischen wie im gesellschaftlichen Bereich zugänglich zu machen ist das Anliegen des Buches. In diesem Sinne kann es auch als Manifest bezeichnet werden – ein Manifest für die Liebe.
»Ich behaupte und versuche zu begründen, dass die Quelle der Kreativität dieselbe ist, aus der auch die Liebefähigkeit erfließt.« (Henning Köhler)


Henning Köhler: geb. 1951, verheiratet, zwei Kinder, Heilpädagoge, Kinder- und Jugendtherapeut in eigener Praxis nach vorangegangenen Lehrjahren als Heimerzieher, Kleinklassenlehrer, klinischer Heilpädagoge und in der freien Jugendarbeit, ausgedehnte Lehr- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland, zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Anthologien, sowie im Rundfunk. Entwurf und Installation des berufsbegleitendenden Qualifikationslehrgangs für integrative Aufgaben im FBW Rheinland und der berufsbegleitenden Zusatzausbildung zum Pädagogischen Berater am JKI. Mitbegründer der Fulbertus-Akademie für Sozialpädagogik in Erftstadt.Henning Köhler gründete 1986 die Heilpädagogische-Therapeutische Ambulanz, diese bildet seit 1987 einen Teil des Janusz-Korczak-Insitutes. Er hat es sich zur Aufgabe gestellt, Kindern und Jugendlichen zu helfen, deren Probleme sich als sogenannte Entwicklungsstörungen bzw. als Verhaltensauffälligkeiten äußern. Durch zahlreiche Buchveröffentlichungen bekannt. - Janusz-Korczak-Institut

Sonntag, 8. November 2009

Tod, Trauer und Lebenswege in ausgesuchten Märchen

Heinrich Dickerhoff
Märchen im Hospiz. Erdenkinder - Waisenkinder - Königskinder. - Tod, Trauer und Lebenswege in ausgesuchten Märchen
Hospiz Verlag, Illustrationen mit Scherenschn. von Eva-Maria Wowy, 146 S., 18,90 Euro (D), 19,50 Euro (A), ISBN: 978-3-9811240-3-3
In der Begleitung von Trauernden und Sterbenden tragen die Hospize in Deutschland Sorge für ein gewachsenes Bewusstsein, daß unser Leben endlich ist. Vielfältig treten sie im Umgang mit dem Leben für eine Verbindung von Menschlichkeit und fachlich-(sozial)pädagogischem und -medizinisch-pflegerischem Wissen ein. Die Lebensbewusstseinsschätze unserer Kultur nehmen da eine wichtige Rolle ein - und die Märchen gehören dazu...
H. Dickerhoff, Präsident der Europäischen Märchengesellschaft e.V., und alle Mitwirkenden aus der Hospiz- und Kinderhospizarbeit wollen mit diesem Buch einen ersten Beitrag zu den Fragen leisten, wie "Märchen im Hospiz" hielfreich sein können. Allen ist klar: Nicht unbesehen alles kann da an Märchen unbedarft und unreflektiert eingebracht werden. Es braucht ein gutes Gespür und auch ein Wissen, was "Hospiz" ist und leistet und wie die Menschen im Leben wachsen können, wo man es gar nicht vermuten würde.
Das Buch ist im festen Einband und mit Scherenschnitten von Eva-Maria Wowy illustriert; herausgegeben wird es gemeinschaftlich vom Deutschen Kinderhospizverein e.V. und vom Osnabrücker Hospizverein e.V.
Rezension auf social.net (Auszug): " ... Märchen als Ausdruck verdichteter Lebenserfahrung und kultureller Überlieferung stellen in der Hospizarbeit einen besonderen Zugang her, das Leben über Sinnbilder zu erfahren und zu begreifen. Über die Inhalte von Märchen in einen gedanklichen Austausch zu kommen und dadurch Begegnung zu schaffen, kann ein wichtiges Element in der Sterbe- und Trauerbegleitung sein. Es geht dabei weniger um die zentralen Aussagen und Inhalte der einzelnen Märchen an sich, als vielmehr um die darin enthaltene Bildhaftigkeit und ihre besondere Sprache. Die in den Märchen enthaltene Weisheit liefert Anknüpfungspunkte, die als Erzählimpulse geeignet sind, Begleitung zu gestalten ... " Zur Rezension

Zum Beispiel: Kinderhospiz "Löwenherz"