Donnerstag, 28. Mai 2009

PRAKTIKA - Forum für den Russischunterricht: neu ab 1/09 DIGITAL auf CD/DVD

ПРАКТИКА - PRAKTIKA - Forum für den Russischunterricht
jetzt neu: ab 1/09 DIGITAL auf CD/DVD. 4 x jährlich als CD oder DVD, März, Juni, September, Dezember. Anzeigen- und Redaktionsschluss jeweils am 5. des Vormonats. Abonnement jährl. € 29,90.- inkl. Versandkosten (Ausland € 33), alle Preise incl. 19 % Umsatzsteuer. Lutz Löscher, Müllergasse 5, 35260 Stadtallendorf-Wolferode. Telefon: 06425 / 921950 (00-24 Uhr), e-mail: redaktion_praktika@web.de
Aus der CD PRAKTIKA Digital 1/09
Liebe Leserinnen und Leser!
Es ist geschafft, die neue, elektronische PRAKTIKA ist bei Ihnen angekommen! Durch die technische Umstellung und die neue Produktionsform ist es zu Verzögerungen gekommen, für die wir um Nachsicht bitten.
Dank Ihrer Rückmeldung und Unterstützung können wir PRAKTIKA in 2009 in elektronischer Form weiterführen, nachdem die Printausgabe auf Grund der hohen Produktionskosten nicht mehr realisierbar war.
Die neue Produktionsform erlaubt uns jetzt und in Zukunft den multimedialen Anteil mit Videos und Audioaufzeichnungen für Ihre Information und den Unterrichtseinsatz auszuweiten. Auch Programme für den Russischunterricht sind hier denkbar. Wir freuen uns in diesem Zusammenhang über Ihre Anregungen und Wünsche, die Sie freundlicherweise an die Redaktionsanschrift richten.
Der gewohnte Service der PRAKTIKA garantiert Ihnen, dass Sie neben den Beiträgen im PDF-Format (Sie benötigen dazu einen Reader wie den Adobe Reader oder Foxit-Reader, beide im Ordner HELFERLEIN), die Sie natürlich in s/w oder in Farbe ausdrücken können, auch die entsprechenden Abspielprogramme für die Filme und Audios mitgeliefert bekommen …
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen auch diesmal...

INHALT 1/09
Löscher, L.: Filmeinsatz im RU - Filme von Videoplattformen
Redaktion: Leseverstehen mit aktuellen Schlagzeilen
Redaktion: Schlagzeilen lesen (Thema Auto)
Redaktion: Schlagzeilen lesen (Thema Sport)
Redaktion: Schlagzeilen lesen (Thema Technik)
Redaktion: Landeskunde: Maslenica
Redaktion: Leseverstehen: Pravila povedeniö na forume
Redaktion: Kultstatus: Koslowski Brothers
Redaktion: THEMA: Pensioneram dadut wans vy+it
Redaktion: Landeskunde: Wildes Russland (mit Video)
Redaktion: Wie viel verdient der Präsident?
Redaktion: Russische Tastatur für unterwegs
Redaktion: Musikszene I: Pugaheva i Rotaru perepeli t.A.t.U.
Redaktion: Musikszene II: 15 let v äfire
Redaktion: Verlosung
Redaktion: Übersicht über das Film- und Audiomaterial
PRAKTIKA im Internet

Mittwoch, 27. Mai 2009

16 Jahre - schizophren. Ein Roman

John Wray
Retter der Welt
rowohlt 2009, Hardcover, 352 S. ISBN 978-3-498-07362-6, 19,90 €
William Heller oder Lowboy, wie er sich nennt, ist sechzehn, schizophren und, so heißt es, gefährlich. Er soll eine Freundin vor die Subway geschubst haben. Und nun sind die Cops vom New York Police Department hinter ihm her, mitsamt seiner Mutter. Doch Lowboy hat ein viel schlimmeres Problem: Seit er aus der Anstalt ausgebrochen ist, strebt die Welt zügig auf die Selbstvernichtung zu, und nur er allein kann sie retten ... Auf der Flucht und einer vagen Suche zugleich, immer verfolgt von einem Profiler, der eine ebensolche Vorliebe für Geheimschriften und Rätsel hat wie er, hetzt Lowboy durch die Tunnel und Katakomben der New Yorker U-Bahn – eine düstere Welt, deren Wahrnehmung stets ins Wahnhafte verschoben scheint und deshalb umso schillernder die Wirklichkeit spiegelt. John Wray, eines der großen jungen Talente der US-Literatur, schreibt mit der zwingenden Logik der Paranoia: apokalyptisch, visionär, in der Tradition von Malcolm Lowry, Hubert Selby und Jonathan Lethem. - Leseprobe (pdf)
Rezension im "missionjanet"-Blog (Auszug): " ... Der Roman ist ein Fest für Freunde von Codes und Mustern, doch in ihrer Entzifferung liegt nicht der Anspruch dieses erstaunlichen Buches, dessen Lektüre Wills Fahrt mit der U-Bahn ähnelt: Man steigt ein und darf sich getrost darauf verlassen, dass der Tunnel, diese Megametapher des Romans, die Richtung vorgibt, dass die Erzählung trägt ... Man kann diesen Roman, in dem ein Gejagter die Welt retten will, fast wie einen Thriller lesen, zumal die Schilderungen von Lateefs und Violets hektischer Suche nach Will die Handlung mit Macht vorantreiben, um sie dann wieder in der stickigen Luft des Subway mit William um Atem und Kühle ringen zu lassen. Wray erzeugt Spannung und Aufmerksamkeit, aber kein Mitgefühl im herkömmlichen Sinne, weil sein Protagonist kein Leidender ist. Die Störung ist Teil seiner Identität, und in seinen befremdet-interessiert-irritierten Beobachtungen steckt weniger wohlfeile Zivilisationskritik denn surreale Komik. Manchmal kommen Will Zweifel an seiner Berufung, etwa beim Betrachten eines herumliegenden Pornohefts: „Als Lowboy die Zeitschrift durchblätterte und alle wichtigen Details in sich aufnahm, fragte er sich, ob es die Welt nicht verdient hatte, unterzugehen. Ich werde die halbe Welt retten, beschloss er ... " - Zur Rezension

