Samstag, 19. Dezember 2009

Haus- und Familienbuch zu den Heiligen Drei Königen

Manfred Becker-Huberti
Die Heiligen Drei Könige
Greven Verlag, 200 S. mit 220 farbigen Abbildungen, geb., ISBN 978-3-7743-0356-0, EUR 16,90
Alles über die Heiligen Drei Könige
Ein Haus- und Familienbuch mit zahlreichen Informationen, Tipps und praktischen Anleitungen
Die Heiligen Drei Könige gehören zu den am meisten verehrten Heiligen Europas und der Welt. Die Reliquien im Kölner Dom sind seit mehr als achthundert Jahren einer der wichtigsten Anziehungspunkte Kölns. Die größte Kinder- und Jugendbewegung in Deutschland bezieht sich gerade auf diese Heiligen: Jährlich ziehen 500.000 Sternsinger als Heilige Drei Könige durch Deutschland und halten den alten Brauch der Haussegnung lebendig.
Aus dem Inhalt:
Geschichte und Legenden
Bräuche von gestern und heute
Das Kasperle als Mutation
Gold, Weihrauch und Myrrhe
Der Stern von Bethlehem
Erzählungen
Alte und neue Kunst
Lieder und Noten
Bastelanleitungen für Stern, Kronen und Gewänder
Gaumenfreuden und Rezepte

Der soziale Frieden in Deutschland ist gefährdet

Albrecht von Lucke
Die gefährdete Republik - Von Bonn nach Berlin: 1949 – 1989 – 2009
Wagenbach Verlag Politik 2009, 112 S., brosch., ISBN 978-3-8031-2605-4, 9,90 €, 18,10 SFr, 10,20 € [A]
Was unterscheidet die »Bonner« von der »Berliner Republik«? Und gibt es die Bundesrepublik überhaupt noch – oder nur noch Deutschland?
Albrecht von Lucke erhellt in seinem neuen Buch, inwieweit auf dem Weg von Bonn nach Berlin die »Republik« auf der Strecke geblieben ist – und mit ihr die größten Errungenschaften der Bonner Jahre: Verfassungspatriotismus und Entfeindung, nach außen wie nach innen. Im Zusammenspiel von Eleven Nine, dem 9. 11. 1989, und Nine Eleven, dem 11. 9. 2001, wie mit dem Verlust des westlichen Wohlstands erodieren die republikanischen Prinzipien, kehren die alten Freund-Feind- Gegensätze wieder. Der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet – und damit die Zukunft unserer Demokratie.
Interview mit dem Autor: "Der soziale Frieden in Deutschland ist gefährdet", Albrecht von Lucke über bedenkliche Entwicklungen im postdemokratischen Zeitalter. Albrecht von Lucke, Jurist und Politikwissenschaftler, ist Redakteur der Blätter für deutsche und internationale Politik und freier Publizist. In seinem Buch ... analysiert er die allmähliche Abkehr der Bundesrepublik von bewährten Leitmotiven wie "Nie wieder Krieg" und "Wohlstand für alle" - Interview auf Telepolis

Freitag, 18. Dezember 2009

Dalai Lama

Dalai Lama
Meine spirituelle Autobiographie
Erscheint im April 2010, Aus dem Französischen von Inge Stadler, detebe 23941, brosch., 320 S., ISBN 978-3-257-23941-6, ca. € (D) 9.90, sFr 17.90, € (A) 10.20
Erschienen im Juli 2009, Ln., 320 S., ISBN 978-3-257-06736-1, € (D) 22.90, sFr 40.90, € (A) 23.60
Der Dalai Lama, geistliches und weltliches Oberhaupt der Tibeter und Vorbild für Millionen von Menschen aller Konfessionen, schaut zurück auf sein Leben: auf seine Kindheit, seine Auffindung, seine Lehrzeit, seine Begegnungen. Dabei gewährt er neben dem Einblick ins Persönliche auch einen Ausblick auf die Fragen der Zukunft - Leseprobe (pdf)
Leseprobe aus dem Blog der Meditationsgruppe Wettingen (Auszug): " ... Vergänglichkeit und Gegenseitige Abhängigkeit, oder: Die Welt sehen wie sie ist Text aus dem Buch; Dalai Lama “ Meine spirituelle Autobiographie“
Der Buddhismus bietet eine Methode an, die uns hilft uns zu verbessern. Dabei versuchen wir, die wahre Natur der Dinge zu erkennen, ohne uns vom äusserlichen Schein trügen zu lassen. Die Phänomene, die sich unseren Wahrnehmungsorganen darbieten, haben keine höchste Realität. Nehmen wir das Beispiel eines Berges. Der Berg scheint heute der gleich wie gestern zu sein. Entstanden vor Tausenden von Jahren, repräsentiert er eine Kontinuität in der Welt der Erscheinungen. Auch wenn man eine relative Stabilität in seiner Erscheinung feststellen kann, muss man doch zugeben, dass sich bei genauer Analyse jedes seiner Teilchen sich ständig verändert. Diese Veränderungen, die im unendlich kleinen stattfinden, werden von unserem Geist als Kontinuum wahrgenommen. Diese wahrgenommene Beständigkeit ist nichts als eine Illusion, denn nichts bleibt sich selbst gleich, es gibt keine zwei aufeinanderfolgendn Augenblicke, die sich vollständig gleich sind.
Nach dem Beispiel des Berges nehmen wir das der Blume, deren Vergänglichkeit und Unbeständigkeit offensichtlich sind. Die Blume, die heute in voller Blüte steht, war zuerst ein Same, dann eine Knospe. Diese Veränderungen veranschaulichen die subtile Unbeständigkeit eines jeden Augenblicks. Diese Unbeständigkeit ist die wahre Natur der Blume: Kaum das sie aufgeblüht ist, verwelkt sie. Ob es sich nun um einen Berg oder eine Blume handelt, wir müssen uns an die Vorstellung gewöhnen, dass ein Phänomen im Moment seines Erscheinens bereits die Ursache für sein Ende in sich trägt ... " Zur Leseprobe

Spezielle Empfehlungen

netzwerk frauengesundheit
Besondere Bücher für Weihnachten
Vielleicht gehören Sie ja auch zu denjenigen, die im letzen Moment noch ein kleines Geschenk oder eine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen suchen. Ich habe Ihnen hier einige von meinen Lieblingsbüchern zusammengestellt, die Sie auch in meinem Shop finden. Zugegebenermaßen eine sehr subjektive Auswahl, denn welche Literatur uns gefällt, hängt ja sehr vom augenblicklichen Zeitgeist und unserer momentanen Gemütsverfassung ab ... Gerne können Sie mir bei den Kommentaren auch Ihre Lieblingsbücher nennen, dann werde ich bald eine neue Liste machen - Zu den Empfehlungen

638 Minuten Hörvergnügen

Lyrikstimmen - Die Bibliothek der Poeten
122 Autorinnen & Autoren, 420 Gedichte, 100 Jahre Lyrik im Originalton
Herausgegeben von Christiane Collorio, Peter Hamm, Harald Hartung und Michael Krüger; 9 CDs 638 Min., ISBN 978-3-86717-338-4, 49,95 €, 82,– SFR
Diese Anthologie ist eine Sammlung von Originaltönen deutschsprachiger Dichterinnen und Dichter, die es in dieser Dimension noch nie gab. Sie ermöglicht Einmaliges: hineinzuhören in die ersten Tonaufnahmen des letzten Jahrhunderts, in seltene Lesungen, in den Klang von Lyrikstimmen aus Vergangenheit und Gegenwart. Beginnend bei Hugo von Hofmannsthal, Stefan Zweig und Kurt Schwitters und endend bei Durs Grünbein, Michael Lentz und Lutz Seiler, kommt hier die Lyrik selbst zu Wort.
Mit Friedrich Achleitner . Ilse Aichinger . Erich Arendt . Hans Arp . H.C. Artmann . Rose Ausländer . Wolfgang Bächler . Ingeborg Bachmann . Johannes R. Becher . Jürgen Becker . Gottfried Benn . Werner Bergengruen . Thomas Bernhard . Marcel Beyer . Johannes Bobrowski . Elisabeth Borchers . Nicolas Born . Bas Böttcher . Volker Braun . Bertolt Brecht . Rolf Dieter Brinkmann . Georg Britting . Christine Busta . Hans Carossa . Paul Celan . Heinz Czechowski . Franz Josef Czernin . Theodor Däubler . Hilde Domin . Kurt Drawert . Albert Ehrenstein . Günter Eich . Adolf Endler . Hans Magnus Enzensberger . Elke Erb . Erich Fried . Günter Bruno Fuchs . Franz Fühmann . Peter Gan . Robert Gernhardt . Elfriede Gerstl . Eugen Gomringer . Günter Grass . Ludwig Greve . Durs Grünbein . Michael Guttenbrunner . Michael Hamburger . Peter Handke . Rolf Haufs . Raoul Hausmann . Manfred Peter Hein . Helmut Heißenbüttel . Günter Herburger . Stephan Hermlin . Hermann Hesse . Hugo von Hofmannsthal . Walter Höllerer . Ricarda Huch . Peter Huchel . Richard Huelsenbeck . Steffen Jacobs . Ernst Jandl . Mascha Kaléko . Marie Luise Kaschnitz . Norbert C. Kaser . Erich Kästner . Alfred Kerr . Rainer Kirsch . Sarah Kirsch . Wulf Kirsten . Thomas Kling . Barbara Köhler . Alfred Kolleritsch . Werner Kraft . Theodor Kramer . Karl Kraus . Karl Krolow . Johannes Kühn . Günter Kunert . Reiner Kunze . Elisabeth Langgässer . Christine Lavant . Wilhelm Lehmann . Michael Lentz . Hermann Lenz . Paula Ludwig . Rainer Malkowski . Friederike Mayröcker . Christoph Meckel . Ernst Meister . Karl Mickel . Franz Mon . Heiner Müller . Helga M. Novak . Albert Ostermaier . Bert Papenfuß . Oskar Pastior . Dirk von Petersdorff . Reinhard Priessnitz . Christa Reinig . Joachim Ringelnatz . Gerhard Rühm . Peter Rühmkorf . Nelly Sachs . Robert Schindel . Friedrich Schnack . Raoul Schrott . Kurt Schwitters . Lutz Seiler . Jürgen Theobaldy . Ernst Toller . Christian Uetz . Guntram Vesper . Georg von der Vring . Jan Wagner . Peter Waterhouse . Josef Weinheber . Franz Werfel . Anton Wildgans . Paul Wühr . Albin Zollinger . Stefan Zweig
Rezension dradio (Auszug): " ... Das gab's noch nie: eine Sammlung von deutschsprachigen Gedichten aus den letzten 100 Jahren, die von den Autorinnen und Autoren selbst gelesen wurden. In fünfjähriger Recherche haben die vier Herausgeber, Christiane Collorio, Peter Hamm, Harald Hartung und Michael Krüger, allesamt ausgewiesene Lyrikkenner, diese Anthologie aus Originaltönen zusammengetragen. Was die Suche bei Autoren, in Nachlässen, Rundfunkarchiven und Antiquariaten zutage förderte, ist buchstäblich ein Jahrhundertwerk: 420 Gedichte von 122 Autorinnen und Autoren auf neun CDs, Programm für zehn Stunden ... " Zur Rezension

Eine Buchvorschau

Barbara Hauser
Spiegelbilder
Die Autorin schreibt: "Als Mutter einer geistig behinderten Tochter und eines muskelkranken Sohnes, versuche ich in diesem Buch, Gedanken und Gedichte über dieses besondere Leben, Alltagsmomente, Höhepunkte, Krankheit, Behinderung und Tod als Schnittstellen zu anderem Denken zu wagen.
Ich möchte mit meiner Aufgabe als Mutter und als Begleiterin durch Höhen und Tiefen meine Umwelt dazu anregen, über den Horizont hinaus zu blicken und in weiter Ferne die Vielfältigkeit dieses bunten Lebens kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und Interesse an meist unbekannten Lebensformen zu wecken.
Dieser Weg versucht einen zarter Aufschrei in unsere Welt der allgegenwärtigen Perfektion.
Nicht das Klagelied, sondern das Gewissen ist in diesem Werk der Ankläger.
Mit Hilfe der Prägnanz zum Schluß jedes Stückes scheint ein Bewusstmachen des Inhaltes gelungen und abgerundet. Die Worte sickern langsam in die Seele, während das Umdenken etwas hintennach hinkt.