Dienstag, 26. Mai 2009

Alkoholprävention

H. Peter Tossmann, Norbert H. Weber (Hrsg.)
Alkoholprävention in Erziehung und Unterricht
Mit einem Vorwort von Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, brosch., 330 S., ISBN: 9783825507015. EUR 24,90, CHF 42,70
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung kommt in ihrem „Drogen- und Suchtbericht“ von 2007 zu der Feststellung, dass der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols in Deutschland mit 10,1 Litern pro Jahr im internationalen Vergleich als hoch gilt. Mehr als 10 Millionen Menschen trinken Alkohol in gesundheitlich riskanter Weise. 1,6 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig. Über 40.000 alkoholbedingte Todesfälle sind pro Jahr zu verzeichnen.
Vor dem Hintergrund zahlreicher Alkoholexzesse unter Jugendlichen („Flatratetrinken“) appelliert die Bundesdrogenbeauftragte, jungen Menschen einen zurückhaltenden, maßvollen Konsum vorzuleben. Mit der vorliegenden 2., völlig neuen Auflage präsentieren Herausgeber und Autoren einen weiteren Beitrag zur „Alkoholprävention in Erziehung und Unterricht“. Adressaten sind mit Erziehungsaufgaben befasste Personen, vor allem Lehrerinnen und Lehrer, denen unter fachspezifischer Perspektive pädagogisch-didaktische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Die Themenkomplexe widmen sich den theoretischen Grundlagen, die eine gezielte Alkoholprävention rechtfertigen, der schulischen Alkoholprävention sowie außerschulischen pädagogische Lernorten, wie Familie, Kindergarten oder Internet. Abschließend werden Beispiele suchtpräventiver Maßnahmen in drei ausgewählten Nachbarländern – Österreich, Schweiz und Polen – aufgezeigt.
„Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol muss gelernt werden. Ein wichtiger Ort für dieses Erziehungsziel ist – neben dem Elternhaus und den Freizeitvereinen – die Schule. Doch Alkohol ist ein Querschnittsthema: Es kann im Biologie-, Gesellschaftskunde-, Chemieunterricht, aber auch in vielen anderen Fächern beleuchtet werden. Ich begrüße es außerordentlich, dass sich die vorliegende Publikation dieses Themas annimmt und hoffe, dass sie von vielen Verantwortlichen gelesen wird und die Erkenntnisse Eingang in die Praxis finden.“ (Sabine Bätzing, Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung).
Die Herausgeber: H. Peter Tossmann, Dipl.-Psych., Dr. phil., ist Geschäftsführer der delphi-Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung in Berlin. Norbert H. Weber, Dr. phil., ist Professor (i.R.) für Erziehungswissenschaft/Allgemeine Didaktik an der Technischen Universität Berlin.

Sonntag, 24. Mai 2009

Überversorgte Kinder - Überforderte Eltern

Holger Schlageter
Das Geheimnis gelassener Erziehung - Wie Eltern das rechte Maß finden. Wie aus kleinen Tyrannen wieder glückliche Kinder werden. Ein Ratgeber
Krüger Verlag, 256 S., brosch., ISBN 978-3-8105-1842-2, € (D) 14,95, € (A) 15,40, SFR 26,90
Unsere Kinder sind überversorgt und unterfordert: Zu viel Geld, zu viel Watte. Dabei wollen wir es nur richtig machen. Aber von der Angst getrieben, als Erziehende zu versagen, schießen wir übers Ziel hinaus. Das Resultat sind Kinder, die keine Grenzen kennen, die zu orientierungslosen und ängstlichen Erwachsenen werden, die es nie gelernt haben zurückzustecken, Niederlagen zu meistern, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten. Der Psychologe und Pädagoge Holger Schlageter zeigt den Weg zum rechten Maß in der Erziehung. Mit Blick auf die wunderbaren Möglichkeiten, Kinder zu gesunden Persönlichkeiten zu erziehen und zu entwickeln – gelassen und ohne Angst.
Rezension dradio (Auszug): ... "Das Geheimnis gelassener Erziehung" ist auf jeden Fall ein Buch für verunsicherte Eltern, jene, die von Selbstzweifel getrieben sind, meinen, nicht gut genug zu sein oder sich durch den ständigen Vergleich mit anderen Eltern unter Druck setzen. Denen sollte der Paperbackband per Rezept verordnet werden, mit der Empfehlung, die Beine hoch zu legen und den Kindern derweil das Spiel allein oder einen Dienst im Haushalt zuzumuten. Vielleicht könnten sie bereits beim Lesen spüren, dass diese Gelassenheit ihrer Familie gut tut und zugleich mehr Nähe zueinander bringt ... Zur Rezension

Donnerstag, 14. Mai 2009

Mama ist traurig

Schirin Homeier
Sonnige Traurigtage - Illustriertes Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern und deren Bezugspersonen
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Fritz Mattejat. Ab Grundschulalter geeignet. Mabuse Verlag 2008, 128 S., vierfarbig illustriert, Hardcover, ISBN: 3-938304-16-2, EUR 19.80
In letzter Zeit ist mit Mama etwas anders: sie ist so kraftlos und niedergeschlagen. Auf diese "Traurigtage" reagiert Mona wie viele Kinder psychisch kranker Eltern: Sie unterdrückt Gefühle von Wut oder Traurigkeit, übernimmt immer mehr Verantwortung und sehnt sich nach glücklichen "Sonnigtagen". Erst als sich Mona einer Bezugsperson anvertraut, erfährt sie, dass ihre Mutter unter einer psychischen Krankheit leidet und fachkundige Hilfe benötigt.
Schirin Homeier, geb. 1982, angehende Diplom-Sozialpädagogin (FH), mehrjährige praktische Erfahrungen mit Kindern psychisch kranker Eltern
Eine kurze Besprechung von Sabine Feickert in ihrem Blog: " ... Ein sehr schwieriges und heikles Thema, kindgerecht und behutsam und doch umfassend dargestellt. Sonnige Traurigtage erzählt von Mona und Mona-Mama und den sonnigen und traurigen Tagen. Die traurigen Tage, an denen Mona-Mama so depressiv ist, dass sie sich nicht mehr um Mona kümmern kann. Mona versucht, mit allerlei kindlichen Lösungsansätzen, ihre Mama wieder gesund zu machen ... Monas Ängste und Bemühungen werden ganz liebevoll dargestellt und die Personen, die ihr im Buch helfen, erklären die Hintergründe psychischer Krankheiten ... " - ... weiterlesen im Blog "Das kreative Häuschen"

Rund um den Zirkus - AOK-Broschüre und ein Forum

"Gesunde Kinder – gesunde Zukunft" - Eine Initiative der AOK
... Eine aktuelle Studie der AOK, des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Wissenschaftlichen Institutes der Ärzte Deutschlands (WIAD) zeigt, dass die Kluft zwischen den fitten Kindern und Jugendlichen einerseits und ihren konditionsschwachen Altersgenossen andererseits immer größer wird. Weniger fitte Kids verlieren den Anschluss an ihre Sport treibenden Klassenkameraden. So lautet das Ergebnis der bundesweit größten Datensammlung, an der bisher fast 800.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben ...
... Bei der Zirkuspädagogik geht es in erster Linie um die Förderung der körperlichen und sozialen Entwicklung, um Aufbau eines positiven Selbstbildes sowie um die Befriedigung der Bedürfnisse nach Subjektivität, Unmittelbarkeit, Sinneserfahrung und Selbstinszenierung ...

Inhalt

1. Einleitung
2. Allgemeine Zirkus- und Aufwärmspiele

3. Akrobatik
3.1. Akrobatik und Gesundheit
3.2. Grundregeln der Akrobatik
3.3. Begriffsdefinitionen der Akrobatik
3.4. Vorbereitende Übungen und Spiele
3.5. Basisfiguren
3.6. Gruppenpyramiden

4. Jonglage
4.1. Jonglage und Gesundheit
4.2. Jonglierspiele
4.3. Jonglieren mit Tüchern
4.4. Jonglieren mit Bällen
4.5. Jonglieren mit Ringen
4.6. Tellerdrehen

5. Clownerie
5.1. Vorüberlegungen
5.2. Darstellende Spiele – Improvisation
5.3. Klassische Clowntechniken
5.4. Clownnummern

6. Tipps für die Aufführung
7. Literatur-Tipps ... AOK PDF und

Community rund um das Thema Kinder und Jugendcircus - Austauschen, Diskutieren, Mitteilen, Netzwerk und Kooperation Kinder und Jugendcircus Forum

Sonntag, 10. Mai 2009

Psychose: ein Vater leidet mit seiner Tochter

Michael Greenberg
Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde - Eine wahre Geschichte
Hoffmann und Campe 2009, Übersetzer: Hans-Christian Oeser, 288 S., geb., ISBN: 978-3-455-50037-0, 19,95 EUR (D), 20,60 EUR (A), 34,90 SFR (CH)
Michael Greenberg ist Schriftsteller und führt ein mehr oder weniger geordnetes Leben in New York. Doch dann wird seine Tochter krank – und die Welt um ihn gerät ins Wanken. Der eindrucksvoll erzählte Bericht eines Vaters, der um sein Kind kämpft.
Ein heißer Tag in Manhattan. Michael Greenberg sieht ein Polizeiauto vor seinem Wohnhaus parken. Dass oben zwei Polizisten damit beschäftigt sind, seine von Visionen geschüttelte Tochter zur Ruhe zu bringen, erfährt er erst später. Es ist der Beginn eines langen Weges, den er zu gehen hat, um sein Kind in die Wirklichkeit zurückzuholen. »Ich habe das Gefühl zu reisen, aber ohne Möglichkeit zur Umkehr«, sagt Sally. Ihr Vater folgt ihr auf dieser »Reise«, die sie unter anderem durch die Psychiatrie führt, hin zu einem halbwegs »normalen« Leben. Ein anrührendes Buch, das einen ganz eigenen Sog ausübt.
Rezension Irene Jung (Hamburger Abendblatt, 8. Mai 2009 - Auszug): " ... Greenbergs Buch ist kein Krankheitsprotokoll. Es ist die sehr persönliche, einfühlsame, stellenweise sogar selbstquälerische Erinnerung eines Vaters an einen "Sturm", der seine ganze Familie verändert. Sie reiht sich ein in Tilman Jens' Auseinandersetzung mit der Demenz seines Vaters Walter Jens oder die Erinnerung der Bestsellerautorin Danielle Steele an ihren manisch-depressiven Sohn Nick ... " - Zur Rezension

Samstag, 25. April 2009

Aus einer Buchwerkstatt mit Hochbegabten

Mathias Wais
Hilfe – ich bin hochbegabt! Mit schlauen Füchsen unterwegs
In Zusammenarbeit mit Kindern der Buchwerkstatt Dortmund: Lukas Fabian, Anna Katharina Krause, Lisa Schenk Jonas Schneider, Jan-Philipp Stratmann
168 S., Broschur, ISBN 978-3-86783-004-1, EUR 16,80 (D), EUR 17,40 (A), sFr 29,90
Ein Buch nicht nur über, sondern von Hochbegabten – für Eltern, Lehrer, Erzieher und – hochbegabte SchülerInnen: ein »Erzählkummerkastenratgebererfahrungsaustauschundschreibmitbuch!«
Ein schlaues Kind zu sein, ist auch nicht immer lustig. Im Gegenteil, oft ist es anstrengend. Tausend Gedanken, Fragen und Sorgen rasen dir ständig durch den Kopf; deine Eltern und Lehrer erwarten Supernoten von dir, und, ja, was Freundschaften betrifft, ist es oft auch nicht so einfach. Hier erzählen hochbegabte Kinder (sie selbst nennen sich lieber schlaue Füchse) im Grundschulalter von ihren Erfahrungen, ihren kleinen Schabernacks und auch davon, wo sie der Schuh drückt. Und vor allem wird hier erzählt, wie solche schlauen Füchse mit ihren kleinen und großen Problemen umgehen. Nur so viel sei hier schon verraten: Sie sind auf jeden Fall sehr erfinderisch.

Wie dieses Buch entstanden ist: Weil Mathias Wais aus seiner Arbeit ganz schön viele schlaue Füchse kannte und weil er wusste, dass sie einerseits ganz normale Kinder sind, aber manchmal doch auch ein paar typische Schwierigkeiten haben (oder ist es anders herum? – Haben eher andere Menschen manchmal Schwierigkeiten mit schlauen Füchsen?), und weil er sich sagte: »Warum soll ich eigentlich immer nur alleine ein Buch schreiben?«, hat er einige von ihnen zusammengetrommelt nämlich Lukas Fabian, Anna Katharina Krause, Lisa Schenk, Jonas Schneider und Jan-Philipp Stratmann) zu einer »Buchwerkstatt«. Dort trafen sie sich einen Sommer lang und trugen ihre Erfahrungen und Ideen zusammen, interviewten andere schlaue Füchse, ihre Lehrerinnen und Lehrer und ihre Eltern (Dankeschön an sie alle), und Mathias Wais hat alles aufgeschrieben, und so sind die kleinen Geschichten entstanden, die der Verlag nun in dieses Buch gepackt hat.

Was man hier so alles lesen kann
— Worum geht es in diesem Buch eigentlich?
— Frau Spielberg hat eine supergute Idee
— Ja, ja, die stolzen Eltern
— »Streber!« Eine Klasse überspringen?
— Oder besser Extraaufgaben bekommen?
— Ein Traum – Unterricht für schlaue Füchse
— »Immer das Gleiche«
— Muss Schule eigentlich unbedingt langweilig sein?
— Mathe: Eins, Deutsch: Fünf
— Herr Brösebein bekommt auch nicht immer eine Eins, aber meistens schon
— »Kann ich nicht einfach ein ganz normales Kind sein?«
— Emily, Kurti und die Ungerechtigkeiten dieser Welt
— Wie kann man eigentlich heißes Wasser einfrieren?
— »Sei nicht immer so ungeduldig!«
— »Ich hasse Fehler!« – Warum eigentlich?
— »Sei doch nicht so stur!«
— Wieviel PS hat eigentlich eine Frage?
— »Wieso hat uns der liebe Gott keine Ohrenklappen gemacht?«
— Tarnkappen-Olga
— Der Fuchs im Aquarium
— »Micha ist meine beste Freundin!«
– »Freunde? Brauch ich nicht!«
— Erwischt, Herr Dombrowski!
— Gibt es eigentlich hochbegabte Kakadus?
— »Warum nur bin ich hochbegabt?«
— Was bedeutet es für dich, hochbegabt zu sein?
— Vielleicht magst du dich ja mal selber interviewen
— Befrage doch mal deine Lehrer
— Warum nicht Lehrern auch mal was zu lesen geben? Mindestens dieses Kapitel
Zum Schluss: Wie es weitergehen kann

Leseprobe: Seit diesem Tag stellte sich Olga vor, sie hätte eine Tarnkappe auf. Sie machte sich jeden Tag ein vergnügliches Spiel daraus, es niemanden merken zu lassen, was mit ihr war. In der Schule fing sie an, sich geradezu dumm zu stellen. Sie beobachtete die anderen Kinder, wie sie sich verhielten, wenn sie etwas nicht wussten: Sie hatten Ausreden oder taten so, als hätten sie die Frage der Lehrerin gar nicht gehört, oder als hätten sie gerade etwas außerordentlich Wichtiges an ihrem Schultornister zu besorgen.
Olga machte das nach. Die Lehrerin wunderte sich, dass Olga auf einmal Schreibfehler machte, die früher nie bei ihr vorkamen. Und Olga hatte ihren Spaß daran, dass die Lehrerin sich wunderte ...