SEHNSUCHT

Leer und leise ist es hier,

ohne Lachen, ohne ihr.

Das Bett zerwühlt nun seit zwei Wochen,
da bist du morgens rausgekrochen.

Du warst so sonnig , hast gegähnt,
gekudert, dich nach mir gesehnt.

Ich kuschel mich mit dir noch ein,
um kurz zu zweit allein zu sein.

Deine Beine über meine,
zweimal große, zweimal kleine.

Die Löckchen bis zum Nasenloch,
die Kuscheltiere wadenhoch.

Geknutscht, geherzt, geliebt, gestreichelt,
im Hals vergraben und geschmeichelt.

Kostbare Momente der Gegenwart,
einzigartig verzaubernd, deine Art.

Ich riech dich noch in deinem Zimmer,
ein Hauch von dir bewahren für immer,
das wär mein größer Wunsch im Leben,
der Schimmer von dir erhaltengeblieben,
in jeder Puppe, jedem Bild, jeder Nuance,
niemals aufgewacht aus dieser Trance.

Die schönsten Momente hab ich mit dir erfahren
Tochter,
das möcht ich für immer aufbewahren!

Dieses Gedicht können Sie sich anhören auf dem AdventPodcast, 10. Dezember 2009

Über Schwangerschaftsgedanken, Geburt, Gesundheit, gesellschaftliche Grenzen, medizinisch wie moralische Bedenken, Krankheit und Tod versuche ich alle Lebensbereiche dieser besonderen Wege aufzuzeigen und meinem Umfeld einen Spiegel vorzuhalten, worin sich jeder verschleiert aber sogleich enthüllt selbst erkennen kann, so er dazu bereit ist.

Mein Buch mit dem Titel " Spiegelbilder" wurde im Novum pro-Verlag verlegt und erscheint Februar 2010 unter der ISBN 978-3-99003-085-1, Paperback Ca. 100 Seiten Farbabbildungen

Weitere Leseproben finden Sie auf den Webseiten der Autorin

Erklärung: Diese Leseproben finden sich aus verlagsrechtlichen Gründen nicht in meinem ersten Buch "Spiegelbilder" wieder, sondern bieten Ihnen Einblicke in mein Denken und Schreiben.

herzlichst
Barbara Hauser
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Die schönsten Tiergeschichten nebst Gedichten zur Weihnachtszeit

Tierische Weihnachtsgäste. Geschichten und Gedichte
Raclam Verlag, Gesammelt von Sabine Prilop, Illustartionen von Eva Knoll, geb., 205 S., ISBN: 978-3-15-010663-1, EUR (D): 10,00
Alles begann mit Ochs und Esel, aber sie sind längst nicht die einzigen Tiere, die zu Weihnachten Geschichten machen. Ob in schneebedeckter Natur oder unterm Lichterbaum am Heiligen Abend, überall spielen sie ihre Rollen: Hunde, Katzen, verwegene Mäuse, vorwitzige Spatzen, Kamele, Schildkröten, kleine und große Schweine. Endlich sind sie vereint: in den schönsten Tiergeschichten, nebst ein paar Gedichten, zur Weihnachtszeit.
Inhaltsverzeichnis
Tiere im Stall zur Weihnachtszeit
James Krüss: Weihnachtslied vom Eselchen - Frank Fischer: Die Karawane - Ursel Scheffler: So viel Licht wegen einem Kind - Rolf Krenzer: Der Weihnachts-Spatz - Jehan Le Povre Moyne: Zwischen Ochs und Esel - Doris Bewernitz: Das Krippenhuhn - Karl Heinrich Waggerl: Worüber das Christkind lächeln mußte - Agatha Christie: Der unfolgsame Esel
Wenn die Tiere Weihnachten feiern
Christian Morgenstern: Die drei Spatzen - Hisako Aoki: Die Weihnachtsgeschichte, erzählt vom Weihnachtsmann - Michael Hoellen: Als die Tiere Weihnachten feiern wollten - Tilde Michels: Weihnachtsplätzchen - Ingrid Uebe: Das Lied der Krähen - Anonym: Wie der Fuchs den Bären um das Weihnachtsessen prellte - Trudi Gerster: Wie das Engelshaar auf den Weihnachtsbaum kam - Antonina Gorskaja: Der Weihnachtsbaum im Wald - Anna Peters: Das Weihnachtslied der Tiere - Edith Schreiber-Wicke: Weihnachtspunsch
Wundersame Weihnachtsgäste
Johannes Bobrowski: Weihnachtsgetier - Henry David Thoreau: Winterliche Besucher
Silvio Blatter: Weihnachtsgeschichte - Renate Sprung: Der kleine weiße Spitz war schuld - Rudolf Herfurtner: Weihnachten – tierisch fröhlich - Anonym: Oschoo - Anonym: Der Holzhauer und der Wolf - Anna Peters: Ein Ferkel als Weihnachtsgeschenk - Sabine Ludwig: Gans in Not - Anonym: Eine Weihnachtsgeschichte aus dem hohen Norden - Christoph Meckel: Schneetiere
Beste Freunde und die schönste Zeit im Jahr
Paula und Richard Dehmel: Das richtige Pferd - James Krüss: Schildkrötengeschichte - Dominique Marchand: Stille Nacht Zaubernacht - Dorothy Black: Serenas - eihnachtsgeschenk - Eva Marder: Der gläserne Vogel - James Herriot: Wenn ich an Weihnachten denke - Wolfram Hänel: Der alte Pat und Billy, der Ziegenbock - Françoise Sagan: Eine Hundenacht
Tiere wissen mehr!
Dino Buzzatti: Zuviel Weihnachten - David Henry Wilson: Superhunds Weihnachtsgeschenk - Marina Thudichum: Vom kleinen Mohren und vom weißen Pferd - Anonym: Der Ochsen Weissagung - Max Bolliger: Die beiden Weihnachtsesel - e. o. plauen: Liebe Gäste zum Feste - Blick ins Buch ... Weitere Weihnachtsbücher aus dem Raclam Verlag

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Frühverstorbene Kinder - und eine Petition an den Bundestag bis zum 27. Januar 2010

Astrid Spengler
Unendlich Klara - Ein Buch, das berühren und Mut machen will
Softcover, 54 Seiten mit 25 Farbseiten, Verlag: printyourbook 2008, ISBN-10: 3939359874, ISBN-13: 978-3939359876, 16,80 € + Porto und Verpackung: Innerhalb Deutschlands 2,00 €, Zahlung: Vorkasse / Überweisung
Hintergrund: Unsere Tochter sollte am 28.12.2006 in einem Geburtshaus geboren werden. So war unsere Vorstellung. Unser Kind hatte jedoch andere Pläne mit uns. Tatsächlich kam Klara Lotta am 23.10.2006 per Notfall-Kaiserschnitt im Uniklinikum in unsere Welt. Sie war viel zu klein und niemand konnte sagen warum. Sie wäre stabil, doch wir sollten vorerst nur von Stunde zu Stunde denken. Ein langer und schwieriger Weg würde vor uns liegen.
An ihrem vierten Lebenstag wurde die Fehlbildung ihrer Speiseröhre operiert. Ein Tag, an den ich keine Erinnerung mehr habe. An ihrem neunten Lebenstag bekamen wir die Diagnose der genetischen Untersuchung. Freie Trisomie 18. Dazu die einfühlende aber sachliche Erklärung, dass unser Kind im Prinzip keine Lebenserwartung hätte. Das Einzige was wir tun könnten, so sagte man uns, wäre sie zu lieben, für sie dazusein, sie auf ihrem Weg zu begleiten und im richtigen Augenblick loszulassen.
Und diesen Weg sind wir gegangen. Am 04.11.2006, nach nur 12 Lebenstagen war Klaras Aufgabe in dieser Welt erfüllt ... (Buchauszug) Astrid Spengler Webseiten zum Buch

Zur Petition: Personenstandswesen - Aufnahme aller geborenen Kinder in das Personenstandsregister
Hintergrund - Was bisher geschah: Wir haben die Petition am Dienstag 01.12.09 auf Bundes- und Landesebene eingereicht. Am Donnerstag darauf erreichte uns ein Anruf aus dem Petitionsausschuss des Bundes, dass alle Unterschriften, die wir über unsere Internetseite erhalten haben, nicht zählen. Unsere 19.200 Unterschriften werden daher auf Bundesebene nicht akzeptiert. Obwohl das System auf unserer Homepage identisch zu dem auf der Homepage des Petitionsausschusses ist & uns der Datensatz aller Unterzeichner vorliegt, nimmt der Petitionsausschuss diese Unterschriften nicht an. Selbst ein von uns beauftragter Anwalt aus Berlin & der Bundestagsabgeordnete des Kreis Limburg-Weilburg, Herr Willsch, konnten auch nach mehrmaligen Anfragen & Bitten beim Petitionsausschuss keine Ausnahme erwirken. Alle Bemühungen blieben erfolglos.
Die Unterschriften müssen zwangsläufig – wider anderen Aussagen zu Beginn unserer Unterschriftenaktion – von allen Befürworter unserer Forderung auf der Plattform vom Bundestag "epetitionen" nochmals geleistet werden.
Was geschieht nun und was bedeutet das? Die Petition muss wiederholt werden & alle, die bereits auf unserer Homepage ihre Unterschrift gegeben haben, müssen dort noch einmal unterschreiben. Wir haben bereits die Einstellung unserer Petition beantragt.
Nun ist die Petition online: Zur epetition
Was wir nun hoffen! ... dass ihr auch nicht aufgebt & unsere Forderung (noch einmal) unterstützt!

Und so geht es: WICHTIG! Ihr müsst Euch zunächst registrieren, bevor ihr mitzeichnen könnt.
Schritt: Bitte folgt diesem Link
Schritt: Bitte klickt auf den Button: REGISTRIEREN.
Schritt: Scrollt dann etwas nach unten und gebt Eure Daten ein und klickt auf registrieren.
Schritt: Ihr bekommt dann eine Email. WICHTIG: in dieser Email bekommt ihr Euren Benutzernamen, z. B. NUTZER123456
Schritt: nun könnt ihr in die Login-Felder den Benutzernamen (NUTZER….) und Euer Passwort eingehen
Schritt: klickt auf unsere Petition, die in einer Liste aufgeführt wird. Name: Personenstandswesen - Aufnahme aller geborenen Kinder in das Personenstandsregister
Schritt: Klickt dann auf „Petition mitzeichnen“
Schritt: Ihr bekommt eine Bestätigungsemail.
Das wars & es dauert keine 2 Minuten.

Bitte informiert auch Eure Verwandte, Freunde und Bekannte und bittet Sie mitzumachen. Viele denken es läuft als Verlängerung noch mit der Unterschrift, die sie einst gegeben haben. Das stimmt nicht, JEDER MUSS NOCHMALS SEINE STIMME ABGEBEN.
Die Petition ist bis zum 27.01.2010 befristet und nur bis dahin kann unterzeichnet werden.
Danke danke danke für Eure Unterstützung

Sonntag, 13. Dezember 2009

"Jeder Mensch ein Künstler" Joseph Beuys

Wolfgang Zumdick
PAN XXX ttt - Beuys als Denker. Sozialphilosophie – Erkenntnistheorie –Anthropologie
100 S., 20 Abb., Klappenbroschur, ISBN 3-932386-56-6, EUR 12,80 (D), EUR 13,30 (A), sFr 23,40
»Es kommt eine Zeit, in der der Zeit- und Wärmebegriff den Raumbegriff erweitert.« Joseph Beuys
Beuys’ wohl berühmtester Satz: Jeder Mensch ist ein Künstler, war niemals nur als Provokation oder als Sprengsatz gegen den »Materialismus«, gegen den er zeitlebens kämpfte, gedacht. Er ist die Essenz einer im Grunde lebenslangen Wesensbetrachtung: einer, fasst man diesen Begriff nicht zu eng, durchaus philosophisch zu bezeichnenden Wesensbetrachtung des Menschen und der Welt. Die hier vorliegende Schrift ist der Versuch einer Rekonstruktion. Sie geht zurück auf drei Vorträge, die der Verfasser in den letzten Jahren zu diesem Thema hielt. Er verfolgte mit ihnen niemals nur eine rein dokumentarische Absicht. Die neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen im Bereich der sogenannten »Gentherapie« und der Embryonenforschung zeigen erschreckend deutlich, dass das zeitgenössische Denken trotz seiner scheinbaren Dynamik auch weiterhin mechanistisch verharrt. Beuys war der Meinung, dass der Rubikon in dieser Hinsicht schon überschritten sei. Dass wir uns ihm zumindest nähern, zeigt die noch nachklingende philosophische Debatte um Peter Sloterdijk, der ja keineswegs in dem Rufe steht, ein »positivistischer« Denker zu sein. Die Therapie durch ein anderes, dem Menschen trotz all seiner Mängel zugewandten, aufbauenden Denkens ist aktueller als jemals zuvor.
Es war auf den Kriegsschauplätzen der Krim, wo Beuys als Bordfunker eines Sturzkampfflugzeuges den Notruf-Code PAN XXX ttt immer wieder senden musste.
Zwanzig Jahre später, er ist inzwischen Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, taucht das Kürzel in einer seiner spektakulären Kunstaktionen wieder auf. Etwa zeitgleich mit dem Bau der Berliner Mauer prägt Beuys ein Zeichen, das zum Symbol einer ganzen Generation hätte werden können. Beuys künstlerische Morsezeichen entstanden vor einer Szenerie des Untergangs. Er sandte sie gleichsam aus dem Cockpit einer in den Tod stürzenden Moderne hinaus. Und als solche wurden sie von den Zeitgenossen verstanden. Kaum anders wäre es zu erklären, dass Beuys inzwischen unbestritten als einer der einflussreichsten und bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt.
Das Buch zieht die Gedankenkreise noch einmal nach, in denen Beuys seine Kunst entfaltet. Denn was nur wenigen bekannt ist: Seine spröde und verstörende, sich erst allmählich erschließende Kunst gründet in einer sokratischen Liebe zur Wahrheit und Erkenntnis, weswegen man Beuys nicht nur als einen Künstler, sondern mit gleichem Recht auch als einen Philosophen bezeichnen kann. Er selbst hat sein Denken weder ausgearbeitet noch als geschlossenes System überliefert, denn das hätte seiner Forderung nach Offenheit widersprochen, hätte vermutlich sogar seinen künstlerischen Ansatz konterkariert. Aber die Fragmente lassen sich zu einem Bild zusammensetzen, und dieses lautet: PAN XXX ttt.
Inhalt: • Einführung • Ein neugeborenes Kind als Direktor • Vom Ursprung der Freiheit als dem Grund der Kunst • Gong: h = der Mensch • Anmerkungen • Literaturhinweise • Register - Mehr zu Joseph Beuys: "Alles ist Skulptur"

Marilyn Monroe - oder auch: Wie bereiten wir Kinder auf ihr Leben vor?

Mathias Wais
Als Marilyn Monroe in den Himmel kam - Diskurs über die moderne Biographie
136 S., brosch., ISBN 3-932386-81-7, EUR 14,80 (D), 15,40 (A), sFr 25,80
»Das wahre Ziel des Menschen ist es nicht, zu tun, was er ist, sondern zu sein, was er tut.«
Nachdem Marilyn Monroe, ihr zerrissenes Schicksal und die Fragmentiertheit ihrer Person schon in der Hölle nur Ratlosigkeit hervorrief, wird sie auch im Himmel zunächst nur mit Kopfschütteln empfangen. So bildet man dort, unter der Führung eines gewissen Michael, eine Kommission, die herausfinden soll, was es mit dem modernen Menschen auf sich hat.
Mit einer kurzen Parabel über die inzwischen mythische Figur der Marilyn Monroe werden wir eingeführt in eine Erörterung heutiger Biographien. Anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Beratungspraxis belegt der Autor in verblüffender Weise, dass deren Signatur die Diskontinuierlichkeit ist, eine Brüchigkeit aus äußerem Anlass, nicht aus innerem Motiv. Damit wirft er die Identitätsfrage ganz neu auf.
Einbezogen in einen ebenso leichten, ja heiteren wie auch tief reichenden Dialog wird dem Leser erlebbar, dass moderne Biographien als Partitur gelesen, ja »gehört« werden können. Von da aus ergibt sich der Blick auf die Musik des 20. Jahrhunderts, als deren Gestaltungsprinzip Unvorhersehbarkeit und Heterogenität erscheinen. Und es entsteht das Bild einer neuen Zeitgenossenschaft, aus der heraus der moderne Mensch immer weniger zur Durchsetzung seiner »vorkomponierten« Lebenskonzepte handelt, sondern zunehmend aus Verantwortung für die heutige Welt.
Inhalt: »The Stories of the Street are mine« Vorwort in den Straßen und Nebenstraßen. Als Marilyn Monroe in den Himmel kam. Die Menschen, die ich bin. Die Stacheln der Stetigkeit. »Pomp and Circumstance« Sieben Wege zu erfolgreicher Selbsttäuschung. Ich bin Gegenwart. Lena hört die Engel, vermutlich.
Aus dem Vorwort: Wer sind Sie? Woher wissen Sie, wer Sie sind? Sind Sie sicher, dass Sie diese und nur diese Person sind, als die man Sie kennt und als die Sie sich kennen? Und was heißt kennen? Hätten Sie nicht auch als Asylant in ein fremdes Land gespült werden können, ohne Sicherheiten? Hätten Sie nicht auch eine Punkerphase durchleben können? Wieso sind Sie nicht Rennfahrer geworden? Waren Sie die gleiche Person in der sozial dichten Zeit der Arbeitslosigkeit wie danach als Angestellter? Woher wissen Sie, wer Sie wirklich sind? Wieso nehmen Sie an, dass Sie eine Identität haben? Vielleicht haben Sie ja mehrere. Vielleicht sind Sie gar nicht so eindeutig, wie Sie sich dort oben in der vierten Etage, in Ihrem Glasbüro fühlen. Was wäre, wenn Ihnen der ehemalige Schulfreund und heutige Testfahrer einen Job an seiner Seite angeboten hätte? Hätten Sie Ihre jetzige Stelle aufgegeben und etwas Neues angefangen? Und wovon hängt das ab? Sind Sie vielleicht ein moderner Mensch?
Die Zeit der wohlgesetzten pauschalen Aussagen über den Menschen, seine Biographie und seine Identität scheint vorbei – weil die Menschen derart vielschichtig sind in sich selbst und in ihren Lebenswegen. Oft bedingt durch äußere Ereignisse sind ihre Lebensläufe nicht mehr geradlinig und vorhersagbar. Und deshalb lässt sich heute nur noch erzählend darstellen, was es mit dem Menschen heute auf sich hat. Und noch jede Erzählung über irgendeinen Menschen könnte auch ganz anders verlaufen. Bitten Sie einmal zehn Ihrer Freunde, sie möchten Ihren Lebensweg erzählen, sowie diese Sie kennen. Ich wette, Sie bekommen zehn verschiedene Erzählungen. Wer sind Sie also wirklich? Sind neun Erzählungen falsch und eine richtig? Oder sind etwa mehrere richtig – oder alle?
Davon handelt dieses Buch – dass viele, vielleicht alle Erzählungen über einen Menschen richtig sind und dass es deswegen keine Eindeutigkeit gibt und dass wir trotzdem alle in den Himmel kommen. Außer natürlich der Fleischermeister um die Ecke, der jetzt zum dritten Mal in diesem Monat den Preis für Ihre Lieblingswurst »angepasst« hat, wie er sich ausdrückt. Mathias Wais