Kriminalprävention für Kinder

Anlaufstellen und Sicherheitskurse für Kinder
Die Kelly-Inseln sind sichere Anlaufstellen in einer Stadt oder Gemeinde. Das Logo in den Geschäften, kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen signalisiert Kindern, dass sie hier Hilfe bei großen oder kleinen Problemen bekommen können.
Zum Beispiel Esslingen, Baden-Württemberg: Kinder können in ungewohnte und auch gefährliche Situationen geraten. In einem Sicherheitskurs erlernen sie kindgerecht und spielerisch, wie man Gefahren frühzeitig erkennt und richtig reagiert. Dabei steht Selbstbehauptung im Vordergrund. Erfahrene Trainerinnen und Trainer, die im Arbeitskreis Gewaltprävention bei der Polizei (nicht nur in) Esslingen mitwirken, leiten die Kurse nach bestimmten Qualitätsstandards, wie vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg empfohlen. Die Kurse sind altersgerecht ab dem Vorschul- und Grundschulalter aufgebaut.
Kelly-Inseln existieren derzeit nicht nur im Kreis Esslingen, sondern auch bereits in anderen Kommunen Deutschlands. Auf den Webseiten der Kelly-Inseln finden Sie weitere, hilfereiche Informationen

Donnerstag, 23. April 2009

Legasthenie - La Dyslexie

Cornelia Jantzen
Rätsel Legasthenie - Begabung oder Handicap? - Denkanstöße für ein neues Verständnis
Mit einem Vorwort von Felicitas Vogt, kt., 280 S., ISBN-10: 3-8251-7296-1, ISBN-13:
978-3-8251-7296-1, 17,50 EUR
Legastheniker sind Menschen, die – vordergründig betrachtet – Schwierigkeiten im Erlernen und im späteren Gebrauch der Schriftsprache haben. Manche bleiben nahezu Analphabeten, andere kommen mit ihrem Handicap so einigermaßen durchs Leben. Viele Betroffene verzweifeln jedoch irgendwann, werden auf Sonderschulen abgeschoben und landen in der Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, manche sogar in der Kriminalität.
Aus ihrer sozialen Stigmatisierung heraus entwickeln Legastheniker oft ein negatives Selbstbild, trotz oder gerade wegen vieler an sich gut gemeinter Therapien, denen sie unterzogen werden. Seit einigen Jahren setzt sich, angestoßen durch den Amerikaner Ronald Davis, erfolgreich eine neue Sichtweise durch, die davon ausgeht, dass Legasthenie keine Deformation, sondern Ausdruck einer besonderen 'Begabung' ist, die auf einem stark entwickelten bildhaften Vorstellungsvermögen und einer ganz eigenen Wahrnehmungsstruktur beruht. Die Betroffenen sind oft überdurchschnittlich intelligent und zu hohen kreativen Leistungen befähigt - vorausgesetzt, sie begegnen Erziehern, Eltern und Partnern, die dies verstehen und fördern.
Cornelia Jantzen zeigt an vielen Beispielen, worauf die neue Sichtweise basiert, und stellt Verbindungen zur Waldorfpädagogik Rudolf Steiners her. Ihre These: Beide Ansätze können sich, da sie vom Prinzip des schöpferischen, sich selbst verwirklichenden Menschen ausgehen und zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen, in idealer Weise ergänzen und bereichern. Dieses Buch kann viele Denkanstöße bieten.

Legasthenie?

Ach, wissen Sie nicht, was das ist?
Wenn du das bist,
ist es nicht schlimm,
denn in dir drin,
weißt du genau,
dass du bist schlau.
Du denkst mit Schildern,
also in Bildern.
Auch das Rechnen fällt dir schwer,
Lesen magst du auch nicht sehr,
Schreiben tut dir nicht so gut,
doch trotzdem fasse neuen Mut.
Du kannst dies, die anderen das,
Hauptsache es macht dir Spaß.
So kann Schreiben Spaß dir machen,
vor allen Dingen mit solchen Sachen,
wie zum Beispiel dies Gedicht.
Aufgezwungen war es nicht.
Drum hat es mir dann Spaß gemacht,
weil ich es selbst hab ausgedacht.

(Maro, 14, Legastheniker) - Lernstudio Leonardo, Hamburg

Cornelia Jantzen
LA DYSLEXIE - HANDICAP OU TALENT?
Éditeur: Triades, 288 pages, 21,00 €
Pour beaucoup de gens, « dyslexie » rime avec difficultés scolaires, capacités restreintes et échecs. Cornelia Jantzen témoigne ici de la manière dont elle a dépassé cette opinion partiale et fausse. Au fil des observations, des rencontres et des expériences, elle nous aide à comprendre les modes de perception et de pensée propres à l’enfant dyslexique. Sa démarche se réfère principalement aux travaux de deux grands chercheurs : Ronald Davis, l’auteur du célèbre livre le Don de dyslexie qui, en 1994, apporta un tout nouvel éclairage sur cette question, et Rudolf Steiner qui fonda, au début du siècle dernier, une pédagogie de l’homme complet. Son livre s’adresse à tous les esprits curieux, à ceux que fascine la diversité des facultés humaines, à ceux qui enseignent la lecture et l’écriture et, bien sûr, aux dyslexiques qui veulent comprendre ce qui se passe en eux ... Au sommaire