Hugo Kükelhaus - Künstler, Schriftsteller, Pädagoge

Otto Schärli
Begegnungen mit Hugo Kükelhaus
160 S., 133 Abb., Klappenbroschur, ISBN 3-932386-51-5, EUR 22,00 (D), EUR 22,80 (A), sFr 39,50
Hugo Kükelhaus als Mensch – auch mit seinen humorvollen Seiten – ist das Thema dieses sowohl lehrreichen wie auch unterhaltsamen Buches. In unserer Zeit zunehmender Entwicklung von Flucht in eine Cyberworld und Drogenrausch kommt dem Werk des Künstlers, Schriftstellers und Pädagogen Hugo Kükelhaus eine wachsende Bedeutung zu. Er hat in seinen Arbeiten stets auf die Leiblichkeit als unauflösliche Einheit von Körper, Seele und Geist hingewiesen als Quelle jeglicher Selbst- und Welterfahrung.
Die Praxis der Selbst- und Weltgestaltung muss von der Wiederbelebung des verdrängten Leibes ausgehen. In ihm sind Geist und Materie, Stoff und Idee zu einer Einheit verbunden.
Kükelhaus zeigt in seinen Schriften, vor allem aber in den von ihm initiierten »Erfahrungsfeldern zur Entfaltung der Sinne«, wie wir unsere Ganzheit aus Körper, Seele und Geist zurückgewinnen und entwickeln können.
Über den großen Anreger existieren aber kaum biographische Darstellungen; eine Lücke, die der Autor mit dem vorliegenden Werk schließt. Er hat mit Kükelhaus 14 Jahre lang intensiv zusammengearbeitet, war Mitbegründer des Arbeitskreises »Organismus und Technik« und breitet in diesem Buch eine weite Palette von gemeinsamen Erlebnissen, unveröffentlichten Briefen und Berichten und gemeinsamen Projekten aus. Nicht nur fachliche und philosophische Themen werden bearbeitet und dargestellt, auch persönliche Äußerungen zeigen den genialen Künstler, Schriftsteller und Pädagogen Kükelhaus von einer Seite, die bisher kaum erschlossen war. Vor allem seine Briefe zeigen einen Menschen, der in großer Offenheit und ganzheitlichem Erleben auf Situationen reagierte, die jedem Menschen begegnen. Der Leser kommt so einem bedeutenden Zeitgenossen näher, der stets versucht hat, sein Privatleben vor der Öffentlichkeit zu schützen.
Der Autor vermittelt die Gewissheit, dass Hugo Kükelhaus für die Gestaltung unserer heutigen und zukünftigen Mitwelt einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag leisten kann.
Der Autor Otto Schärli, 1954 Abschluss des Archtitekturstudiums an der ETH Zürich. Aufnahme in den Werkbund und den Bund Schweizer Architekten (BSA). Während 44 Jahren Architekturbüro mit zwei Brüdern. Bauen von Kirchen, Kloster und Kirche Bethanien OW, Schulen, Schulheim für Körperbehinderte Rodtegg Luzern, Wohnhäuser, Siedlungsbau, Planungen. Ausgedehnte Studienreisen, Vorträge, Seminarien. Seit 1999 selbstständige Tätigkeit als Architekt. Persönlicher Austausch mit Jean Gebser. Seit 1969 intensive Zusammenarbeit mit Hugo Kükelhaus. Mitbegründer und teilweise Leiter verschiedener kultureller Organisationen: Arbeitskreis Organismus und Technik, Begegnungszentrum »Rägebog« Luzern, Aktion Kinderspielplatz, Präsident der Aufsichtskommission der Schule für Gestaltung Luzern (1970–1994).

Samstag, 12. Dezember 2009

Das Gemeinsame von Segeln und Unterrichten

Tobias Richter
Segeln – oder die Kunst des Unterrichtens. Briefe an einen, der es lernen will
144 S., 26 Vignetten, geb., ISBN 3-932386-29-9, EUR 17,80 (D), 18,50 (A), sFr 32,30
»Auf die Schiffe, ihr Philosophen!« Friedrich Nietzsche ... Die fesselnde Metapher des Segelns steht für die Kunst des Unterrichtens. Mehr noch: Das Segeln ist auch eine Metapher des Lebens, der Lebenskunst. Nur wer sich um diese Kunst bemüht, kann Erziehungskunst leben.
»Boote segeln an der Grenze zweier Medien, nämlich Luft und Wasser. Aus der Luft erhalten sie Antrieb; das Wasser trägt sie nicht nur, sondern es leistet auch Widerstand, der vom Antrieb überwunden werden muss.« (Seemannschaft)
Auch Lehrer sind Grenzgänger: Ihr Enthusiasmus, ihre Visionen – ohne diese gibt es keine Erziehung – treiben sie voran. Die Kinder (er)tragen sie nicht nur, sondern leisten auch Widerstand, der vom Antrieb überwunden werden kann. Hier wie dort kommt nun die Kunst ins Spiel. Wählt ein Lehrer diese, bemüht er sich um sie, wird sie auch seinen Unterricht ergreifen. Kunst meint hier Gestaltung im Dialog, kein Selbstgespräch, nicht Einprägung einer Idee in den Stoff, sondern Verwandlung des Stoffes, damit ein Nicht-Sichtbares sichtbar wird.
Jedes Kind trägt einen unsichtbaren Menschen in sich, wie auch jeder Mensch ein unsichtbares Kind in sich trägt. Diesem zur Erscheinung zu verhelfen, kann eine Aufgabe der Erziehung, ein Motiv des Unterrichtens sein. Heute meint man vielleicht, der Segler möchte bei der Ausübung seiner Sportart dem hochtechnisierten Alltag für geraume Zeit entfliehen. Doch beim Segeln verlässt man nicht die Welt – ganz im Gegenteil! Der Segler begibt sich auf besondere Weise in die Abhängigkeit von natürlichen, physikalischen und technischen Gesetzmäßigkeiten, die er sonst im Alltag kaum spürt. Für den Lehrer gilt Ähnliches. Die Schule ist kein Ort der Weltflucht, vielmehr einem lebendigen Gewässer vergleichbar, auf welchem es möglich ist, in Abhängigkeit von den natürlichen Rhythmen der kindlichen Entwicklung »Fahrt zu machen«. Gelingt dies, kann unterrichten auch Freude bereiten und erquicklich sein.
»Ein Segelboot« – so Francis Heresoff – »ist ein Gegenstand der Kunst und als solcher ein Gegenstand der fortwährenden Freude, denn eine Yacht soll hauptsächlich Vergnügen bereiten.« Wenn in diesem Buch – und es soll nicht eines nur für Segler sein! – auch von Strandungen und Schiffbrüchen berichtet wird, dann deshalb, um zu zeigen, dass schiffbrüchig-sein nicht untergehen bedeutet …
Inhalt
Die Kunst des Segelns und die Kunst des Unterrichtens zwischen techne und poiesis. Befähigungsnachweise und gute Seemannschaft.
Theorie und Praxis. – Bootskonstruktionen und was sie bewirken. Meide das Seichte! Die Verhältnismäßigkeit zwischen Segelfläche und Ballast. Wie man die Mitte hält und in Fahrt bleibt.
Die Langweiligkeit von Ratschlägen und die Romantisierung von Realitäten. Bitte um Erläuterungen zum Hilfsmotor.
Gute Gründe, einen Hilfsmotor zu besitzen. Verlass dich nie blind auf ihn, er soll nur Helfer in Notsituationen sein. Was alles zum Hilfsmotor werden kann.
Erfahrungen mit dem Hilfsmotor. Was alles zum Hilfsmotor werden kann.
Die »Hansensche Seekuh« von John Steinbeck.
Der Antrieb ist der Wind. Der Wind ist Atem. Erziehen heißt, richtig atmen lehren. Scheinbarer Wind und wahrer Wind. Das Verhältnis zwischen Illusion und Wirklichkeit.
Der Kompass als Instrument; zur Navigation unerlässlich, aber mit Vorbehalt anzuwenden: Sich auf den Kompass zu verlassen bedeutet Sicherheit, nur nach dem Kompass zu fahren, Pedanterie
Die Erquicklichkeit, Neuland erkunden zu wollen, Gewohnheiten zu verlassen, sich dem Irrtum auszusetzen. Widersprüchlichkeiten als Notwendigkeiten entdecken. Die Fehlweisung darf nicht vernachlässigt werden.
Vorwurf der Besinnlichkeit und Stagnation.
Ankündigung eines erlebnispädagogischen Segeltörns für Kim.
Tagebuch des Segeltörns mit Kim.
Neue Erfahrungen werfen neue Fragen auf. Alles scheint anders geworden zu sein. Was bin ich in der Biographie der Schüler?
Die Wichtigkeit des Fragen-Könnens. Wurde vor der Reise praktisch oder nur theoretisch geübt? Hast du deine Schwächen gezeigt oder warst du ein Schiff ohne Lichterführung? – Jugendliche verlangen Lichterführung, Kinder Leuchttürme.
Empörter Hilfeschrei des Schiffbrüchig-Gewordenen.
Schiffbrüchig heißt, nicht ertrinken. Bootsreparaturen, selbst gemacht: Stelle ein Notrigg auf, bringe dein Boot mit Bordmitteln wieder in Fahrt.
Dank für den Hinweis auf Bordmittel: Gedankenkontrolle, Willensübung, Gelassenheit, Positivität, Unvoreingenommenheit und inneres Gleichgewicht. Die Bootsschäden müssen austrocknen, bevor sie repariert werden können.
Bootssanierung verlangt genaue Materialkunde. Der Umgang mit dem Unterwasserschiff bleibt lange verborgen – der Umgang mit den Segeln bekundet, wie der Sportsmann die Schwingen seines Schiffes behandelt.
Panta rhei, alles fließt – der gewaltige Atem des Meeres: Ebbe und Flut; der Rhythmus ist vom Himmel abhängig. Mit dem Rhythmus leben, erleichtert eine gute Fahrt. – Vom Wind beeinflusste und hervorgerufene Strömungen. Der Mainstream erzeugt immer auch Neerströme, die man nutzen sollte. Gegen den Strom anlegen! Lehrerkollegien sind Häfen, in denen Wind weht und Strom steht, das müssen Neuankömmlinge wissen. – Auch Wassertiefen beeinflussen die Stromrichtung. Beachte immer die Stromkanten; Unterwasserhindernisse kündigen sich so an. Das Unterwasserschiff ist gefährdet. Wisse um das Unsichtbare!
Der unsichtbare Mensch – wer ist das? Wo können wir ihm begegnen? Die wissenden Augen der Alten. Wie alt sind die Kinder wirklich? Das Lesenlernen des Unsichtbaren – dazu muss der Blick in die Weite wie auch aufs Zentrum gerichtet sein.
Die Frage nach dem Unsichtbaren ist eine Navigationsfrage nach dem Woher und Wohin. Die westliche Navigationstechnik im Unterschied zur polynesischen. Nicht der wahre Ort ist das allein Entscheidende, sondern der Ausgangsort und das Ziel. Man muss die Leitsterne kennen und den Sternenkompass. Die Nacht in den Unterricht miteinbeziehen, da kann der Unsichtbare mitarbeiten. Ein guter Kamerad der Natur werden bedeutet die Überwindung des westlichen Zuschauerstandpunktes – ein wichtiges Ziel für Navigatoren, wie auch für Lehrer.
Die westliche Navigation hat auch etwas für sich – sie ist mehr techne als poiesis, mehr Wissenschaft als Kunst. Der Lehrer als Vorschoter des unsichtbaren Menschens. – Bemerkungen über das in schweres Wetter geratene Schiff und Nachfrage, wo eventuell Rettungshilfe angefordert werden kann.
Ende des Briefwechsels. Der Freund ist nicht mehr zu finden, dafür aber Kim. Der frühere Schüler erzählt einiges von seinem Lehrer. Ein Abschiedsbrief und die Flaschenpost im Watt.
Kleines Seglerlexikon

Grenzerfahrungen - immer schneller, immer wilder, immer kühner

Roswitha von dem Borne
Einfach fallen lassen - Der Rausch nach Grenzerfahrungen
248 S., brosch., ISBN 3-932386-40-X, EUR 20,00 (D), EUR 20,70 (A), sFr 36,10
Auffallend ist, dass in letzter Zeit vielfach die Rede war von den »Grenzen«, die überschritten werden. Immer schneller, immer wilder, immer kühner suchen die Menschen den Genuss von »Grenzerfahrungen«. Was treibt sie dazu, sich von Fernsehtürmen, Brücken oder Kränen an einem Gummiseil in die Tiefe zu stürzen? Warum klettern Tausende an Felswänden hinauf oder reiten mit ihren Surfbrettern haushohe Wellen hinab? Andere rasen nach einem Diskobesuch, bei dem sie »auf Ecstasy« waren mit ihrem Auto in den Tod. Unzählige surfen stundenlang im Internet oder vergessen die Zeit über Video- und Computerspielen. Wird da nicht auch der Blick über Grenzen einer ganz neuen Dimension gesucht? Warum suchen immer mehr Zeitgenossen den Nervenkitzel im Risiko?
Zwei extreme Verhaltensweisen stehen einander diametral gegenüber. Die Betrachtung der einzelnen gesellschaftlichen Phänomene ist nicht neu. Neu ist das konstruktive, auf gründliche Recherche und präziser Information beruhende Vorgehen, die verschiedenen Zeiterscheinungen unter einem weitgespannten Bogen zusammenzufassen, die sich erst unter Hinzufügung einer Position der Mitte sinnvoll einordnen lassen, in der sich Berufe finden wie die des Astronauten, des Piloten oder des Akrobaten, deren Aufgabe im Dienste einer Sache oder sogar der Welt steht. Um im Dschungel der Extreme eine begriffliche Orientierung zu bieten, ordnet die Autorin die verschiedenen Bereiche drei »Säulen« zu, die sie im Verlauf der Abhandlung mit Inhalt erfüllt, so dass ein anschauliches, den Leser erhellendes Bild entsteht.
Dabei zeigt sich, dass in allen drei Bereichen einander ähnelnde Grenzerfahrungen gemacht werden und sich bis dahin unbekannte Dimensionen des Daseins eröffnen. Der Bungeespringer erlebt »eine Explosion des Lebensgefühls, urgewaltig, gegenwärtig« und hat die Empfindung, »dass die Seele am Körper vorbei fällt in die Freiheit« und sich nach dem »Rausch des Falls in den Körper zurückpendelt, frei geschrien, neu geboren«. Wellenreiter, Bergsteiger oder Astronauten schildern Empfindungen, die als ein »Einssein mit dem Kosmos« oder eine Ausweitung der Ichgrenzen beschrieben werden. Es ist die Rede vom »Gefühl eines erweiterten Bewusstseinszustandes« oder dass sich das »Selbst ausdehnt«. In Astronauten werden beim Anblick der Erde aus dem Kosmos religiöse Gefühle geweckt bis hin zu dem Gefühle einer körperlichen und geistigen Ausdehnung in den Kosmos. Manche Schilderungen grenzen an die »Out-of-body«-Erlebnisse von Menschen in außergewöhnlichen Situationen wie den Nahtodeserlebnissen.
Neben diesen übereinstimmenden Empfindungen gibt es aber auch Unterschiede, die eine jeweilige Betonung von Denken, Fühlen und Wollen deutlich machen, wenn in extremen Bergsteigersituationen beispielsweise nur noch der Wille vorherrscht, weil die Bewältigung der Herausforderung »denkend nicht funktioniert« hätte, oder in angespannten Minuten eines fliegerischen Problems nur noch das Denken im Vordergrund steht, während im Rausch der Drogen das Gefühl dominiert. So zeigt sich in diesen aktuellen Zeitphänomenen, die sich in ihrer Betonung gleichsam verselbstständigen, deutlich etwas von dem unbewussten Schwellenübergang der Menschheit zur Jahrtausendwende, auf die Rudolf Steiner hingewiesen hat, bei dem Denken, Fühlen und Wollen auseinanderfallen. Wird das Schwellenerlebnis bewusst, das heißt durch innere Schulung herbeigeführt, müssen die sich auseinander dividierenden Seelenanteile von Denken Fühlen und Wollen durch das Ich zusammengehalten werden. Das weist auf die Mitte der drei »Säulen«: Disziplin und Besonnenheit sind die Qualitäten, die erlernt werden müssen. Es muss die Mitte gefunden werden zwischen den Extremen der Tollkühnheit und des Stumpfsinns, die Tollkühnheit muss zurückgesteuert werden auf den wahren Mut, der Stumpfsinn auf die wahre Gelassenheit – auch im menschlichen Miteinander.
Inhalt
Nervenkitzel im kalkulierbaren Risiko: Urgefühle. Spektakuläre »Events«. Bungeespringen – House-Running®. Rummelplatz. Extremsport. Fallschirmspringen – Sky-Surfing. B.A.S.E.-Jumping. Mountainbiking – Speedbiking. Skispringen. Inbegriff eines Extremkletterers. Surfen und Wellenreiten
Was spricht sich in der Sucht nach dem »Kick« aus? Der natürliche Erlebnishunger. »Wilde Menschen«. Der schützende Rahmen. Lust am Risiko. Vertigo – Konfrontation. Der Adrelaninstoß. Entkörperung – Überleben. Was liegt dem Glücksgefühl eigentlich zugrunde?
Nervenkitzel ohne Risikobewusstsein: Sinnlose Wetten und Spiele mit oft tödlichem Ausgang. Mit Ecstasy in den Tod. Internet und Cyberspace. Video- und Computerspiele
Was spricht sich in Grenzüberschreitungen aus? Spaß und Sehnsucht nach Gemeinschaft. Die Reise in die Körperlosigkeit. Der Verlust der Wirklichkeit. Der Mangel an Herausforderungen. Das ganze Leben ein Abenteuer. Die Geschichte der Kindheit
Gibt es eine Mitte zwischen den Extremen? Der Astronaut. Verändert sich der Mensch durch Weltraumerfahrungen? Der Pilot. Der Artist. Der Tänzer. Der Chirurg
Die »mittlere Säule«: Besonnenheit und Disziplin. Gliederung der menschlichen Wesenheit aus anthroposophischer Sicht. Die Aufspaltung von Denken, Fühlen und Wollen
Ausblick: Die neuen Fähigkeiten. Spirituelle Erfahrungen. Antworten auf die Zeitphänomene. Kritische Bemerkungen
Anmerkungen - Herangezogene Literatur

Freitag, 11. Dezember 2009

Kreativitätsförderung

Kreativität ganz groß - Anregungen zur ganzheitlichen Kreativitätsförderung
Bestell-Nr.: R0725-000030, Broschüre, Alter Preis: 37,00 EUR, Einzelpreis: 24,95 EUR inkl. MwSt.+Versandkosten, Sie sparen: 12,05 EUR
Kreativität ist ein vielschichtiger Bereich, der das Leben bunt und reich macht. Oft wird Kreativität jedoch nur in Zusammenhang mit Malen und Basteln gebracht. In dieser Broschüre werden Ihnen aber auch vielfältige Möglichkeiten zur Kreativitätsförderung in den Bereichen Denken und Sprechen, Musizieren, Mediennutzung, Singen, Experimentieren, Tanzen, Umwelterfahrung, Farbgestaltung, Spielen, Bewegen, Darstellendes Spiel und Werken vorgestellt.
So erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie die Kinder im Wasser zur Bewegung anregen, wie Sie mit den Kindern gemeinsam Körperinstrumente „erfinden“ und wie Sie Gegenstände beim Tanzen integrieren können. Diese und viele andere Anregungen können Sie mit den Kindern bei gezielten Angeboten und während des Freispiels umsetzen und erweitern. Seien Sie kreativ dabei!
Aus dem Inhalt
* Beobachtungen zur Kreativität: Einzelbeobachtung Förderbedarf und Fähigkeiten
* Teamarbeit zur Kreativitätswerkstatt: Ideensammlung
* Kreativitätsförderung Denken und Sprechen: Kleine Detektive im Einsatz
* Kreativitätsförderung Tanzen: Tanzen mit Gegenständen
* Kreativitätsförderung Umwelterfahrung: Garten anlegen
* Kreativitätsförderung Experimentieren: Experimentieren mit Wasser
* Kreativität und Elternarbeit: Gesprächsleitfaden Elterngespräch - Hier bestellen

Dienstag, 8. Dezember 2009

Kinder - Medien - Computer

Edwin Hübner
Medien und Gesundheit - Was Kinder brauchen und wovor man sie schützen muss
248 S., 14 Abb., brosch., ISBN 3-932386-94-9, EUR 18,80 (D), EUR 19,50 (A), sFr 33,20
Fernsehen, Computer und Handys sind zu selbstverständlichen Gegenständen des Alltags geworden. Wir nutzen sie tagtäglich und denken selten darüber nach, ob ihre Verwendung unabhängig von dem Zweck ihres Gebrauchs unterschwellige Wirkungen auf uns hat. Es zeigt sich aber erwiesenermaßen, dass die Nutzung moderner Informationstechnik unerwünschte Nebenwirkungen hat - besonders auf Kinder. Zu den großen Problemen in der heutigen Kindheit gehören Bewegungsmangel und dadurch bedingte Gesundheitsstörungen wie Übergewicht und Diabetes. Hinzu kommen der zunehmende Sprachverfall und die Abnahme elementarer kreativ-denkerischer Fähigkeiten. Die Folgen der technischen Umwelt und das tägliche stundenlange Sitzen vor dem Bildschirm zeigen sich auch in einer Abstumpfung gegenüber fremder und eigener Gewalt. Auch das Handy haben die Jugendlichen als festen Bestandteil in ihre Kommunikationsstrukturen integriert.
Aber immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Strahlung der Mobilfunkgeräte langfristig schwere gesundheitliche Risiken mit sich führt. Der Autor belegt eine Fülle alarmierender Tatsachen, die zur Kenntnis genommen werden müssen. Fernseher, Computer und Handy lassen sich nicht aus der Welt verbannen. Es kann sich daher in der Erziehung nur darum handeln, wie man Risiken minimiert, und vor allem, wie man in den Kindern gesundende Kräfte fördert und stärkt. Hier gibt das von Aaron Antonovsky und anderen Medizinern entwickelte Konzept der Salutogenese den Erziehern entscheidende Hinweise und Hilfen. Von diesem Gesichtspunkt aus lassen sich grundsätzliche Aspekte für eine gesunde Erziehung im technischen Zeitalter gewinnen. Es geht dem Autor nicht darum, die Medien zu verteufeln. Modeme Technik ermöglicht uns einen hohen Lebensstandard und ist nicht nur in der Medizin außerordentlich segensreich. Die Zukunft der Menschheit ist ohne Technik nicht denkbar. Diese helle Seite der Technik darf aber nicht die Augen vor ihrer Kehrseite verschließen. Auf diese dunkle Seite möchte das Buch aufmerksam machen. Es will daher nicht technikfeindlich sein, sondern allein medienkritisch.