Montag, 20. April 2009

Amoklauf: Columbine High School in Littleton, Colorado

Joachim Gaertner
Ich bin voller Hass - und das liebe ich. Dokumentarischer Roman
Eichborn Verlag 2009, 192 S., brosch., ISBN:9783821858487, 16.95 Euro, 28.90 sFr
Aus 25.000 Seiten Ermittlungsakten destilliert Joachim Gaertner einen Dokumentarroman, bei dem Entsetzen und Staunen über die künstlerische Fantasie der Täter eines der folgenreichsten Verbrechen der letzten Jahrzehnte sich die Waage halten.
Es ist 9 Uhr 11, als in der Notrufzentrale von Jefferson County das Telefon klingelt und eine panische Frauenstimme berichtet, dass zwei schwarz gekleidete Gestalten durch die Columbine Highschool gehen und jeden niederschießen, den sie antreffen. Die Anruferin, die Lehrerin Patti Nielson, hat sich mit vielen anderen in der Bibliothek verschanzt. 26 Minuten lang hört die Beamtin der Notrufzentrale die Schüsse und Explosionen im Hintergrund, während sie versucht, die Frau zu beruhigen. Dann flüstert Patti Nielson plötzlich nur noch. »Oh Gott. Ich habe wirklich ... Angst ... Ich glaube, er ist jetzt in der Bibliothek.«
Gaertners Dokumentarroman erzählt die Geschichte von Tat und Tätern ausschließlich anhand von Originaldokumenten, Tagebüchern, Interneteinträgen, Verhörprotokollen und Aussagen von Beteiligten, und konterkariert so die Dramaturgie der Tat selbst, die von den Tätern bis ins kleinste Detail in literarischen Szenen, Tagebüchern, auf Internetseiten und in Videos in der Fantasie ausgebildet wurde, bis sie schließlich katastrophale Realität wurde. - Aus den Schulaufsätzen von Eric Harris und Dylan Klebold: Verlagsseite
Rezension Deutschlandfunk (Auszug): " ... Es sind die Erwachsenen und nicht die Teenager, die eine Wand um sich errichten: Am verstörendsten sind jene Momente in Joachim Gaertners Montage des Bösen, in denen die Hinweise auf die bevorstehende Tat deutlich zu Tage treten - und übersehen werden. Dylan zum Beispiel verfasst wenige Wochen vor dem Massaker im Rahmen des Creative-Writing-Unterrichts eine Kurzgeschichte über einen Killer, der ein Blutbad unter Schülern anrichtet. Doch seine Lehrerin liest den Text nicht einmal zu Ende, weil eine Frau darin als "pussy" bezeichnet wird: "Ich fühle mich beleidigt von deiner vulgären Ausdrucksweise!", schreibt sie nach der Hälfte an den Rand: "Nimm zur Kenntnis, dass ich ab hier aufgehört habe zu korrigieren." Kurz darauf ist es zu spät, um noch etwas zu verbessern. Das ist die Tragödie, die dieses Buch erzählt ... " Zur Rezension

Samstag, 18. April 2009

Motorisches Lernen in der Zirkuspädagogik

Matthias Christel
Bewegungskünste - Motorisches Lernen in der Zirkuspädagogik
Book on Demand ISBN-13: 9783837038613, ISBN-10: 3837038610, 16,95 € pro verkauftes Exemplar 2009 geht 1€ an die BAG Zirkuspädagogik
Die Zirkuspädagogik erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit und Verbreitung. Immer mehr Pädagogen erkennen den Wert und die Chancen in der Zirkusarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es existiert mittlerweile eine Vielzahl an Praxisleitfäden, Spielesammlungen und Methodenhandbüchern. Noch weitgehend brach liegt hingegen das Feld der zirkuspädagogischen Theorie, das bisher nur an wenigen Stellen beackert worden ist. Die Nachfrage nach theoretischer Auseinandersetzung und pädagogischer Fundierung nimmt stetig zu, sodass es an der Zeit ist, einmal genauer nachzufragen, worin denn der pädagogische Wert in den Zirkuskünsten wirklich liegt.
Im vorliegenden Buch werden die Bewegungskünste vorgestellt und in vielfältigen Zusammenhängen beleuchtet. Sie ermöglichen nicht nur eine genauere Charakterisierung und neue Definition der Zirkuskünste, sondern vor allem in Verbindung mit dem Prozess des motorischen Lernens völlig neue Begründungszusammenhänge für eine künstlerisch-ästhetische Erziehung in der Zirkuspädagogik. Ein Überblick über aktuelle und bewährte pädagogische Konzepte, über die Rahmenbedingungen von Zirkuspädagogik, eine detaillierte Übersicht über die Zirkuskünste und eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Kunst im Zirkus runden die Darstellung ab.
Dieses umfassende Buch zur zirkuspädagogischen Theorie ist für alle geeignet, die sich nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch mit Konzepten und Begriffen in der Zirkuspädagogik auseinandersetzen wollen, Anregungen und Begründungen für ihre pädagogische Arbeit suchen, Material für wissenschaftliche Texte benötigen oder sich einen Überblick über die vielfältigen Anwendungsgebiete der Zirkuspädagogik verschaffen möchten. Dazu gehören u.a. Lehrer, Pädagogen im außerschulischen Bereich, Wissenschaftler, Studenten, Artisten ... zirkus-paedagogik.de

Freitag, 17. April 2009

Mädchen lernen am 23. April sicheres Surfen im Internet

Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK will beim Girls’ Day am 23. April bei jungen Mädchen die Sensibilität für den Umgang mit persönlichen Daten im Internet schärfen.
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK will beim Girls’ Day am 23. April bei jungen Mädchen die Sensibilität für den Umgang mit persönlichen Daten im Internet schärfen.
Zum fünften Mal ermöglicht die Forschungseinrichtung Schülerinnen zwischen 15 und 16 Jahren einen Blick hinter die Kulissen. Der Tag steht dabei ganz im Zeichen der Aufklärung darüber, wie die Mädchen sicher im Internet surfen können. Denn der ungezwungene Umgang mit persönlichen Daten im World Wide Web ist gerade bei jungen Nutzern ein Risiko, dessen sich Kinder und Eltern oft nicht ausreichend bewusst sind.
Die ganze Welt weiß Bescheid: weiß wo man wohnt, weiß welche Freunde man hat, weiß was man in seiner Freizeit tut – genau das ist Trumans Schicksal im Hollywoodfilm Die Truman Show. Für die meisten eine beängstigende Vorstellung. - PCPr@xis - Eltern an's Netz

Das Thema "Tod und Sterben in der Rockmusik"

Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.)
"The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" - Tod und Sterben in der Rockmusik
Telos Verlag 2009, 267 S., 185 Farb- und 30 Sw-Abb., ISBN-13/EAN: 978-3-933060-26-6, EUR 16,80
Musik ist eine besonders flüchtige Kunstform. Kaum erklungen, ist sie schon verweht. Als Symbol für die Vergänglichkeit liegt es daher nahe, sie in Verbindung mit dem Thema Tod und Sterben zu bringen. Erstaunlich ist allerdings, dass auch das populärkulturelle und vorwiegend an Jugendliche gerichtete Unterhaltungsgenre der Rockmusik sich vielfältig damit befasst. In welcher Form das in den unterschiedlichen Stilrichtungen geschah, soll dieses Buch zeigen. Vom Psychedelic Rock der 1960er Jahre über Punk, Death Metal, Gothic bis hin zu HipHop werden anhand von relevanten "Leitfossilien" markante Stationen der Rockgeschichte nachgezeichnet. Über 200 (vorwiegend kleinformatige) Farbabbildungen z.B. von themenrelevanten Plattencovern, Flyer usw. illustrieren die einzelnen Aufsätze.
Nach einer Einleitung von Josef Spiegel zeichnen weitere Texte markante Stationen der Rock- und Popgeschichte vom Ende der fünfziger Jahre bis heute anhand dieses wichtigen und häufig verwendeten Themas innerhalb der Rockmusik nach. Leitlinie ist dabei das Verhältnis von Musikgenre, Szene und Jugendbewegung auf der einen Seite und der existentiellen Erfahrung von Tod auf der anderen Seite. Deutlich wird, dass Zeitgeist, Genre und Stilart der Musik jeweils einen ganz eigenen Umgang mit dem Thema bewirkt haben. Deutlich wird auch, dass der Kosmos "Rockmusik" gerade auch jungen und jugendlichen Menschen eine umfassende und komplexe Sprache bereitstellt, mit der sie auch wesentliche und wichtige Lebensthemen in einer ihr nahen und eigenen Ausdrucksform betrachten, werten und verarbeiten können.
Noch zu Beginn der Sechziger Jahre war der Tod als Motiv in der populären Musik nur in Ausnahmefällen präsent. Angesprochen wurden allenfalls schreckliche Schicksalsschläge, wie ein Autounfall mit jungen Leuten im bekannten Song "Last Kiss". Erst der "Psychedelic Rock" ab der Mitte der sechziger Jahre mit seinen Abstechern in die Sphären von Bewusstseinserweiterung und "neuen höheren Wirklichkeiten" nutzte bestimmte Potenziale und Stufungen des Todesthemas gezielt. Beispielhaft dafür stehen etwa das Album "The Full Circle" von den Doors oder auch der Beatlestitel "Tomorrow Never Knows".
Gegen Ende dieser weitgehend von "metaphysischen Sehnsüchten" und "Flower Power" geprägten Jahre trat dann mit dem durch exzessivem Lebenstil und Drogen verursachten Tod vieler Supergrößen des Rock, von Jimi Hendrix über Janis Joplin bis zu Jim Morrison, der real erlebte Tod in die Welt des Rock ein. Dabei konnte jedoch noch die Erfahrung der Vergänglichkeit in der "heroischen Abgangsgeste" des bekannten "wen die Götter lieben, der stirbt jung" verbrämt werden. Mit den brutalen Todesfällen unter den Zuschauern beim berühmt-berüchtigten "Altamont Rock Festival" der Rolling Stones war die Illusion des "Summer of Love" jedoch endgültig von der Realität des Todes und auch der tödlichen Gewalt eingeholt worden. Auf den Covern und in der Rockmusik verändert sich damit auch die Art der Darstellung und der Inhalte. Nur ein Beispiel unter vielen: die Superband "Cream" zeigte auf dem Cover ihre Songtitel als Inschriften auf einem Grabstein.
War die Ausseinandersetzung mit dem Thema Tod bis dahin noch weitgehend auf das eigene Bezugssystem der Musiker und ihrer Welt ausgerichtet, grenzte sich der Punkrock in der Folge davon klar ab. Jetzt werden, wie in den Songs und auf den Covern der bekannten "Dead Kennedys" gesellschaftskritische und politische Hintergründe stärker betont. Unter Bezug auf Bildmaterial aus realen politischen Ereignissen wie etwa den Vietnam-Krieg werden Tod und Sterben mit dem Schockpotential grausamer Kriegsbilder angeprangert. Oft nutzt der Punk auch das Schockpotential des Todes einfach nur, um die Selbstzufriedenheit der Gesellschaft anzugreifen. Da angesichts des Todes alle gleich sind, eignet er sich als anarchisches Symbol besonders gut. Leidenschaft, Freiheit und Schwarze Romantik verbindet dagegen der Musikstil des Gothic-Rock mit dem Tod. Auf den Covern sieht man Gräber, Ruinen, Grabsteine und Kirchen als Attribute einer Lebenshaltung, die auf eine existentielle Fragestellung abzielt.
Ganz anders dagegen nutzt der Hard-Rock und Death-Metalrock das Todesthema. Eindeutig stehen Schock- und bizarre Horroreffekte im Vordergrund und man kann bei manchen Bands durchaus auch eine Logik des "immer mehr" entdecken, um den letzten Sprung und die letzte Möglichkeit der Provokation auszureizen. Vielfach in die Kritik geraten ist der Hard-Rock und Metal-Bereich auch dadurch, dass ihm von manchen Kritikern - vor allem im Zusammenhang von solch verheerenden Ereignissen wie Amokläufen - eine direkt gefährdende Wirkung auf Jugendliche nachgesagt wird. Eine Sonderstellung nimmt in diesem Genre die spezielle Ausprägung der "Neuen deutschen Härte" mit auch international bekannten deutschen Gruppen wie "Rammstein" oder "Oomph" ein. Besonders letztere hat das Todesthema vielfach und oft auch mit provokativer und herausfordernder Gestik in ihren Songs eingesetzt. HipHop und Rapmusik ist vermutlich die Musiksprache, welche auch interkulturell den größten Verbreitungsgrad hat. Diese Musik kommuniziert in szenegriffigen Freund-Feind-Bildern die Probleme von Ghetto und Straße wie Bandenkriege, Drogen aber auch gewaltsamen Tod und Mord. Herausforderndes Testen von Grenzen ist die Regel, oft auch Teil des selbststilisierten Auftritts der Musiker, was ihnen immer wieder die Aufmerksamkeit von Zensur und Jugendschutz eingebracht hat.
Die Texte wurden von (studentischen und wissenschaftlichen) Teilnehmern eines Seminares zu "Rockmusik und Todesthema" am Soziologischen Institut der Universität Münster wie Dieter Hiebing M.A. und Dominik Irtenkauf M.A. sowie von Kollegen der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen beigetragen.
Die Projektidee und ein gut Teil der Zusammenstellung stammt von Josef Spiegel (Stiftung Künstlerdorf Schöppingen). Gefördert wurden Projekt, Ausstellung und Buch vom Ministerpräsidenten des Landes NRW und vom Kreis Borken. Kooperationspartner sind das Rock'n'Popmuseum, das Institut für Soziologie der Universität Münster, der Telos Verlag und das Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Dort wird die Ausstellung 2010 gezeigt.
Diese umfangreiche Anthologie ist als Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung, die vom 1.3.-26.4.2009 im Rock'n'Popmuseum Gronau gezeigt wird, konzeptioniert, funktioniert aber auch als eigenständiger Beitrag zum Thema, der auch ohne die Schau mit Gewinn zu lesen ist.
Rezension dradio Kultur (Auszug): " ... Die Autoren des Buches, darunter auch Studenten eines Seminars zu "Rockmusik und Todesthema", haben in 18 Einzelaufsätzen über die verschiedensten Aspekte und Facetten quer durch die Geschichte der Rockmusik gearbeitet. Dabei entstand eine Dokumentation, die an vielen Stellen mehr Informationen zu einzelnen Themen vermissen lässt. Zu viele Thesen und Themen werden nur kurz und oberflächlich angerissen, zu wenig hinterfragt und mit Nachweisen unterfüttert. Vor allem Songtexte, die sich inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen, finden sich im Buch zu wenige. Ebenso fehlen tiefer gehende philosophische Denkmodelle, die mehr über die Beweggründe der Musiker und die gesellschaftlichen Querverbindungen aufzeigen.
Das Buch ist dennoch empfehlenswert, da es das einzige, zumindest in deutsch veröffentlichte Werk über dieses Thema ist und bietet damit den passenden Einstieg für die Leser, die sich damit noch intensiver beschäftigen möchten. Zudem ist es den Autoren gelungen, sich allgemein verständlich und nicht zu wissenschaftlich auszudrücken. Es ist mit seinem didaktischen Ansatz gerade deshalb als Lehr- und Schulbuch die passende Begleitung einer Ausstellung zum Thema "Tod und Sterben in der Rockmusik" im Rock'nPopmuseum Gronau ... "