Edwin Hübner
Mit Computern leben. Kinder erziehen – Zukunft gestalten
Vorwort von Prof. Dr. Ernst Schuberth, 352 S., 28 Abb., brosch., ISBN 3-932386-47-7, EUR 22,00 (D), EUR 22,80 (A), sFr 39,50
Computer gehören heute genauso zum Alltag wie Autos. Großartige Möglichkeiten eröffnen sich durch die neuen Techniken. Müssen wir aber deswegen schon im Kindergarten mit einer Computer-Früherziehung beginnen? Verbaue ich meinem Kind die Zukunft? Hat Online-Lernen genauso pädagogische Nebenwirkungen, die wir viel zu wenig beachten? Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Kindern den notwendigen Computerunterricht zu geben? Viele Eltern sind verunsichert.
In diesem Buch wird der werdende Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Die kindliche Entwicklung ist der Maßstab, an dem die Erziehung der Zukunft gemessen wird. Computer, Internet und Online-Lernen drängen sich in Schulen und Elternhäuser. Milliarden werden für neue Computer, Lernsoftware und Internetanschlüsse in Heim und Schule ausgegeben. Der pädagogische Nutzen dieser Investitionen wird aber nur selten kritisch hinterfragt. Aus Sorge, dass ihre Kinder den »Anschluss an die Zukunft« verlieren, statten Eltern sie mit Lernprogrammen aus. Dabei wird übersehen, dass der Umgang mit Lernsoftware bedenkliche Nebenwirkungen hat. Dem Umgang mit Computertechnik müssen orientierende und leitende Aspekte gegenübergestellt werden, wenn nicht Kreativität, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit verloren gehen sollen.
Das heißt, der Vernetzung von Elternhaus und Schule muss eine Verstärkung der menschlichen Beziehungsnetze zur Seite gestellt werden. Das erfordert eine neue Aufmerksamkeit bei Eltern und ein radikales Umdenken in den Schulverwaltungen und den Schulen selbst. Am Menschen und seiner kindlichen Entwicklung hat sich Schule und Unterricht zu orientieren – an nichts anderem! Das schließt den Umgang mit Computern und Internet keineswegs aus, gibt ihm aber seinen angemessenen Platz.
Der Autor wirbt engagiert für eine Schule der Zukunft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Er plädiert für eine Erziehung, die den Computer nicht ausschließt, ihm aber den richtigen Platz im Rahmen der Schulzeit zuordnet. Er fordert eine Schulpolitik, die den realen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht wird. Daraus ergeben sich überraschende Vorschläge für Erziehung und Schule, die quer zu gängigen Auffassungen stehen. Eltern finden zudem Gesichtspunkte und Anregungen, wie sie ihren Kindern helfen können, wirklich medienkompetent zu werden.

Aus dem Inhalt
Die Maschine: Unsere neue Welt. Vom Wesen des Computers. Der Zerfall des Gedankens. Die geronnene Regel. Die Implosion von Raum und Zeit. Weltmaschine. Illusion der Oberfläche. Ein Streifzug durchs www. Folgen?
Die Maschine und der Mensch: Der wahrnehmende Mensch. Wie wirkt der Bildschirm? Der heimliche Lehrer. Die Maschine im sozialen Leben. Sucht
Mit der Maschine lernen: Lernsoftware • Dressur zur Benennung • Unwahrhaftigkeit • Spielen? • Der kleine Fließbandarbeiter • Trivialität • Handlungsorientiertes Lernen? • Amüsieren und Lernen?
Internet: • Schulen ans Netz? • www.tod.de • Jedem seine eigene Maschine • Porno? • www.referate.de • Klüger durch das Internet? • Zeit sparen?
Schule: • Der Sog • Euphorische Erwartungen • Die Begründung • Erfahrungen der Vergangenheit • Computer, Fernsehen und Familienleben • Kampf um den Markt »Schule« • Schule im Wandel der Zeit • Schule als Rohstofflager • Pädagogik ohne Lehrer? • Den Sinn der Schule wieder finden
Der Mensch: Die Entwicklung in der Kindheit. Die drei Fragen des Jugendlichen. Das junge Erwachsenenalter. Das mittlere Erwachsenenalter. Das späte Erwachsenenalter. Der Zusammenhang der verschiedenen Lebensalter. Der geistige Mensch
Erziehen im Zeitalter der Maschinen
Schule – das sind die Menschen: • Die Gemeinschaft • Demokratie wagen • Innere Bedingungen der Schule • Grundfragen der Zukunft • Schule – im Mittelpunkt steht der Mensch • Eltern und Lehrer gemeinsam
Lernen: • Was heißt Lernen? • Der Schlaf • Lebendige Begriffe • Interesse • Die Individualität
Erziehungsaufgaben: • Die Welt der Maschinen – Zerrbild des Menschen • Gewinn und Verlust • Das Grundrecht auf einen kindgemäßen Entwicklungsraum • Bewegungsraum • Sprachraum • Zeitorte schaffen • Lesen • Phantasiebilder • Primärerfahrungen • Selbstdisziplin • Kreativität • Musizieren oder Surfen? • Computerunterricht
Menschliches Bewusstsein und Maschinen: Die Vorzeit. Die Entdeckung des Denkens. Das Mittelalter. Die Uhr. Die Neuzeit. Ein neues Menschbild. Evolution der Maschinen. Maschinelle Intelligenz. »Mach’s gut Mensch«
Menschheitszukunft: Bewusstsein und Technik. Neue Innenwelten. Das neue Bildbewusstsein. Die neuen Fähigkeiten. Wissenschaft vom Geistigen. Der Doppelgänger. Eine neue Welt. Ein Gleichgewicht finden. »Das Gegengewicht muss geschaffen werden«. Technische Spiegelungen. Die Chance

Der Märchenerzähler Rudolf Geiger

Rudolf Geiger
»… vergnügt bis an ihr Ende …« Ein Leben mit Märchen – Erfahrungen und Einsichten
160 S., Klappenbroschur, ISBN 3-932386-68-X, EUR 17,80 (D), 18,50 (A), sFr 30,60
»Also erhielt er die Krone und hat lange in Weisheit geherrscht.« Diese Märchenworte möchte man im Gedenken an den großen Märchenerzähler Rudolf Geiger (1908-1999) aussprechen. Es kann als sein Vermächtnis gelten, was er hier niedergeschrieben hat an Wort gewordenen Erfahrungen, leisen Wegweisungen und Anregungshilfen. Sie wollen nicht einer Verbreitung des Märchens dienen, sondern seiner Vertiefung. Der Autor sucht dem Wesen des Märchens auf den Grund zu gehen, fragt nach dem Gehalt, nach den Wahrbildern, sucht die darin verborgenen Geheimnisse zu entschlüsseln, die »Grausamkeiten« zu deuten, die selbst aus heutigem Sprachgebrauch verständlich werden können, aber auch im Zusammenhang gesehen werden müssen mit wohlverdienter Strafe, Gnade und nicht zuletzt wundersamer Verwandlungskraft.
Ein besonderes Anliegen ist Geiger der »Biss« der Sprache in den Grimmschen Märchen. Gerade an Reaktionen von Kindern wird deutlich, wie sie die kernige Märchensprache lieben, wie sie ihre Freude daran haben, wie sie sich darin wohlfühlen, wenn sie mit spontanem Entzücken beim Zuhören Wörter wiederhohlen wie »Bricklebrit« oder »Hunkepuus«. Seine geschilderten Erlebnisse mit kleinen, aber auch erwachsenen Zuhörern vermitteln einen Eindruck von der Stimmung, die in seinen Märchenstunden geweckt wurde.
Der große Erzähler wusste: Beim Märchenerzählen, so es denn lebendig gestaltet wird, lebt der Zuhörer mit, was die Märchenhelden zu erleiden oder zu überwinden haben, auch, wo sie versagen oder neu beginnen müssen. Für ihn persönlich waren die Märchen ein Lebenselement, das ihn durch neun Jahrzehnte intensiv begleitet hat. Als Erzähler hat er an sich selbst erfahren, dass sie ein sich immer erneuernder, unausschöpflicher Schatz sein können, vor allem, wenn man sich tief in die Märchensprache einlebt. Durch sein Erzählen wollte er in seinen Zuhörern die Lust erwecken, selbst in das Märchen einzutauchen. Das will sagen: Seht, was da alles verborgen liegt, habt ihr das gewusst? Das ist auch ein Anliegen dieses Buches.

Inhalt
Vom Wesen des Märchens: Versuch einer Annäherung in Fragmenten - Darf man Märchen verändern? - Die Worttreue der Alten - Von der weissagenden Frau zur Erzzauberin – Warum schweigen die Väter? - Seitenblick auf die Wissenschaft - Vom lebendigen Wort in alter und neuer Zeit
Zum Erzählen der Märchen: Jeder kann erzählen! Kann es wirklich jeder? - Gibt es ein Entdeckerrecht im Märchen? - Vom Titel der Märchen - Grenzen der Aneignung – Mundart-Märchen - Vom Drum und Dran - Von den Versen im Märchen und vom sprachlichen Biss - Der Erzähler und sein Märchen - Erfahrungen beim Erzählen: »Der Eisenofen« – und die Sprache der »Viehmännen«
Angstschwellen im Märchen: Zur Grausamkeit im Märchen - Wer hat Angst – das Kind - der die Mutter? - Von Strafe und Vergeltung - »Ich will Gnade ergehen lassen« - Tiere im menschlichen Charakter
Märchenwirkungen – unterwegs notiert: Echo der Hörer
• Religiöse Wahrheiten im Märchen • Unerwartete Klippen • Gibt es Zwerge und Elfen? • Blinden Kindern erzählen • Das eine Märchen immer wieder • Die schöne Sprache • Die Erstfassung • Stimmen zum Auswendiglernen von Märchen
Anhang
Nachtrag zur Ur-Natur des Erzählens: • Die Brüder Schlegel im Wettstreit • Elias Canetti in Marrakesch • Wie soll man Geschichten erzählen? • Ein irischer Erzähler • Der alte Cazaux aus der Gascogne
Stimmen, die mich begleiteten: • Sören Kierkegaard: Mensch und Sprache • Friedrich Wilhelm Schelling: Zur Interpretation • Jean Paul: Kind und Verstehen der Sprache • Johann Wolfgang Goethe: Zum Märchenverständnis • Pestalozzi: Die Schale zu früh zerschlagen • Ukrainisches Sprichwort • Seneca • Marie von Ebner-Eschenbach: Zirlipinzigen • Der griechische Erzähler Yoany endete immer mit den Worten • Egon Friedell: Zu den Brüdern Grimm • Maurice Sendak: Zu den Brüdern Grimm • George Bernhard Shaw
• Das Wort eines Kindes
Rudolf Geiger – Lebenslauf Jürgen Janning - Werke von Rudolf Geiger

Montag, 7. Dezember 2009

Musikalische Fest- und Feiertage

Advents- und Weihnachtsmusik für Kinder - Rezensionen auf KlassikAkzente
Alle Jahre wieder stellt sich die Frage für anspruchsvolle Eltern, wie sie denn ihren Nachwuchs stilvoll musikalisch durch die Vorweihnachtszeit geleiten wollen. Zum Glück gibt es da einiges, was ohne akustischen Zuckerguss beschaulichen Adventstagen die passende Atmosphäre verleiht oder was gar unter den Weihnachtsbaum passt, wie beispielsweise eine Einführung in die magische Welt des Klaviers, die der Pianist Pierre-Laurent Aimard im „Kleine Hörsaal“ gegeben hat. Oder eine Sammlung mit Musik und stimmungsvollen Geschichten, die unter dem Titel „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ in der Reihe Eloquence Junior Klassik erschienen ist. Oder auch Evergreens unterhaltender Qualität wie Loriots Version von „Peter und der Wolf“ und dem „Karneval der Tiere“. Eine kleine Übersicht ... - KlassikAkzente

Samstag, 5. Dezember 2009

Handgesten- und Fingerspiele zu allen Gelegenheiten

Wilma Ellersiek
Handgestenspiele, Reigen und Lieder - Herbst / Winter
geb., 160 S., ISBN-10: 3-7725-1984-9, ISBN-13: 978-3-7725-1984-0, 19,90 EUR
Farbige Blätter, goldene Oktobersonne, Herbststürme und Nebel, nasskalte Tage, Laternenlicht, erster Schnee und zugefrorene Seen – die dunkle Jahreszeit, festgehalten in rhythmisch-musikalischen Versen, Reigen und Liedern mit Handgesten, das alles ist in diesem Buch von Wilma Ellersiek zu finden.
Wilma Ellersieks Spiele für die Herbst- und Winterzeit sind für die Kinder Lichblicke in der dunklen Zeit des Jahres. Die Spiele sind durchdrungen vom rhythmisch-musikalischen Geschehen, sie sind künstlerisch gestaltete Abbilder der Naturvorgänge.Kinder, Erzieher und Eltern werden gleichermaßen in der Wahrnehmung sensibilisiert für das leise Rauschen des Windes, das heftige Stürmen, für dumpfe Nebel und den ersten Schnee. Zusammen mit dem Band über die Spiele für Frühjahr und Sommer steht ein bunter Jahres-Reigen zur Verfügung, ein Schatz von hohem pädagogisch-therapeutischem Wert.

Wilma Ellersiek
Handgestenspiele und Lieder - Frühjahr / Sommer
ISBN-10: 3-7725-1983-0, ISBN-13: 978-3-7725-1983-3
Mit Beiträgen von Margret Constantini und Jakob Streit, mit zahlreichen Illustrationen von Friederike Lögters, geb., 158 S., 19,90 EUR
Jedes der hier gesammelten Handgestenspiele ist ein kleines, Bewegung, Sprache und Musik vereinendes Kunstwerk, und nicht nur die Kinder kommen beim Erleben dieser Spiele ins Staunen, auch der Erwachsene, der sich lernend darum bemüht, kann ein neues Verhältnis zur Natur gewinnen. Jedem Erwachsenen ist bekannt, mit welcher Hingabe ein kleines Kind die Natur erlebt. Jeder Stein, jede Blume und jeder Käfer gibt dem Kind Anlass, beim Spaziergang lange an einer Stelle zu verweilen. Damit das Kind ein gesundes Verhältnis zur Natur entwickeln kann, braucht es die führende Hand des Erwachsenen, der das Kind einfühlsam mit den unzähligen kleinen Wunderdingen im Pflanzen- und Tierreich bekannt macht.
Mit diesen Handgestenspielen zu den Jahreszeiten gibt uns Wilma Ellersiek einen reichen Schatz an heiteren Liedern und Spielen, die es dem kleinen Kind ermöglichen, sich intensiv mit den Phänomenen der Natur vertraut zu machen und sich mit ihr zu verbinden.

Wilma Ellersiek
Berührungs- und Handgestenspiele
mit zahlreichen Illustrationen von Friederike Lögters, geb., 102 S., ISBN-10: 3-7725-1982-2, ISBN-13: 978-3-7725-1982-6, 15,50 EUR
Die Berührungsspiele von Wilma Ellersiek sind der Natur abgelauscht. Sie bringen dem Kind im künstlerisch gestalteten Rhythmus der Sprache und den entsprechenden Bewegungen den Wind, die Blumen, die Tiere, die Sonne und die Sterne in Form kleiner musikalischer Geschichten nahe. Die dazugehörigen Berührungen und Gesten wirken in besonderer Weise heilsam und beruhigend. Die Berührungsspiele, von Wilma Ellersiek auch als «Liebkoschen» bezeichnet, sind kleine Spiele, die der Erwachsene mit dem Kind spielt; dazu gehören gereimte Texte und zarte Berührungen. In der liebkosenden Berührung, begleitet von musikalisch gestalteter Sprache, teilt sich der Erwachsene dem Kinde in sanfter Weise mit. Spiele ähnlicher Art, in schlichter volkstümlicher Form, waren jahrhundertelang von Mund zu Mund tradiert, bis sie im Zeitalter der modernen Medien in Vergessenheit gerieten.
Wilma Ellersiek hat mit diesem Buch für die heutigen Kinder und Eltern eine Sammlung neuer Berührungsspiele geschaffen. Aufgrund ihrer umfassenden Kenntnis der Entwicklung des kleinen Kindes, verbunden mit einer außergewöhnlichen sprachlichen und musikalischen Begabung, gelang es der Autorin, auch die allerkleinsten Spiele musikalisch-künstlerisch zu gestalten. Die «Liebkoschen» haben sich bereits vielfach bewährt. Eltern, Erzieher, Kinderärzte und Therapeuten berichten von der harmonisierenden bzw. gesundenden Wirkung bei gesunden und kranken Kindern.

Wilma Ellersiek
Die tanzende, spielende Hand - Rhythmisch-musikalische Hand- und Fingerspiele
mit einem Geleitwort von Michaela Glöckler, mit zahlreichen Illustrationen von Friederike Lögters, geb., 98 S., ISBN-10: 3-7725-1985-7, ISBN-13: 978-3-7725-1985-7, 18,50 EUR
«Du dummer Tropf, du dummer Tropf», so beschimpfen sich die beiden Zeige-finger als Brüder «Pitz und Potz». Und dann sind da noch «Flap und Flop», die beiden Daumen, die sich elegant zum Tanz einfinden.
Bei diesen fröhlichen Spielen für die tanzende, spielende Hand sind die zur Sprache passenden Bewegungen der Hände, Fäuste, Daumen und Zeigefinger besonders wichtig. Sie regen das Sprachzentrum im Gehirn des Kindes an und fördern somit die Sprachentwicklung. Die Spiele, deren Schwerpunkt in der reinen Bewegungsfreude liegt, machen die Urgebärden der Sprache als reines Klangerlebnis erfahrbar, sie werden deshalb von den Kindern besonders geliebt. Auch die Erwachsenen, die mit diesen Spielen von Wilma Ellersiek arbeiten, werden erleben, wie außer den Händen auch die Zunge und schließlich der ganze Mensch vom tanzenden Rhythmus belebt wird.

Wilma Ellersiek
Wer schleicht heran mit leiser Tatz? - Handgesten- und Bewegungsspiele mit Tiermotiven
mit zahlreichen Illustrationen von Frederike Lögters, geb., 120 S., ISBN-10: 3-7725-1986-5, ISBN-13: 978-3-7725-1986-4, 19,90 EUR
Die Handgestenspiele von Wilma Ellersiek bringen Kindern die Sinnhaftigkeit der Welt in Gesten und Sprache nahe. Die in ihrem neuen Buch enthaltenen Spiele mit Tiermotiven geben Eltern und Erzieherinnen ein reiches Repertoire an die Hand, das den Kindern die Vielfalt der Tierwelt ohne verzerrende Karikaturen wieder nahe bringt.
Voller Faszination beobachten Kinder das Verhalten von Schnecken oder Käfern und begegnen mit gleicher Hingabe Hasen, Katzen, Hunden, Pferden oder Ziegen. Im Spiel nehmen sie mit Vorliebe die Gestalt von Tieren an: Da kommt dann plötzlich ein wilder Tiger oder Bär aus dem Kinderzimmer angestürmt oder klettert ein flinker Affe auf Regale, Tische und Schränke. Diese kindlichen Verhaltensweisen bilden die Grundlage für Wilma Ellersieks Handgesten- und Bewegungsspiele mit Tiermotiven. Die charakteristischen Bewegungen der Tiere werden durch die Handgesten oder die Ganzkörpergebärde dargestellt und in rhythmisch-musikalisch strukturierter Sprache erzählt. Die Tier-Spiele sind jahreszeitlich unabhängig und können zum langjährigen Begleiter für Kinder bis zum 9. Lebensjahr werden.

Wilma Ellersiek
Wiegen- und Ruhelieder in der Quintenstimmung
geb., 102 S., ISBN-10: 3-7725-1981-4, ISBN-13: 978-3-7725-1981-9, 15,50 EUR
Für die unterschiedlichsten Lebenssituationen können Eltern und Erzieher das jeweils passende Lied mit begleitenden Gebärden finden, zum Einschlafen, Ausruhen, zum Schmusen und Kosen. Dieses Buch wird ein treuer Begleiter in vielen Lebenssituationen sein.
Von vielen Menschen wird dieses Buch schon lange sehnlichst erwartet. Es ist der erste Band des Werkes von Wilma Ellersiek, das damit erstmals publiziert wird. Die Erfahrungen und Erkenntnisse eines langen Lebens leuchten in den scheinbar schlichten Wiegen- und Ruheliedern für das kleine Kind auf. Die lange Beschäftigung mit der frühkindlichen Entwicklung bei gleichzeitigem Studium der Anthroposophie, brachten der Autorin ein unvergleichliches Einfühlungsvermögen in das Wesen des kleinen Kindes. Aus diesen Erfahrungen heraus sind die Wiegen- und Ruhelieder entstanden, die durchwegs in der Quintenstimmung mit dem Zentralton a gehalten sind und von entsprechenden Gebärden begleitet werden.

Die Autorin Wilma Ellersiek, geboren 1921 in Schleswig-Holstein, war viele Jahre Professorin für Rhytmik, Schauspiel und gesprochenes Wort an der Stuttgarter Musikhochschule und widmete sich insbesondere der Wirkung von Rhythmus auf das Kind im Vorschulalter.