Donnerstag, 9. April 2009

Der nächste Urlaub kommt bestimmt

Anne und Peter Thomas
Das große Ferien- und Freizeitbuch
Übersetzer: Arnica und Dietrich Esterl, durchgehend farbig, 238 S., geb., ISBN-10: 3-7725-1611-4, ISBN-13: 978-3-7725-1611-5, 25,00 EUR
Anne und Peter Thomas haben zahlreiche Ideen und Vorschläge für einen kurzweiligen und erlebnisreichen Urlaub zusammengestellt: spannende oder lustige Unternehmungen, Lieder, Spiele für drinnen und draußen, die Beschäftigung mit interessanten Naturphänomenen. Tipps zur Urlaubsvorbereitung und nützliche Informationen über Maßnahmen im Krankheitsfall ergänzen die zahlreichen Bastelideen und Spielanregungen. Zudem werden Phänomene zum Wettergeschehen, zur Sternenwelt, zu Tieren und Pflanzen, am Strand und in den Bergen anschaulich erklärt. Kurzsymbole und ein umfangreiches Register ermöglichen einen schnellen Überblick und zeigen an, für welches Alter und welche Anzahl von Kindern die jeweiligen Aktivitäten geeignet sind.
Inhaltsverzeichnis: • Ferienvorbereitungen • Urlaubs-Checklist • Was tun bei Krankheiten? • Alles Wissenswerte über das Wetter • Die Sterne • Interessante Phänomene in der Natur • Orientierung • Am Strand • In den Bergen • Spiele für unterwegs • Leben und spielen in der Natur • Spiele am Strand • Spiele für drinnen und / oder für draußen • Basteln mit natürlichen Materialien • Wenn es regnet • Register nach Spielart, Alter und Anzahl der Kinder • Alphabetisches Register der Spiele, Bastelarbeiten, Lieder und anderen Aktivitäten

Leidensdruck übergewichtiger Kinder

Valentin, Stephan
Wenn Kinder zu viel wiegen - Ein Elternratgeber
dtv 2008, 192 S., ISBN 978-3-423-34469-2, Euro 9,90 [D], 10,20 [A], sFr 17,40
Übergewicht bei Kindern: Dr. Stephan Valentin hat sich auf die Suche nach den verschiedenen Dickmachern begeben und sie vor allem in dem veränderten Lebensstil heute gefunden: Fast Food und Außer-Haus-Verpflegung, Bewegungsmangel, massive Werbung der Nahrungsmittelindustrie, emotionale Vernachlässigung. Der Kinderpsychologe zeigt aber auch, was Eltern unternehmen können, um das Problem in den Griff zu bekommen. Mit den besten Rezepten aus der gesunden Profiküche.
Rezension "Litterula" (Auszug): " ... Der Leidensdruck übergewichtiger Kinder und ihrer Eltern ist enorm. Dieser Ratgeber kann ein erster Schritt sein, den verheerenden Teufelskreis zu durchbrechen, in den diese hineingeraten sind ... Insgesamt wird deutlich, dass es sich beim Übergewicht von Kindern um ein gesellschaftliches Problem von bedeutendem Ausmaß handelt und dass eine grundsätzliche Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten angestossen werden muss. Doch beginnen muss diese in den einzelnen Familien, in den Köpfen der Eltern und im Alltag der Kinder ... " - Zur Rezension

Freitag, 3. April 2009

Papa im Gefängnis

Das Kinderbuch “Wir treffen uns im Traum” - Eine Geschichte über Papa im Gefängnis - kann ab der nächsten Woche im Internetshop der Arbeitsbetriebe des Justizvollzuges unter www.gitterladen.de zum Preis von 5,27 EUR bestellt werden. Es ist unter der Leitung von Diplom-Psychologin Nicole Borchert und in Zusammenarbeit dem Verein „Leben ohne Fesseln e.V.” entstanden.
In Sächsischen Haftanstalten sind derzeit 3.381 Männer inhaftiert. Fast jeder Dritte ist Vater eines minderjährigen Kindes. In der Justizvollzugsanstalt Leipzig haben inhaftierte Väter zusammen mit Mitarbeitern des Psychologischen Dienstes das bemerkenswerte Kinderbuch “Wir treffen uns im Traum - Eine Geschichte über Papa im Gefängnis” entwickelt. Es handelt in Bildern und Texten von dem kleinen Mädchen Alessa, dessen Vater ins Gefängnis muss. - Weiter in der Pressemeldung

Dienstag, 24. März 2009

Ratgeber Pubertät

Annegret Noble-Fischer
Maulende Rebellen, beleidigte Zicken - Der Erziehungscoach für Eltern
Ariston Verlag 2009, Ppb.brosch., 192 S., ISBN: 978-3-424-20011-9, € 16,95 [D], € 17,50 [A], CHF 31,90
Streiten Sie noch oder erziehen Sie schon? Türknallen, Schuleschwänzen, heimliches Rauchen – Eltern von Teenagern erkennen ihre Kinder in der Pubertät oftmals kaum wieder. Streit und Provokation scheinen vorprogrammiert. Laut Annegret Noble Fischer, bekannt aus der TV-Dokumentarreihe Teenager außer Kontrolle, reagieren die meisten Eltern auf diese Veränderung mit Kritik und Unverständnis - und verschärfen so den Konflikt. In ihrem praxisnahen Ratgeber gibt die erfahrene Familientherapeutin eine Vielzahl an innovativen Denkanstößen, wie Eltern ihre Kinder motivieren, fordern und zugleich fördern können. Teenager loten bewusst Grenzen aus – sie wollen testen, wie weit sie gehen können. Viele Eltern wissen nicht, wie sie auf die Eskapaden ihrer Sprösslinge reagieren sollen. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis zeigt die Autorin, wie man Teenagern Grenzen setzen kann und ihnen Halt gibt, ohne sie zu bevormunden oder einzuengen. Es gilt, ein positives und entspanntes Verhältnis zu schaffen, in dem sich die Kinder zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten entfalten können. Entscheidend ist dabei, was Eltern ihren Kindern in ihrem Verhältnis zu anderen Menschen und zu sich selbst vorleben, denn: ausgeglichene Eltern haben entspannte Kinder. - Kompetenter und sensibler Ratgeber für Eltern von Teenagern - Psychologisch fundiertes Erziehungskonzept
Rezension dradio (Auszug): " ... Das ist ein erfreulich ehrliches, deutliches und unterstützendes Buch, das Annegret Noble vorlegt. Dabei ist die Autorin mit ihren Anregungen alles andere als bequem. Bereits auf der ersten Seite konfrontiert sie die Eltern damit, dass sie auf jeden Fall ein Teil des Problems sind, wenn Jugendliche über die Stränge schlagen. Die Eltern müssen sich also ändern, damit ihr Kind sich ändern kann. Auch wenn es Zeit und Energie kostet - gerade die Zeit der Pubertät ermöglicht es, vieles zu reparieren, was zuvor schief lief. Mit vielen nachvollziehbaren Beispielen beschreibt sie, wie das geht und vor allem auch, was man von Anfang an tun kann, damit solche Probleme gar nicht erst entstehen und die Beziehung zum Kind gelingt ... " - Zur Rezension