Spieltherapie - Psychotherapie für Kinder

Marc A. Nemiroff, Jane Annunziata
Mein erstes Kinderbuch über Spieltherapie
56 S., brosch., ISBN-10 3-931589-28-5, ISBN-13 978-3-931589-28-8, 15,00 €
Psychotherapeutische Behandlungen von Kindern sind längst keine Ausnahme mehr, sondern meist eine sinnvolle Alternative oder Unterstützung einer medizinischen Behandlung. Oft sind sie die richtige Entscheidung, um Fehlentwicklungen und Dauerprobleme z.B. in der Schule zu vermeiden. Viele Eltern wissen jedoch nicht, wie sie ihrem Sprössling erklären sollen, was bei einer Psychotherapie mit ihm geschieht. Was passiert in einer Sitzung? Was ist Spieltherapie?
Interessierten Eltern, die auf solche Fragen ihres Kindes vor Therapiebeginn Antworten geben wollen, bietet dieses Buch eine wertvolle Hilfestellung. In der Lizenzausgabe eines von der American Psychological Association herausgegebenen Kinderbuches beantworten die Autoren Marc Nemiroff und Jane Annunziata auf kindgerechte und leicht verständliche Art alle Fragen rund um die Psychotherapie. Angesprochen sind Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die zahlreichen Illustrationen dienen dem besseren Verständnis und helfen auf spielerische Weise die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. „Mein erstes (Kinder-)Buch über Spieltherapie“ eignet sich zum Vorlesen und Selberlesen.
Am Ende des Buches gibt es Informationen für Eltern und Lehrpersonen mit Anhaltspunkten, ab wann eine Psychotherapie für Kinder sinnvoll ist, sowie mit Adressen von Kontaktstellen, die ratsuchenden Eltern bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten behilflich sind. Das Buch eignet sich auch bestens für die Kinderpsychotherapeutische Praxis oder für die Kinderarztpraxis sowie für Kindergärten und stationäre Einrichtungen.

Kindesmisshandlung und Rettung in Grimmschen Märchen

Maria Leonarda Castello
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leiden sie noch heute - Kindesmisshandlung und Rettung in Grimmschen Märchen
Psychosozial Verlag 2008, Buchreihe: Imago, 238 S., brosch., ISBN-13: 9783898068178, ISBN-10: 3-89806-817-x, 24,90 EUR
Was geschieht in bestimmten Augenblicken in den Grimmschen Märchen nicht? Wo wird die Verantwortung für eine Handlung weitergegeben? In »Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leiden sie noch heute« betrachtet Maria Leonarda Castello genau das, was eben nicht geschieht, was aber besser geschehen sollte. So entlarvt sie mit ihrem gleichzeitigen Blick auf Sprach- und Kulturgeschichte, worum es tatsächlich geht:
Märchen prangern Grausamkeit gegenüber Kindern an, die elterlicher Beziehungslosigkeit entspringt und die in allen Zeiten existierte. Doch Märchen zeigen auch Lösungen auf, die es ebenfalls schon immer gab. Das Buch betont dabei die starke Rolle der Kinder und ihrer Helfer – beispielhaft gezeigt an »Frau Holle«, »Das Mädchen ohne Hände«, »Der Eisenhans«, »Allerleirauh« und »Schneewittchen«.
Inhalt: Motto - Vorwort - Danksagung
Das Mädchen ohne Hände: Darauf legte sie beide Hände hin und ließ sie sich abhauen - Märchentext - Das Mädchen und sein Vater - Das Mädchen und seine Seele - Das Mädchen und sein König - Das Reine und das Wilde
Der Eisenhans: Ach, wilder Mann, geh nicht fort, sonst bekomme ich Schläge - Märchentext - Der König und der fremde Jäger - Der Junge und der wilde Mann - Der Jüngling und die Königstochter - Eisenhans – warum dieser Name für das Märchen?
Sneewittchen: Und weil es so schön war - Märchentext - Sneewittchen und seine Mutter - Sneewittchen und seine Stiefmutter - Sneewittchen und die Zwerge - Sneewittchen und die Liebe
Allerleirauh: Nimm keine, die nicht eben so schön ist, als ich bin - Märchentext - Das Vermächtnis der Mutter - Der Wahnsinn des Vaters - Allerleirauhs Versprechen und Verstecken - Allerleirauhs Erlösung
Frau Holle: Ich muß wieder hinauf zu den Meinigen - Märchentext - Ablehnung und Ausbeutung durch die Stiefmutter - Der Sprung hinab ins Nichts - Die Sehnsucht hinauf ins Eigene - Das Pech der rechten Tochter
Schlussgedanke - Literaturverzeichnis

Aus der Rezension von Jos Schnurer auf social.net: "Zusammenfassung:Das Buch ist nicht nur ein ausgezeichnetes Werkzeug für Deutschstunden in den schulischen Oberstufen und Berufsschulen, in Fachhochschul- und universitären Literatur- und Pädagogikseminaren, sondern auch ein Fortbildungsinstrument für die Soziale Arbeit, lokal und regional" Zur Rezension

Mia und der Weihnachtsmann

Heute im AdventPodcast
"Mia und der Weihnachtsmann"
mit Marc Schröder, die bilderbuchstimme und das „Projekt Sarstedt“, Autorin: Elke Bräunling
Der Weihnachtsmann hat vergessen, dass Heilig Abend ist! Kann Mia, mit dem Weihnachtswichtel, die Bescherung noch retten?

Das „Projekt Sarstedt“
"Komasaufen bei Kindern nimmt dramatisch zu",
"8-Jährige beim Kette Rauchen erwischt",
"Zahl der jugendlichen Erstkonsumenten von Drogen steigt weiter an".
Diese aktuellen Schlagzeilen will ich zukünftig nicht mehr lesen müssen. Um aktiv etwas dagegen zu tun, habe ich das „Projekt Sarstedt“ ins Leben gerufen. Mein Ziel und Sinn des Projektes ist es, ein einzigartiges Programm zur Drogen- und Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Das Programm heißt „Klasse 2000“ und beginnt mit der Vorbeugung des Erstkonsums von Nikotin und Alkohol bereits in der 1. Schulklasse. Es begleitet die Kinder vom 1. bis zum 4. Schuljahr und hat nachweisbare, wissenschaftlich belegte Erfolge vorzuweisen. Es finanziert sich ausschließlich über Spenden. Ich möchte mit dem „Projekt Sarstedt“ allen Klassen „meiner“ Grundschule in Sarstedt (bei Hannover) die Chance geben, am Programm „Klasse 2000“ teilzunehmen, um die Chance der Kinder auf „Nichtkonsum von Drogen“ deutlich zu erhöhen. Jedes einzelne Kind ist das Wert! - Zum AdventPodcast mit weiteren Informationen und der Geschichte "Mia und der Weihnachtsmann" - Zum Projekt Sarstedt und zu den Webseiten der Autorin Elke Bräunling mit weiteren Geschichten

Leben im Autismus

Axel Brauns
Buntschatten und Fledermäuse - Mein Leben in einer anderen Welt
TB brosch., 384 S., ISBN: 978-3-442-15244-5, € 9,90 [D], € 10,20 [A], CHF 18,90
Wie aus dem »Dummbart« ein »Schlauberger«, aus dem Sprachlosen ein Dichter wird, wie ein »Gefühlstauber« den Autismus durchbricht: Axel Brauns' Erinnerungen geben einen erstaunlichen Einblick in eine andersartige Welt. Faszinierend, aufregend, verstörend. »Das Leben im Autismus ist eine miserable Vorbereitung für das Leben in einer Welt ohne Autismus. Die Höflichkeit hat viele Näpfchen aufgestellt, in die man treten kann. Autisten sind Meister darin, keines auszulassen.« Axel Brauns
Leseprobe (Auszug): " ... I
Der Dienstag meiner Geburt war ein besonderer Tag, nicht nur für mich, nicht nur für meine Eltern und meinen Bruder, nicht nur für Eimsbüttel oder Hamburg - es war ein besonderer Tag für alle Menschen. Der Grund dafür ist einleuchtend und unbekannt: Es war der 183. Tag des Jahres 1963. In seiner Bedeutung ist der 183. Tag eines Jahres allenfalls mit Neujahr oder Silvester zu vergleichen. Dass diese Tatsache so wenigen Menschen bekannt ist, verwundert mich. Der 183. Tag ist die Mitte des Jahres.
Warum haben Anfang und Ende des Jahres eigene Namen? Warum hat die Mitte des Jahres keinen Namen? Es gibt leichte Fragen und es gibt schwere Fragen. Manche lassen sich schnell beantworten, manche verlangen ein wenig mehr Zeit.
Für meine Familie hat der 2. Juli noch eine weitere Bedeutung: 39 Tage zuvor hat mein Bruder Geburtstag, 39 Tage danach meine Mutter. Ich bin über diesen seltenen Zufall zutiefst erfreut.
II
Manche Autisten verleben still, in sich gekehrt, ihre Tage, andere toben herum, weil ihnen die Welt durch den Kopf rennt. Manche Autisten lernen es nie, sich richtig zu bedanken, anderen kommen diese Floskeln so trefflich über die Lippen, dass der Eindruck entsteht, sie verstünden, was ihnen da herausrutscht. Manche Autisten lachen gerne und plappern viel, andere sind eher sachlich und einsilbig. Manche Autisten verzweifeln an trübsinnigen Gedanken, andere haben ihre Zelte auf der heiteren Seite des Lebens aufgeschlagen.
Das Leben im Autismus ist eine miserable Vorbereitung für das Leben in einer Welt ohne Autismus. Die Höflichkeit hat viele Näpfchen aufgestellt, in die man treten kann. Autisten sind Meister darin, keines auszulassen ... " Zur Rezension (pdf)

Freitag, 4. Dezember 2009

"Narrenhände ..." oder Schülerkunst

Ute Reeh
Schulkunst - Kunst verändert Schule
192 S., brosch., ISBN 978-3-407-62632-5, EUR 24,90
Schüler/innen malen die Schultoilette nach ihren Vorstellungen aus – ein wirksames Konzept gegen Vandalismus, das Spaß macht. Und eine Form von Schulkunst: selbst gesteuertes, soziales und fächerübergreifendes Lernen, das auf die Erfahrungswelt der Schüler bezogen ist. So lässt sich das Klima an einer Schule nachhaltig zum Besseren verändern. Dieses Buch zeigt, wie das gelingt.
Ute Reeh hat als „Schulkünstlerin“ solche Projekte an einer Düsseldorfer Gesamtschule angestoßen und begleitet. Das reich bebilderte, durchgängig vierfarbige Buch zeigt nicht nur die beeindruckenden Ergebnisse: „Schulkunst“ gibt auch ganz konkrete Hinweise für Lehrer/innen aller Fächer, wie sie an ihren Schulen Veränderungsprozesse durch Kunst anstoßen können – vom Rezept für selbst gemachte Pastellkreide bis hin zu Vorschlägen für ganze Unterrichtsreihen.
Es liegt auf der Hand: - Wer die Schultoilette selbst zur Galerie macht, lässt zukünftig den Edding zuhause. - Wer dabei erlebt, dass er tatsächlich zeichnen kann, wird dieses Selbstbewusstsein auf andere Bereiche schulischen Lernens übertragen. - Wer selbst einen Pausenkiosk im traditionellen Fachwerkstil errichtet (und ihn dann eigenverantwortlich bewirtschaftet), hat zu Trigonometrie und Prozentrechnen auf einmal ein ganz neues Verhältnis.
Rezension Lernklick (Auszug): " ... In einer gekonnten Mischung aus generellen Überlegungen zum Thema Schulkunst bis zu vielen konkreten Beispielen und Anleitungs- oder Umsetzungsvorschlägen schafft dieses Buch Vertrauen in den Gestaltungswillen von Schülern und zeigt die positiven Konsequenzen von einem zielgerichteten Miteinander ... " Zur Rezension