Donnerstag, 19. März 2009

31.März 2009: 95.Todestag von Christian Morgenstern

Christian Morgenstern
Aphorismen
Stuttgarter Werkausgabe Band V, 764 S., Ln. mit Schutzumschlag, ISBN-10: 3-87838-505-6, ISBN-13: 978-3-87838-505-9, 41,00 EUR
Die Stuttgarter Gesamtausgabe seiner Werke und Briefe zeigt erstmals sein ganzes Schaffen (der Band Aphor ismen z.B. enthält zu fast einem Drittel bisher Unveröffentlichtes), bringt zuverlässige und authentische Texte und bezieht Pläne und Fragmente aus dem Nachlass ein (besonders beim Band Episches und Dramatisches). Sie entdeckt Verschollenes (fast der gesamte Band Kritische Schriften besteht aus wieder gefundenen Texten) und wertet den gesamten Nachlass wissenschaftlich aus, so dass die ausführlichen Kommentarteile der Bände auch Varianten und Vorstufen der Texte aufführen und damit den Schaffensprozess jeweils nachvollziehbar machen. Schichten aus Staub und Patina werden abgetragen, das Original tritt hervor, wird in seiner Ganzheit sichtbar und überrascht durch die Frische seiner ursprünglichen Farben – mit anderen Worten: Es erscheint der ganze Morgenstern!
Inhalt: Autobiographische Notitz - In me ipsum - Natur - Kunst - Literatur - Theater - Sprache - Politisches, Soziales - Kritik der Zeit - Ethisches - Lebensweisheit - Erziehung. Selbsterziehung - Psychologisches - Erkennen - Weltbild: Anstieg - Weltbild: Episode - Tagebuch eines Mystikers - Weltbild: Am Tor - Symphonie - Kommentarteil

Samstag, 14. März 2009

Vera Kaltwasser: Achtsamkeit in der Schule + Deutschunterricht

Vera Kaltwasser
Achtsamkeit in der Schule - Stille-Inseln im Unterricht: Entspannung und Konzentration
Mit einem Vorwort von Klaus Hurrelmann, Beltz 2008, 160 S., brosch., ISBN 978-3-407-62631-8, EUR 22,90
Wie aus einer Haltung der Achtsamkeit heraus sich die Selbstwahrnehmung von Schülerinnen und Schülern verfeinert und ihre Selbstkompetenz sich erhöht, das erläutert Vera Kaltwasser in diesem Buch. Von den jüngsten Erkenntnissen der Hirnforschung und der Psychologie über das enge Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Gefühlen spannt die Autorin den Bogen zu praktischen Konsequenzen für den Unterricht. Erstmals wird hier ein prozessorientiertes Konzept vorgestellt, das die Kraft der Stille und der Selbstbesinnung für Kinder und Jugendliche erschließt. Die Schüler werden zu Forschern in eigener Sache und lernen, wie sie selbsttätig Stress bewältigen und innere Anspannung lösen können. Die Achtsamkeitsphasen, in denen auch mit Übungen aus dem QiGong gearbeitet wird, lassen sich nahtlos und mit geringem Aufwand in den Schulalltag einflechten. Ab der fünften Klasse (aber auch schon in der Grundschule) bis zum Abitur kann die Schulung der Achtsamkeit entscheidend zur Persönlichkeitsentfaltung beitragen. - Inhalt (pdf) - Leseprobe (pdf)
Interview mit der Autorin: " ... Sind Körper, Geist und Gefühl in Einklang, lernt es sich leichter – diese Erkenntnis bestätigen Erziehungswissenschaftler wie Klaus Hurrelmann, Psychologen und Hirnforscher wie Gerald Hüther. Vera Kaltwasser hat daraus praktische Konsequenzen für den Unterricht gezogen: In ihrem Buch beschreibt sie, wie sich Entspannungsübungen wie QiGong u. a. so in den Unterricht einfügen lassen, dass die Lernbereitschaft, die Selbstwahrnehmung und Selbstkompetenz der Schüler signifikant erhöht werden. Vera Kaltwasser stellt in ihrem Buch ein Konzept vor, wie Jugendliche ihre Selbstwahrnehmung verfeinern und die Fähigkeit der Selbstwirksamkeit ausbilden können, so dass sie ihre Aufmerksamkeit besser lenken und ihre Kreativität entfalten können. Es lässt sich – ab der 5. Klasse – aber auch schon in der Grundschule nahtlos in den Unterricht einfügen. Mit einfachen Übungen der Selbstwahrnehmung über QiGong-Übungen und Phantasiereisen werden die Schüler zu Forschern in eigener Sache und sie lernen, das Steuer ihrer Persönlichkeit selbst in die Hand zu nehmen. (über das Buch: "Achtsamkeit in der Schule" - Beltz Verlag) ... " - Zum Interview

Vera Kaltwasser (Artikel)
Frauen um Goethe (Sekundarstufe II)
Praxis Deutsch Nr. 156 - Goethe, Fachzeitschrift Erhard Friedrich Verlag 1999, Bestell-Nr: 52156, 12,50 EUR, Abo-Preis: 9,20 EUR - Inhaltsverzeichnis

Zu den Webseiten der Autorin

Dienstag, 10. März 2009

So lange wir staunen, machen wir in der Erziehung eh das allermeiste richtig

Wolfgang Bergmann
Halt mich fest, dann werd ich stark - Wie Kinder fühlen und lernen
Pattloch 2008, 224 S., Klappenbroschur, ISBN3-629-02191-3, ISBN 978-3-629-02191-5, EUR (D) 14,95
Wolfgang Bergmann weiß um die Zerbrechlichkeit der kindlichen Seele. Er macht sich zum Anwalt der Kinder und betrachtet die Welt aus ihrem Blickwinkel: Er stellt ihre Fragen an die so unverständliche Welt der Erwachsenen. "Halt mich fest, dann werde ich stark" nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der modernen Eltern-Kind-Beziehungsforschung. Deren faszinierende Ergebnisse werden wie spannende Liebesgeschichten erzählt. Bergmann zeigt, worauf es ankommt, damit Kinder und Eltern glücklich sind. Der renommierte Psychotherapeut und Familienvater weiß, wovon er spricht. Er macht uns deutlich: Das Glück der Kinder ist abhängig von einer intakten Eltern-Kind-Beziehung. Daraus ergeben sich klare politische Forderungen für familien- und kinderfreundliche Lebensbedingungen, die Bergmann mit Verve vorträgt. Denn eines ist klar: Wir brauchen Kinder, und Kinder brauchen Nestwärme.
Rezension Deutschlandfunk (Auszug): " ... Gelungene Entwicklung ist für Bergmann die Geschichte einer gelungenen Liebesbeziehung, vor allem der Liebe zwischen Mutter und Kind. Denn im Lächeln der Mutter kommt das Kind in der Welt an, in ihrem traurigen Blick fällt es in die Leere. Babys, so Bergmann, sind darauf angewiesen, dass andere Freude an ihnen haben und dass sie bei anderen Freude auslösen. Nur im Spiegel des Anderen entsteht ihr inneres Bild von ihnen selbst. Fehlt ihnen Anerkennung von außen, kann es zur Ablehnung des eigenen Selbst kommen, des eigenen Körpers, Basis für Essstörungen oder Selbstverletzungen bei Jugendlichen später ... " - Zur Rezension